Bürgermeisterwahl: Wer soll Ebern aus der Krise führen?

Am 8.3.26 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Ebern einen neuen Bürgermeister. Zur Wahl stehen mit Jürgen Hennemann (SPD), Harald Pascher (FDP) und Isabell Zimmer (CSU) zwei Männer und eine Frau. Der Wahlkampf verläuft bislang vergleichsweise ruhig. Inhaltlich setzen die drei Kandidaten unterschiedliche Akzente, zugleich gibt es thematische Überschneidungen. Jürgen Hennemann (SPD) Jürgen Hennemann steht seit 2014 an der Spitze der Stadt und bewirbt sich erneut um das Amt. Sein Wahlkampfmotto lautet „Sozial. Fair. Kompetent.“ Auf der Internetseite der SPD erklärt er, er wolle weiterhin eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Politik im Sinne sozialdemokratischer Grundwerte gestalten. Inhaltlich spricht Hennemann unter anderem über Maßnahmen zur Klimaanpassung, etwa Regenmulden am Straßenrand, die Bäume gratis mit Wasser versorgen sollen. Zudem bringt er eine Umgestaltung der Windrad-Ruine auf dem Bretzenstein zu einem Aussichtsturm ins Gespräch. Ein Teil seiner Aussagen betrifft die kü...

Neuer Protest gegen Stellenabbau bei Valeo in Ebern

 

Erneut versammelten sich hunderte Mitarbeiter/innen des Automobilzulieferers Valeo in Ebern, um gegen den Abbau von 280 Stellen zu protestieren. An diesem Donnerstag, 29.2.24, war die Stimmung angespannt, Trauer und Wut lagen in der Luft. Die Nachricht vom Stellenabbau bei Valeo hatte die Belegschaft schwer getroffen. Die Mitarbeiter/innen, von denen viele seit Jahrzehnten im Unternehmen tätig sind, sehen ihre Zukunft und die ihrer Familien bedroht.

Auf einem Transparent, mit dem die Protestierenden ihrem Unmut Luft machten, war zu lesen: „Marmor Stein und Eisen bricht, aber unsere Jugend nicht!“ Die Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“ untermalte die angespannte Stimmung.

Die Valeo-Geschäftsführung zeigte sich indes unbeeindruckt vom Protest. Man habe zu dem Thema alles gesagt, es gebe keine neuen Fakten.

Die Kritik an der Geschäftsführung ist groß. Sie habe den Transformationsprozess verschlafen und keine Investitionen in Zukunftstechnologien getätigt. Die Folge: Der Standort Ebern ist nicht mehr wettbewerbsfähig und muss Stellen abbauen.

Der Kampf um die Zukunft des Valeo-Standortes Ebern geht aber weiter. Die IG Metall kündigte an, sich für einen Sozialplan für die Betroffenen einzusetzen. Die Frage, ob es gelingen wird, den Stellenabbau zu verhindern oder zumindest zu reduzieren, bleibt jedoch offen. Der Landrat, den die Geschäftsführung nicht ins Werk ließ, will nun einen Brief an die Bayerische Staatsregierung schreiben. Was genau er schreiben möchte, war an diesem Tag nicht zu erfahren.

Die Frage, ob es gelingen wird, die Arbeitsplätze zu erhalten, bleibt offen, leider.

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