Das Rätsel des Ritterkantons Baunach: ein Staat ohne Grenzen

Symbolbild KI Schade eigentlich, dass der historische Begriff „Ritterkanton Baunach“ heute kaum eine Rolle in der touristischen Darstellung spielt. An seine Stelle ist quasi der „Deutsche Burgenwinkel“ getreten – eine Bezeichnung, die zwar klangvoll wirkt, aber die historische Wirklichkeit nur unzureichend widerspiegelt. Gerade in einer Landschaft, in der vielfach nur noch Ruinen von einstigen Höhenburgen erhalten sind, erscheint der alte Name ehrlicher und präziser. Er verweist nicht auf eine romantisierte Kulisse, sondern auf ein konkretes historisches Gefüge, das die Eigenheiten des Baunach- und Itzgrundes weitaus treffender beschreibt. Wer heute durch die Region rund um Baunach, Ebern oder Rügheim reist, erlebt eine ruhige, beinahe unspektakuläre Kulturlandschaft. Sanfte Hügel, kleine Ortschaften, vereinzelte Schlösser – nichts deutet unmittelbar darauf hin, dass sich hier über Jahrhunderte hinweg ein politisches Konstrukt entwickelte, das se...

2024: Wieder Kunstpreis in Ostunterfranken ausgelobt

 

In Ostunterfranken wird auch im Jahr 2024 wieder ein Kunstpreis vergeben. Eingeladen sind allerdings nur professionelle Künstlerinnen und Künstler der Bildenden Kunst aus der Metropolregion Nürnberg oder der Regiopolregion Mainfranken, die sich mit dem Thema „Antifragilität der Heimat“ auseinandersetzen.

Der etwas kryptisch daherkommende Begriff „Antifragilität“ wurde vom Schriftsteller und Wissenschaftler Nassim Nicholas Taleb entwickelt. Nach seiner Auffassung ist Antifragilität die „Eigenschaft oder Fähigkeit, sich unter Unsicherheit, Variabilität, Störungen und Stress zu verbessern“ (Wikipedia) [➚].

Gesucht werden also Werke, die die Schönheit und Einzigartigkeit der Region widerspiegeln, die die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit der Gemeinschaften und Landschaften in Zeiten des Wandels darstellen und die zeigen, wie die Heimat durch ihre Geschichte, Traditionen und Menschen gestärkt wird sowie lernen und wachsen kann.

Der mit 2.000 Euro dotierte Kunstpreis wird von einer unabhängigen Jury vergeben. Daneben werden zwei weitere Preise mit je 500 Euro vergeben: der Publikumspreis und der Sonderpreis. Die Ausstellung der nominierten Werke findet vom 2. bis 24.11.24 im Schloss Oberschwappach statt.

Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 30.6.24. Die Einreichung erfolgt ausschließlich in digitaler Form über die Website kulturraum-hassberge.de [➚], zusätzlich wird eine nachrichtliche E-Mail verlangt.

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