Neue Windräder am Bretzenstein: Stadtrat Ebern entscheidet über nächsten Schritt

Symbolbild KI Das große Windrad auf dem Bretzenstein ist inzwischen zu einem weithin sichtbaren Bestandteil der Landschaft rund um Ebern geworden. Nun könnte sich das Bild weiter verändern. Der Eberner Stadtrat beschäftigt sich in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am 24.9.26 mit dem Windvorranggebiet W 115 – dem Areal am Bretzenstein. Dort könnten in den kommenden Jahren zwei bis drei weitere Windkraftanlagen entstehen. Mit der vorgesehenen Gründung einer gemeinsamen Vergabegruppe von Ebern und Untermerzbach soll nun das Verfahren zur Auswahl eines geeigneten Projektentwicklers auf den Weg gebracht werden. Damit rückt zugleich ein Thema in den Blick, das über die eigentliche Auswahl eines Projektentwicklers hinausgeht: die mögliche Veränderung von Landschaft und Stadtbild. Das bereits errichtete große Windrad auf dem Bretzenstein ist von Ebern aus deutlich wahrnehmbar und hat damit einen sehr starken Einfluss auf die Stadtsilhouette. Da voraussichtlich zwei bis drei weitere Windkraf...

Kreistagswahl 2026: Online-Probestimmzettel hilft beim Durchblick


Wer bei der Kreistagswahl am Sonntag, 8.3.26, im Landkreis Haßberge mitreden will, muss sich mit einem vergleichsweise anspruchsvollen Wahlverfahren auseinandersetzen. Begriffe wie Kumulieren, Panaschieren oder Listenkreuz prägen die Kommunalwahl und sorgen bei vielen Wählerinnen und Wählern regelmäßig für Unsicherheit. Um den Einstieg zu erleichtern und den Überblick zu behalten, stellt der Landkreis einen interaktiven Online-Probestimmzettel zur Verfügung.

Bei der Kreistagswahl werden insgesamt 60 Sitze vergeben. Entsprechend verfügt jeder wahlberechtigter Bürger über 60 Stimmen, die frei auf die Kandidatinnen und Kandidaten verteilt werden können. Das bayerische Kommunalwahlrecht erlaubt dabei eine flexible Stimmabgabe: Einzelne Bewerberinnen und Bewerber können bis zu drei Stimmen erhalten, Stimmen dürfen auf verschiedene Listen verteilt oder auch einer gesamten Liste gegeben werden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Obergrenze von drei Stimmen pro Person nicht überschritten wird – selbst dann nicht, wenn ein Name mehrfach auf dem Stimmzettel erscheint.

Genau an dieser Stelle setzt der Online-Probestimmzettel an. Er soll Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, das Wahlverfahren vorab kennenzulernen und ohne Zeitdruck auszuprobieren, wie Stimmen korrekt vergeben werden. Während des Testwählens zählt das System automatisch mit, wie viele der 60 Stimmen bereits eingesetzt wurden. Gleichzeitig wird angezeigt, ob der Stimmzettel in dieser Form gültig wäre oder ob formale Fehler vorliegen. Auf diese Weise sollen typische Stolperfallen vermieden werden, etwa eine zu hohe Stimmenzahl für einzelne Kandidierende oder eine insgesamt ungültige Stimmverteilung.

Der Probestimmzettel ist hier online abrufbar [➚]. Nach Angaben der Verantwortlichen dient das Angebot ausschließlich der Information und Vorbereitung. Eine echte Stimmabgabe findet dabei nicht statt. Es handelt sich weder um eine digitale Wahl noch um eine Vorab-Abstimmung. Die eigentliche Wahl erfolgt weiterhin klassisch mit Papierstimmzettel und Stift. Auch entspricht der Probestimmzettel nicht in allen Punkten dem späteren Original. So fehlten unter anderem weiterführende Angaben zu den Bewerberinnen und Bewerbern sowie die Kurzbezeichnungen der jeweiligen Wahlvorschlagsträger.

Trotz dieser Einschränkungen soll das digitale Angebot vor allem Erstwählerinnen und Erstwählern sowie unsicheren Wahlberechtigten helfen, sich mit dem komplexen System vertraut zu machen. Wer sich im Vorfeld informiert, könne am Wahltag selbst schneller und sicherer entscheiden, heißt es aus dem Umfeld der Wahlorganisation. Der Probestimmzettel ersetzt jedoch weder die persönliche Auseinandersetzung mit den Kandidaturen noch die endgültige Stimmabgabe im Rahmen der Kommunalwahl.

Am Wahltag selbst stehen den Bürgerinnen und Bürgern zwei Wege offen. Sie können entweder per Briefwahl abstimmen oder ihr Wahllokal aufsuchen. Welches Wahllokal zuständig ist, geht aus der Wahlbenachrichtigung hervor, die vor dem Wahltermin zugestellt wird. Für die Stimmabgabe im Wahllokal ist ein gültiger Ausweis mitzubringen. Dort erhalten die Wählerinnen und Wähler den offiziellen Stimmzettel, der von Hand ausgefüllt wird.

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