Eine Luftnummer, die Eltmann retten könnte?

Symbolbild KI Das Hallenbad in Zeil ist seit 2019 dicht, der Schwimmunterricht im Landkreis eine logistische Mammutaufgabe. Während über ein 30-Millionen-Euro-Ganzjahresbad debattiert wird, schrumpfen die Schwimmfähigkeiten der Grundschüler. Dabei liegt die Lösung möglicherweise direkt vor der Haustür – genauer gesagt: im Main. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, wie die kommenden Winter für die Grundschulen in und um Eltmann aussehen werden: Statt Seepferdchen und Bronze-Abzeichen steht für die Kinder vor allem eines auf dem Lehrplan: Busfahren. Seit der Schließung des Hallenbads im benachbarten Zeil am Main herrscht im Landkreis akuter Notstand an winterlichen Wasserflächen. Die Kinder werden zu „Trockenschwimmern“. Natürlich gibt es da diesen Traum vom großen „Allianzbad“. Ein modernes Ganzjahresbad, das irgendwann am Eltmanner Freibadgelände entstehen soll. Kostenpunkt: rund 30 Millionen Euro. In Zeiten klammer kommunaler Kassen und ohne feste Zusage über staatliche Millionen...

Neuer Wohlfühlort für Senioren im Schloss Gleusdorf?


Nach einem zurückliegenden turbulenten Jahrzehnt mit unfreiwilliger Schließung der Seniorenresidenz im Jahr 2021 und einem Besitzerwechsel im Jahr 2023 soll neues Leben in Schloss Gleusdorf einziehen. Die „Activa Deutschland GmbH“ als neue Eigentümerin plant 34 „betreute Wohnungen“ im historischen Ambiente des Schlosses und in einem Neubau hinter dem Schloss.

Die Pläne stießen bei der Gemeinde Untermerzbach auf Zustimmung, so dass die Bauvoranfrage einstimmig befürwortet wurde. Allerdings müssen noch weitere Aspekte, zum Beispiel der Denkmalschutz, geprüft werden.

Eine frühere Bauvoranfrage war abgelehnt worden, worauf der Investor beim Verwaltungsgericht in Würzburg geklagt hatte. Daraufhin wurden die Pläne überarbeitet und abgespeckt. Nun ist das Landratsamt Haßberge am Zug. Die endgültige Entscheidung über die Bauvoranfrage steht damit noch aus.

Der Bürgermeister von Untermerzbach sieht das Projekt schon positiv und erhofft sich eine Nachnutzung des Schlossareals. Schloss Gleusdorf soll dann nicht nur ein historisches Gebäude sein, sondern auch ein Ort, an dem Senioren eine betreute Wohnmöglichkeit finden.

Betreutes Wohnen: Was ist das?

Die Bezeichnung „betreutes Wohnen“ (oder vielleicht besser: „Service-Wohnen“) ist nicht gesetzlich geschützt. Es gibt keine rechtlich verbindlichen Vorgaben für solche Angebote, wohl auch nicht im Baurecht – letzteres spielt für die zukünftige Nutzung von Schloss Gleusdorf eine wichtige Rolle.

Im Allgemeinen wohnen Mieter in den sogenannten betreuten Wohnungen, aber auch Eigentumserwerb ist bei dieser Wohnform – je nach Anbieter – möglich. Dabei können – abhängig vom jeweiligen Anbieter – unterschiedliche Unterstützungsangebote in Anspruch genommen werden, beispielsweise die Vermittlung von Pflegeleistungen, Essens- und Wäscheservice usw.

Die Verbraucherzentrale [➚] rät Interessierten, verschiedene Einrichtungen zu besichtigen und Kosten sowie Leistungen genau zu vergleichen. Die Bezeichnung „betreutes Wohnen“ kann laut Verbraucherzentrale nämlich missverständlich sein, weil die Angebote der verschiedenen Anbieter sehr unterschiedlich ausfallen und eventuell falsche Erwartungshaltungen auslösen können.

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