Trotz Zuwächsen bleibt der Tourismus im Bereich Haßberge auf vergleichsweise niedrigem Niveau

Symbolbild KI Der Tourismus im Landkreis Haßberge und in der Tourismusregion Haßberge hat sich in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 leicht positiv entwickelt. Nach den aktuellen Eckdaten des Bayerischen Landesamtes für Statistik [➚] stiegen sowohl die Gästeankünfte als auch die Übernachtungszahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Im Vergleich mit den benachbarten Landkreisen und Tourismusregionen zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: Die Wachstumsraten steigen zwar etwas, bei den absoluten Gäste- und Übernachtungszahlen gehören die Haßberge weiterhin zu den kleinen Tourismusstandorten in Franken. Im Landkreis Haßberge wurden von Januar bis Mai 28.842 Gästeankünfte registriert. Das waren 4,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen stieg sogar um 12,9 Prozent auf 66.024. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer erhöhte sich auf 2,3 Tage, die Bettenauslastung lag bei 21,6 Prozent. Auf den ersten Blick sprechen diese Zahlen für eine er...

Drei Themen, ein Ort: Was Ebern aktuell bewegt


Derzeit bewegen in Ebern ganz unterschiedliche Themen die Öffentlichkeit – von langwierigen kommunalpolitischen Entscheidungen über lokale Geschichtsaufarbeitung bis hin zu praktischen Angeboten für die regionale Wirtschaft. Drei aktuelle Meldungen zeigen, wie vielfältig die Entwicklung vor Ort ist.

Kommunalpolitik: Naturfriedhof bleibt Zankapfel

In Ebern zieht sich die Debatte um einen Naturfriedhof bereits seit über einem Jahrzehnt hin. Obwohl die Idee eines schlichten, naturnahen Bestattungsortes ohne klassischen Pflegeaufwand grundsätzlich auf Zustimmung stößt, erweist sich die Umsetzung als schwierig. Der Stadtrat hat sich zuletzt erneut für die Einrichtung eines solchen Angebots ausgesprochen, wie Bürgermeister Jürgen Hennemann im Mitteilungsblatt mitteilte. Gleichzeitig sei die Verwaltung beauftragt worden, mögliche Betreiber zu suchen. Denkbar sei sowohl eine Realisierung auf kommunalem als auch auf privatem Grund.

Mit diesem Beschluss würden jedoch frühere Planungen verworfen: Ergebnisse eines Arbeitskreises, der bereits Standort, Konzept und einen kommunalen Betrieb ausgearbeitet hatte, fanden keine Mehrheit. Damit beginne die Suche im Grunde von vorn. Für zusätzliche Verwirrung sorgt weiterhin die Begriffswahl, da offiziell von einem „Waldfriedhof“ gesprochen wird, obwohl tatsächlich ein Naturfriedhof mit ausschließlichen Urnenbestattungen gemeint ist.

Geschichte vor Ort: Vortrag über umstrittenen Stadtpfarrer

Einen Blick in die Vergangenheit bietet ein geplanter Vortrag in der Rathaushalle. Kreisheimatpflegerin Christiane Tangermann kündigt im Mitteilungsblatt eine Veranstaltung über den früheren Stadtpfarrer Leopold Höhl an. Dieser war ab 1882 in Ebern tätig und habe sich insbesondere als Restaurator kirchlicher Gebäude einen Namen gemacht.

Sein Wirken war jedoch nicht unumstritten: Zwar habe er sich intensiv für die Renovierung der Stadtpfarrkirche eingesetzt, doch seien dabei auch Fehlentscheidungen getroffen worden, die bis heute kritisch gesehen würden. Der Vortrag soll am 1.4.26 um 19:00 Uhr stattfinden.

Wirtschaftsförderung: Beratung für Handwerksbetriebe

Ein Angebot richtet sich an Unternehmer und Gründer: Die Handwerkskammer Unterfranken plant einen Sprechtag in Ebern. Am 1.4.26 können sich Interessierte im Ämtergebäude in der Rittergasse zu wirtschaftlichen Fragen beraten lassen.

Im Mittelpunkt stehen Themen wie Finanzierung, Analyse betrieblicher Schwachstellen oder auch die Übergabe bestehender Unternehmen. Das Angebot richte sich sowohl an etablierte Betriebe als auch an Handwerker/innen, die eine Existenzgründung anstreben. Die Gespräche seien individuell angelegt, weshalb eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich sei: t.zirkel@hwk-ufr.de

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