Der neue KlinikScanner zeigt Kliniksterben auf der Karte

Pressemitteilung: Berlin / Himmelkron, 8.9.26 – Wie verändert sich die Krankenhauslandschaft in Deutschland tatsächlich? Wo sinken Bettenzahlen, verschwinden Fachabteilungen oder verändert sich die Notfallversorgung? Welche Klinikstandorte sind von Teil- oder Komplettschließungen bedroht – und welche Krankenhäuser sind bereits verschwunden? Antworten auf diese Fragen soll der grundlegend neu entwickelte KlinikScanner unter klinikscanner.de geben. Die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ präsentiert damit die Weiterentwicklung ihres seit 2020 bestehenden Informationsangebots. Aus einer ursprünglich weitgehend manuell gepflegten Karte ist ein dynamisches Recherchewerkzeug entstanden, das aktuelle Entwicklungen mit historischen Krankenhausdaten verbindet. „Wir wollen nicht nur zeigen, welche Krankenhäuser heute vorhanden sind. Entscheidend ist für uns, sichtbar zu machen, wie sich ein Krankenhaus und die gesamte Krankenhauslandschaft über die Jahre verändert haben...

In Ebern stehen 20 Bauplätze zum Verkauf

Symbolbild KI

Wer in Ebern ein eigenes Haus bauen möchte, kann sich derzeit um einen von 20 städtischen Bauplätzen bewerben. Die Stadt hat die Grundstücke auf ihrer neuen Internetseite öffentlich ausgeschrieben. Das Baugebiet trägt dort den Namen „Lützelebern“. Die Bezeichnung sorgt allerdings für eine gewisse Verwunderung: Der historische, inzwischen aufgelassene Weiler „Lützelebern“ befindet sich mehr als einen Kilometer weiter östlich. Bislang war für das neue Wohngebiet vor allem die Bezeichnung „Lützeleberner Straße“ gebräuchlich.

Das Baugebiet liegt hinter der Mittelschule und zwischen zwei Sportplätzen an der Lützeleberner Straße. Die Grundstücke befinden sich in Nordhanglage. Je nach Lage unterscheiden sich die Flächen hinsichtlich Größe und Ausrichtung. Angeboten werden insgesamt 20 Baugrundstücke mit Flächen von ungefähr 500 bis 700 Quadratmetern.

Die Stadt Ebern hat die Grundstücke nun unter der Überschrift „Öffentliche Ausschreibung, Verkauf von Baugrundstücken“ ins Internet gestellt. Interessierte müssen sich innerhalb einer festgelegten Frist um einen Bauplatz bewerben. Stichtag ist der 10.10.26. Für die Bewerbung ist ein Online-Fragebogen auszufüllen und fristgerecht an die Stadt zu übermitteln. Unvollständige Bewerbungen oder Anträge, die erst nach dem genannten Termin eingehen, können laut Stadt nicht berücksichtigt werden.

Der Bewerbungsbogen enthält zahlreiche Fragen zur persönlichen und familiären Situation der Antragsteller. Unter anderem möchte die Stadt wissen, ob bereits Baugrund vorhanden ist und ob eine Schwangerschaft besteht. Auch nach einer Mitgliedschaft in einer Blaulichtorganisation oder in einem Verein wird gefragt. Genannt werden dabei kirchliche, soziale und politische Vereine. Außerdem soll angegeben werden, ob Eltern oder Großeltern ihren Hauptwohnsitz in Ebern haben. Eine weitere Frage bezieht sich auf den Ort der Haupterwerbstätigkeit.

Die Abfragen sind Teil eines Vergabeverfahrens nach dem sogenannten „Einheimischenmodell“, das auch als Familienmodell bezeichnet wird. Bei solchen Verfahren können Kommunen bestimmte örtliche und soziale Kriterien berücksichtigen, um die Vergabe von Bauland zu steuern. Dazu gehören beispielsweise familiäre Bindungen an die Kommune oder die örtliche Wohn- und Arbeitssituation. Bei besonders persönlichen Angaben ist allerdings eine genaue rechtliche Prüfung erforderlich. Das gilt insbesondere für Fragen, die Rückschlüsse auf eine politische oder religiöse Zugehörigkeit ermöglichen könnten.

Auch beim Preis unterscheiden sich die Bauplätze erheblich. Nach dem von der Stadt veröffentlichten Lageplan werden zwischen 130 und 195 Euro je Quadratmeter verlangt. Nur zwei der 20 Grundstücke sind mit dem niedrigsten Preis von 130 Euro je Quadratmeter ausgewiesen. Die übrigen Bauplätze liegen darüber. Die Grundstücksgrößen von etwa 500 bis 700 Quadratmetern bedeuten damit bereits beim reinen Grundstückskauf einen beträchtlichen finanziellen Aufwand.

Ein Blick auf Vergleichswerte macht die Preisgestaltung nachvollziehbar. Für erschlossene und baureife Grundstücke in einer typischen fränkischen Kleinstadt mit etwa 7.000 Einwohnern werden häufig Preise zwischen 80 und 150 Euro je Quadratmeter genannt. Eine freie Südausrichtung kann dabei den Wert eines Grundstücks erhöhen. Das Baugebiet in Ebern liegt dagegen am Nordhang, wobei die konkrete Lage und Ausrichtung der einzelnen Grundstücke unterschiedlich sind.

Auch die Statistik des Freistaats zeigt, dass die Eberner Preise über dem regionalen Durchschnitt liegen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik wurden im nahen und vergleichbaren Oberfranken im Jahr 2022 durchschnittlich 88 Euro je Quadratmeter für baureifes Land bezahlt. Damit war Oberfranken der Regierungsbezirk mit dem niedrigsten Durchschnittswert in Bayern. Bei einem Vergleich muss allerdings berücksichtigt werden, dass Lage, Erschließung, Grundstückszuschnitt und weitere Eigenschaften die Preise einzelner Bauflächen deutlich beeinflussen können.

Wer einen der Bauplätze kauft, kann das Grundstück zudem nicht dauerhaft unbebaut lassen. Die Stadt verkauft die Flächen mit einer Bauverpflichtung. Nach der Beurkundung des Kaufvertrags bleiben drei Jahre Zeit, um ein Wohnhaus zu errichten. Damit ist der Erwerb mit einer konkreten zeitlichen Vorgabe für die spätere Bebauung verbunden. Zusätzlich zum Grundstückspreis kommen für die Käufer die üblichen Nebenkosten hinzu, darunter Notargebühren und weitere mit dem Kauf verbundene Kosten.

Veröffentlicht wurden die Informationen auf der neuen Internetseite der Stadt Ebern. Diese befindet sich bereits monatelang „im Aufbau“. Die vorherige Website war zuvor aus technischen Gründen abgeschaltet worden. Inzwischen können über die neue Seite neben anderen Inhalten auch die Informationen zur Bewerbung um die Bauplätze abgerufen werden.

Für Bauwillige ist damit vor allem der 10.10.26 von Bedeutung. Bis zu diesem Termin muss der vollständig ausgefüllte Online-Fragebogen [➚] bei der Stadt eingegangen sein. Welche Bewerber letztlich einen Zuschlag erhalten und welcher der 20 Bauplätze vergeben wird, hängt vom vorgesehenen Vergabeverfahren und der Bewertung der eingereichten Angaben ab. Die Stadt verweist für Fragen zum Verfahren auf ihre zuständigen Ansprechpartner.


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