Ehemaliges Krankenhaus Ebern: BRK sucht Personal für Kurzzeitpflege vor dem Start

Nun ist das Rote Kreuz am Zug: Nachdem Haßberge-Landrat Wilhelm Schneider (CSU) über Jahre hinweg immer wieder die Einrichtung einer Kurzzeitpflege im Gebäude des inzwischen geschlossenen Krankenhauses Ebern angekündigt hatte, ohne dass diese tatsächlich umgesetzt wurde, übernimmt aktuell der BRK-Kreisverband Haßberge die praktische Umsetzung. Bereits vor Jahren registrierten die örtlichen Medien, dass sich die ursprünglich angekündigte Realisierung immer weiter verzögerte. Im September 2022 war an die Haßberg-Kliniken ein Förderscheck in Höhe von 1,96 Millionen Euro für die Errichtung einer Kurzzeitpflege öffentlich übergeben worden. Der Scheck wurde jedoch später wohl still zurückgegeben – ein Vorgang, der für Verwunderung sorgte. In der öffentlichen Diskussion war von einem abgetauchten Förderbescheid die Rede. Parallel dazu wurde immer wieder der Gedanke laut, die Versprechen rund um die Kurzzeitpflege seien vor allem dazu gedacht gewesen, den Widerstand gegen die Klinikschließun...

Neuer Protest gegen Stellenabbau bei Valeo in Ebern

 

Erneut versammelten sich hunderte Mitarbeiter/innen des Automobilzulieferers Valeo in Ebern, um gegen den Abbau von 280 Stellen zu protestieren. An diesem Donnerstag, 29.2.24, war die Stimmung angespannt, Trauer und Wut lagen in der Luft. Die Nachricht vom Stellenabbau bei Valeo hatte die Belegschaft schwer getroffen. Die Mitarbeiter/innen, von denen viele seit Jahrzehnten im Unternehmen tätig sind, sehen ihre Zukunft und die ihrer Familien bedroht.

Auf einem Transparent, mit dem die Protestierenden ihrem Unmut Luft machten, war zu lesen: „Marmor Stein und Eisen bricht, aber unsere Jugend nicht!“ Die Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“ untermalte die angespannte Stimmung.

Die Valeo-Geschäftsführung zeigte sich indes unbeeindruckt vom Protest. Man habe zu dem Thema alles gesagt, es gebe keine neuen Fakten.

Die Kritik an der Geschäftsführung ist groß. Sie habe den Transformationsprozess verschlafen und keine Investitionen in Zukunftstechnologien getätigt. Die Folge: Der Standort Ebern ist nicht mehr wettbewerbsfähig und muss Stellen abbauen.

Der Kampf um die Zukunft des Valeo-Standortes Ebern geht aber weiter. Die IG Metall kündigte an, sich für einen Sozialplan für die Betroffenen einzusetzen. Die Frage, ob es gelingen wird, den Stellenabbau zu verhindern oder zumindest zu reduzieren, bleibt jedoch offen. Der Landrat, den die Geschäftsführung nicht ins Werk ließ, will nun einen Brief an die Bayerische Staatsregierung schreiben. Was genau er schreiben möchte, war an diesem Tag nicht zu erfahren.

Die Frage, ob es gelingen wird, die Arbeitsplätze zu erhalten, bleibt offen, leider.

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