Kommunalwahl 2026 in Bayern straft Klinikschließungen ab


Pressemitteilung der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“:

Anlässlich der Ergebnisse und Zwischenergebnisse zur Kommunalwahl 2026 in Bayern stellen wir, die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“, einen signifikanten Zusammenhang zwischen bedrohten und geschlossenen kommunalen Krankenhäusern und einer „Abstrafung“ verantwortlicher Kommunalpolitiker fest.

- Eine Wortführerin gegen die Schließung des Krankenhauses Schongau und Umwandlung in ein ambulantes Gesundheitszentrum „SoGesund“ geht in die Stichwahl für das Bürgermeisteramt in Schongau.

- In Mainburg gehen zwei Kandidatinnen für das Bürgermeisteramt in die Stichwahl, die sich beide für den Erhalt des Krankenhauses und gegen die Umwandlung in eine ambulante Sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung einsetzen.

- Der Landrat des Landkreises Kelheim, der die geplante Umwandlung des Krankenhauses Mainburg in eine Sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung zu verantworten hat, und 2020 auf Anhieb die absolute Mehrheit erreichte, muss mit aktuell gleichen Stimmen wie sein Kontrahent in die Stichwahl.

- Der Landrat des Landkreises Ansbach, dessen zwei kleinere Krankenhäuser in Dinkelsbühl und Rothenburg o.d.T. kurz vor der Schließung standen, muss aktuell weit abgeschlagen auf Rang 2 in die Stichwahl.

- Der amtierende Bürgermeister von Ebern, der die Schließung des Krankenhauses Ebern verteidigt hatte, ist abgewählt.

- Der Landrat des Landkreises Tirschenreuth, der die Streichung der Chirurgie und der Basisnotfallversorgung am Krankenhaus Tirschenreuth mit entschieden hat, erreichte 2020 auf Anhieb die absolute Mehrheit. 2026 muss er zur Stichwahl antreten.

Die klare Botschaft aus diesen Beispielen zur Kommunalwahl 2026:

1. Hände weg von unseren kommunalen Krankenhäusern.
2. Ambulante Gesundheitseinrichtungen sind kein Ersatz für vollwertige Allgemeinkrankenhäuser mit Basisnotfallversorgung.
3. Nehmen Sie die Sorgen der Bürger ernst.
4. Wer als Kommunalpolitiker die Krankenhäuser nicht ernst nimmt, muss mit Konsequenzen rechnen.

Himmelkron, 9.3.26, Pressemitteilung [➚] der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“

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