Das „Sozialportal Haßberge“ – was Senioren davon haben sollen

Symbolbild KI Mit dem Slogan „Willkommen auf dem Sozialportal Landkreis Haßberge!“ wirbt die Plattform „Sozialportal-Mainfranken.de“ um Nutzerinnen und Nutzer. Sie kündigt an, Informationen, passgenaue Hilfsangebote und Dienstleistungen aus der Region bereitzustellen. Der Anspruch ist hoch: Die Suche nach Unterstützung im Alltag solle einfach, schnell und effizient möglich sein, heißt es in der Projektbeschreibung. Ende November 2025 wurde das Angebot per Bezahlartikel in einer Haßfurter Lokalzeitung als digitaler Helfer angepriesen, der einen umfassenden Überblick über soziale und gewerbliche Dienstleister bieten könne. Die Plattform richte sich demnach an alle Generationen und wolle Orientierung im Alltag geben. Ein Blick auf die tatsächlichen Inhalte der Website wirft jedoch Fragen auf. Unter der Rubrik „Aktuelles“ [➚] findet sich als jüngster Eintrag eine Information zur Asiatischen Tigermücke – datiert auf den 8.12.25. Andere Bereiche wirken noch weniger aktuell: So führt etwa ei...

Wahlbeben in Ebern: Rechtsruck und SPD stürzt ab


Am 23.2.25 war es soweit: Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ebern gaben ihre Stimmen zur Bundestagswahl ab. Nun liegt das vorläufige Wahlergebnis vor und zeigt uns ein deutliches Stimmungsbild.

Die CSU bleibt in Ebern die stärkste Kraft und erreicht 38,6 Prozent der Stimmen. Damit liegt sie über dem bundesweiten Schnitt der Union und profitiert offenbar auch hier von der wachsenden Unzufriedenheit mit der Ampel-Regierung. Trotz des vergleichsweise starken Ergebnisses auf lokaler Ebene wird innerhalb der Union diskutiert, wie die Partei ihre Positionen darstellen soll, um Wählerinnen und Wähler langfristig zu binden. Bundesweit schnitt die Union insgesamt schwächer ab, dennoch zeichnet sich ab, dass Friedrich Merz den Kanzlerposten übernehmen wird.

Das stimmenmäßig zweitstärkste Ergebnis erzielte die AfD, die in Ebern 24,1 Prozent der Stimmen erhielt – ein höherer Wert als ihr bundesweites Ergebnis von knapp 21 Prozent. Dieses Abschneiden spiegelt wider, dass die Partei auch in kleineren Städten zunehmend Wählerstimmen sammeln kann. Die Gründe dafür könnten vielfältiger sein als vordergründig anzunehmen ist, von Unsicherheit angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen bis hin zu Protesthaltungen gegenüber der bisherigen Regierungsarbeit.

Die SPD kommt in Ebern auf 10,7 Prozent – ein Wert, der im Vergleich zu früheren Hochzeiten der Sozialdemokratie ernüchternd ausfällt. Laut einer Infratest-dimap-Umfrage kurz vor der Wahl trauten nur noch 15 Prozent der Wahlberechtigten der SPD zu, die zentralen Probleme des Landes zu lösen.

Die Grünen erreichen in Ebern 8,6 Prozent, womit sie hinter ihren bundesweiten Ergebnissen zurückbleiben. Die Freien Wähler und die Linke teilen sich jeweils 4,5 Prozent, während die FDP mit 3,4 Prozent ein deutliches Minus verzeichnet. Christian Lindner kündigte bereits als Reaktion auf das schwache Ergebnis im Bund seinen Rückzug aus der Politik an.

Weitere kleinere Parteien spielen in Ebern eine untergeordnete Rolle: Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt auf 2,4 Prozent, die Tierschutzpartei auf 1,1 Prozent, und Die Partei erreicht 0,6 Prozent der Stimmen.

Die Wahlergebnisse lassen sich nicht losgelöst von der allgemeinen politischen Lage betrachten. Die große Unzufriedenheit mit der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat vielerorts zu einem Stimmungsumschwung geführt. Die CSU konnte in Bayern und speziell in Orten wie Ebern davon profitieren, während sich bei der AfD der Frust vieler Bürgerinnen und Bürger in einer hohen Zustimmung niederschlägt.

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