Hospiz statt Krankenhaus? Ein Vorschlag wird zum Wahlkampfthema in Ebern

Im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt in Ebern rückt ein Thema in den Vordergrund, das gewöhnlich fernab politischer Zuspitzung verhandelt wird: die Idee, in der Stadt Ebern ein stationäres Hospiz einzurichten. Sowohl der amtierende Bürgermeister und SPD-Kandidat Jürgen Hennemann als auch sein Herausforderer Harald Pascher von FDP und Freien Bürgern werben öffentlich mit dem Vorschlag, das stillgelegte Krankenhaus in Ebern künftig für diese Aufgabe zu nutzen. Damit erhält ein sensibles gesellschaftliches Thema eine politische Bühne, obwohl bislang weder Rahmenbedingungen noch konkrete Fakten geklärt sind. Ausgangspunkt der Debatte ist das ehemalige Krankenhausgebäude in Ebern, das nach der Schließung zum 31.12.25 weitgehend leer steht. Eigentümerin beziehungsweise Verfügungsberechtigte sind die Haßberg-Kliniken, deren wirtschaftliche Lage seit Jahren angespannt ist. Vor diesem Hintergrund greift Bürgermeister Hennemann im aktuellen Wahlkampf erneut eine Idee auf, die er bereits zuvor in...

Haßberg-Klinik: Ausschuss des Bayerischen Landtags korrigiert Eberner Klinik-Aus nicht


Pressemitteilung der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“:

Wie die Aktionsgruppe aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, hat der bayerische Gesundheitsausschuss die Entscheidung des Kreistags Haßberge bestätigt, die Klinik in Ebern zum 31.12.25 zu schließen.

Mit großer Mehrheit stimmte der Ausschuss dem Argument zu, man dürfe dem Krankenhausträger in seiner Entscheidung nicht herein reden. Damit wurde die Petition „Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern und Wiedereröffnung der stationären Chirurgie“ [➚] sowohl im Kreistag des Landkreises Haßberge als auch im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags abgelehnt.

Wir erklären hierzu:

Dies ist ein Schlag ins Gesicht der Bevölkerung und insbesondere der ca. 2.400 Petitionsunterzeichnerinnen und -unterzeichner.

Die Entscheidung weniger Kommunal- und Landespolitiker führt dazu, dass 7.995 Einwohner/innen von einer wohnortnahen stationären Versorgung binnen 30 Fahrzeitminuten komplett ausgeschlossen werden.

Die Region Ebern wird zur Gesundheitsregion dritter Klasse.

Die Verantwortung hierfür tragen der Landkreis Haßberge und der Bayerische Landtag. Die Verlierer sind die Menschen der Region, mit denen nie ein gleichberechtigter Dialog zur geplanten Schließung des Krankenhauses geführt wurde. Wir bedauern dieses einseitige Verfahren.

Himmelkron, 11.11.25, Pressemitteilung [➚] der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“

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