Bürgermeisterwahl: Wer soll Ebern aus der Krise führen?

Am 8.3.26 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Ebern einen neuen Bürgermeister. Zur Wahl stehen mit Jürgen Hennemann (SPD), Harald Pascher (FDP) und Isabell Zimmer (CSU) zwei Männer und eine Frau. Der Wahlkampf verläuft bislang vergleichsweise ruhig. Inhaltlich setzen die drei Kandidaten unterschiedliche Akzente, zugleich gibt es thematische Überschneidungen. Jürgen Hennemann (SPD) Jürgen Hennemann steht seit 2014 an der Spitze der Stadt und bewirbt sich erneut um das Amt. Sein Wahlkampfmotto lautet „Sozial. Fair. Kompetent.“ Auf der Internetseite der SPD erklärt er, er wolle weiterhin eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Politik im Sinne sozialdemokratischer Grundwerte gestalten. Inhaltlich spricht Hennemann unter anderem über Maßnahmen zur Klimaanpassung, etwa Regenmulden am Straßenrand, die Bäume gratis mit Wasser versorgen sollen. Zudem bringt er eine Umgestaltung der Windrad-Ruine auf dem Bretzenstein zu einem Aussichtsturm ins Gespräch. Ein Teil seiner Aussagen betrifft die kü...

Brisante Stadtratssitzung: Windkraft und Tonberg im Fokus

 

Am Donnerstag, 29.2.24, tagt der Stadtrat Ebern im großen Saal der Frauengrundhalle. Die Sitzung verspricht spannend zu werden, denn auf der Tagesordnung steht unter anderem die Beschlussfassung über die Ausweisung von Windvorranggebieten.

Bürgerwald bei Kirchlauter im Visier

Die Stadt Ebern favorisiert seit geraumer Zeit den Bereich Tonberg – Bürgerwald (bei Kirchlauter) als Standort für Windkraftanlagen. Die Errichtung von vier bis sechs Windrädern an diesem Ort ist angedacht.

Zusätzliche Standorte im Gespräch

Darüber hinausgehende Ambitionen der Stadt Ebern zielen auf die Installation von Windkraftanlagen am Bretzenstein (zwischen Untermerzbach und Ebern) sowie am Hohlen Stein (Staatswald bei Reutersbrunn) ab. An beiden Standorten sollen ebenfalls jeweils vier bis sechs Windräder errichtet werden.

Naturschutz vs. Energiewende

Die Brisanz der Thematik liegt in der sensiblen Balance zwischen Naturschutzbelangen und dem Ausbau der erneuerbaren Energien.

Artenschutz am Tonberg

Im Bereich des Tonbergs wurden geschützte Tierarten wie der Wespenbussard, Schwarzstorch, Graureiher und Wildkatze nachgewiesen. Inwieweit diese Vorkommen die Windkraftpläne der Stadt Ebern beeinflussen, ist Gegenstand aktueller Diskussionen.

Kirchlauter lehnt ab

Die Nachbargemeinde Kirchlauter, die direkt an den Tonberg angrenzt, hat in ihrer letzten Gemeinderatssitzung einstimmig gegen die Pläne der Stadt Ebern votiert.

Spannende Entscheidung am 29.2.24

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Stadtrat Ebern am 29.2.24 zu den Windvorranggebieten positionieren wird. Die Sitzung verspricht Spannung und könnte richtungsweisend für das weitere Vorgehen in Sachen Naturschutz in der Region sein.

Weitere Themen der Sitzung

Neben der Windkraft stehen weitere wichtige Themen auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung. Dazu zählen unter anderem der Jahresbericht des Quartiersmanagers, der Bericht der Bäderbetriebsleitung, die Neufassung der Friedhofs- und Bestattungssatzung sowie ein Notfallkonzept für die Stadt Ebern.

Hintergrund

Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 den Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. Windkraft spielt dabei eine wichtige Rolle. Die bayerische Staatsregierung will die Zahl der Windkraftanlagen in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Die Errichtung von Windkraftanlagen ist jedoch nicht unumstritten. Befürworter argumentieren, dass Windkraft eine saubere und nachhaltige Energiequelle ist. Kritiker bemängeln unter anderem die Auswirkungen auf das Landschaftsbild und den Vogelschutz.

Öffentliche Sitzung

Die Sitzung des Stadtrates Ebern am 29.2.24 ist öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Sitzung teilzunehmen und die Diskussion zu verfolgen.

Kommentare