Ein kräftiger finanzieller Impuls erreicht mehrere Kommunen in Unterfranken: Im Rahmen der Städtebauförderung [➚] profitieren auch Ebern, Hofheim i.Ufr. und Ebelsbach von umfangreichen Zuschüssen. Insgesamt fließen 1.952.000 Euro in die drei Orte, die nach Angaben aus der Landespolitik eigenständig über die Verwendung der Mittel entscheiden können.
Den größten Anteil erhält Hofheim i.Ufr. mit 720.000 Euro aus der gemeinsamen Städtebauförderung von Bund und Ländern. Für Ebern sind 630.000 Euro vorgesehen, während Ebelsbach mit 602.000 Euro unterstützt wird. Die Gelder sollen gezielt in die Weiterentwicklung der Ortskerne und der Infrastruktur investiert werden.
Die Fördermittel sind Teil eines deutlich größeren Gesamtpakets: Wie Bayerns Bauminister Christian Bernreiter erklärte, würden mehr als 264 Millionen Euro auf 478 Städte und Gemeinden im Freistaat verteilt. Für Unterfranken allein seien über 33 Millionen Euro für 87 Kommunen eingeplant. Damit erreiche die Förderung eine neue Höchstmarke und entlaste zugleich die kommunalen Haushalte, während sie unmittelbar den Bürgerinnen und Bürgern zugutekomme, ließ Bernreiter mitteilen.
Zum Einsatz kommen die Mittel in verschiedenen Programmen. Mit „Lebendige Zentren“ sollen Ortskerne gestärkt und attraktiver gestaltet werden. Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ richtet sich auf die Anpassung von baulichen Strukturen und öffentlichen Räumen an veränderte Anforderungen. Ziel sei es insbesondere, auf demografische Entwicklungen, wirtschaftliche Veränderungen sowie leerstehende oder brachliegende Flächen zu reagieren. Auch die Umnutzung ehemaliger Gewerbe- oder Militärflächen spielt dabei eine Rolle.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“. Dieses soll die Lebensqualität in Quartieren verbessern, die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen fördern und das Miteinander in den Nachbarschaften stärken.
Bernreiter betonte in diesem Zusammenhang, öffentliche Infrastruktur wie Straßen, Plätze und Gebäude stelle eine langfristige Wertanlage dar. Diese zu erhalten und an neue Lebensrealitäten anzupassen, bedeute einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Zudem sei vorgesehen, bürokratische Anforderungen für die Kommunen zu reduzieren, damit sich Verwaltungen stärker auf die Entwicklung lebenswerter Ortskerne konzentrieren könnten.
Die Förderzusagen stehen allerdings noch unter dem Vorbehalt der endgültigen Verwaltungsvereinbarung für die Jahre 2026 und 2027, die von allen Bundesländern unterzeichnet werden muss.

Kommentare
Kommentar veröffentlichen