Forschungsarbeit der Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern zu Krankenhaus-Schließungen

Pressemitteilung der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“: Ebern, Hersbruck, Schongau, Roding, Selb, Werneck – diese Beispiele stehen für ein bayernweites Kliniksterben. Seit 2020 kämpft die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ gegen das Kliniksterben im Freistaat. Mit Vollzug des GKV-Spargesetzes und des Krankenhausreformanpassungsgesetzes sind bundesweit ca. 400 bis 600 Klinikschließungen zu erwarten. Die Aktionsgruppe befasst sich aktuell mit den regionalen Auswirkungen des Kliniksterbens insbesondere in ländlichen Regionen. Im Rahmen einer detaillierten Umfrage hat sie hierzu die Bürgermeister betroffener Regionen und Petitionsunterzeichner angeschrieben, die sich vergeblich gegen regionale Klinikschließungen ausgesprochen haben. Nachdem das Kliniksterben absehbar steigen und politisch im Rahmen der Klinikkonzentration auch gewollt ist, wird die Aktionsgruppe die Folgen intensiv beobachten und detailliert dokumentieren. Weitere Rückmeldungen aus betrof...

Neuer Protest gegen Stellenabbau bei Valeo in Ebern

 

Erneut versammelten sich hunderte Mitarbeiter/innen des Automobilzulieferers Valeo in Ebern, um gegen den Abbau von 280 Stellen zu protestieren. An diesem Donnerstag, 29.2.24, war die Stimmung angespannt, Trauer und Wut lagen in der Luft. Die Nachricht vom Stellenabbau bei Valeo hatte die Belegschaft schwer getroffen. Die Mitarbeiter/innen, von denen viele seit Jahrzehnten im Unternehmen tätig sind, sehen ihre Zukunft und die ihrer Familien bedroht.

Auf einem Transparent, mit dem die Protestierenden ihrem Unmut Luft machten, war zu lesen: „Marmor Stein und Eisen bricht, aber unsere Jugend nicht!“ Die Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“ untermalte die angespannte Stimmung.

Die Valeo-Geschäftsführung zeigte sich indes unbeeindruckt vom Protest. Man habe zu dem Thema alles gesagt, es gebe keine neuen Fakten.

Die Kritik an der Geschäftsführung ist groß. Sie habe den Transformationsprozess verschlafen und keine Investitionen in Zukunftstechnologien getätigt. Die Folge: Der Standort Ebern ist nicht mehr wettbewerbsfähig und muss Stellen abbauen.

Der Kampf um die Zukunft des Valeo-Standortes Ebern geht aber weiter. Die IG Metall kündigte an, sich für einen Sozialplan für die Betroffenen einzusetzen. Die Frage, ob es gelingen wird, den Stellenabbau zu verhindern oder zumindest zu reduzieren, bleibt jedoch offen. Der Landrat, den die Geschäftsführung nicht ins Werk ließ, will nun einen Brief an die Bayerische Staatsregierung schreiben. Was genau er schreiben möchte, war an diesem Tag nicht zu erfahren.

Die Frage, ob es gelingen wird, die Arbeitsplätze zu erhalten, bleibt offen, leider.

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