Trotz Zuwächsen bleibt der Tourismus im Bereich Haßberge auf vergleichsweise niedrigem Niveau

Symbolbild KI Der Tourismus im Landkreis Haßberge und in der Tourismusregion Haßberge hat sich in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 leicht positiv entwickelt. Nach den aktuellen Eckdaten des Bayerischen Landesamtes für Statistik [➚] stiegen sowohl die Gästeankünfte als auch die Übernachtungszahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Im Vergleich mit den benachbarten Landkreisen und Tourismusregionen zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: Die Wachstumsraten steigen zwar etwas, bei den absoluten Gäste- und Übernachtungszahlen gehören die Haßberge weiterhin zu den kleinen Tourismusstandorten in Franken. Im Landkreis Haßberge wurden von Januar bis Mai 28.842 Gästeankünfte registriert. Das waren 4,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen stieg sogar um 12,9 Prozent auf 66.024. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer erhöhte sich auf 2,3 Tage, die Bettenauslastung lag bei 21,6 Prozent. Auf den ersten Blick sprechen diese Zahlen für eine er...

Ebern schaltet das Licht aus: Rathaus wird zur „Earth Hour“ dunkel

 


Am Samstagabend, 28.3.26, werden vielerorts die Lichter ausgehen: Unter dem Motto „Wir machen’s aus!“ ruft die Umweltorganisation WWF Deutschland zur diesjährigen „Earth Hour“ auf. Zwischen 20:30 Uhr und 21:30 Uhr sollen Städte, Privatleute und Unternehmen weltweit symbolisch das Licht ausschalten, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Auch die fränkische Stadt Ebern beteiligt sich erneut und will damit ein Zeichen setzen.

In Ebern bleiben während der Aktionsstunde markante Gebäude unbeleuchtet, darunter das historische Rathaus, der Grauturm und die Stadtpfarrkirche. Die Aktion ist Teil einer weltweiten Bewegung: Zahlreiche bekannte Bauwerke – etwa das Brandenburger Tor in Berlin – werden ebenfalls für eine Stunde in Dunkelheit gehüllt. Ziel ist es, ein gemeinsames Signal für mehr Klimaschutz zu senden und das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Nach Angaben des WWF könne sich grundsätzlich jeder an der Aktion beteiligen. Die Organisation betont, die Gestaltung der eigenen „Stunde der Erde“ sei bewusst offen gehalten. Der einfachste Schritt bestehe darin, in den eigenen vier Wänden das Licht auszuschalten und so Teil der globalen Bewegung zu werden.

Hintergrund der Aktion ist eine wachsende Sorge: Fachleute gehen davon aus, dass das laufende Jahr zu den heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zählen könnte. Gleichzeitig drohe die Klimakrise angesichts anderer weltpolitischer Entwicklungen an Aufmerksamkeit zu verlieren, obwohl sie viele bestehende Probleme zusätzlich verschärfe. Genau hier setze die „Earth Hour“ an, indem sie das Thema wieder stärker in den Fokus rücken wolle.

Gleichzeitig wird die Aktion in der Öffentlichkeit aber auch anders bewertet. Stimmen weisen darauf hin, dass der Effekt auf den tatsächlichen Energieverbrauch gering sei. Beleuchtung mache dank moderner LED-Technik inzwischen nur noch einen kleinen Anteil am Gesamtenergieverbrauch in Deutschland aus. Die Aktion sei daher vor allem symbolischer Natur, während strukturelle Veränderungen für wirksamen Klimaschutz entscheidend seien. Zudem wird bemängelt, dass solche Kampagnen individuelles Verhalten betonten und damit von notwendigen politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen ablenken könnten.

Auch international wird die Aktion unterschiedlich wahrgenommen. In vielen Regionen der Welt ist der Zugang zu Strom nach wie vor keine Selbstverständlichkeit. Rund 800 Millionen Menschen leben ohne verlässliche Energieversorgung, etwa in Ländern wie Äthiopien, Sambia, Kenia oder Mali. Dort stehe der Wunsch nach Elektrizität ganz oben auf der Prioritätenliste, wie Umfragen zeigen. Vor diesem Hintergrund wirke der freiwillige Verzicht auf Licht für manche wie ein schwer nachvollziehbares Signal.

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