Bürgermeisterwahl: Wer soll Ebern aus der Krise führen?

Am 8.3.26 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Ebern einen neuen Bürgermeister. Zur Wahl stehen mit Jürgen Hennemann (SPD), Harald Pascher (FDP) und Isabell Zimmer (CSU) zwei Männer und eine Frau. Der Wahlkampf verläuft bislang vergleichsweise ruhig. Inhaltlich setzen die drei Kandidaten unterschiedliche Akzente, zugleich gibt es thematische Überschneidungen. Jürgen Hennemann (SPD) Jürgen Hennemann steht seit 2014 an der Spitze der Stadt und bewirbt sich erneut um das Amt. Sein Wahlkampfmotto lautet „Sozial. Fair. Kompetent.“ Auf der Internetseite der SPD erklärt er, er wolle weiterhin eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Politik im Sinne sozialdemokratischer Grundwerte gestalten. Inhaltlich spricht Hennemann unter anderem über Maßnahmen zur Klimaanpassung, etwa Regenmulden am Straßenrand, die Bäume gratis mit Wasser versorgen sollen. Zudem bringt er eine Umgestaltung der Windrad-Ruine auf dem Bretzenstein zu einem Aussichtsturm ins Gespräch. Ein Teil seiner Aussagen betrifft die kü...

Neuer Wohlfühlort für Senioren im Schloss Gleusdorf?


Nach einem zurückliegenden turbulenten Jahrzehnt mit unfreiwilliger Schließung der Seniorenresidenz im Jahr 2021 und einem Besitzerwechsel im Jahr 2023 soll neues Leben in Schloss Gleusdorf einziehen. Die „Activa Deutschland GmbH“ als neue Eigentümerin plant 34 „betreute Wohnungen“ im historischen Ambiente des Schlosses und in einem Neubau hinter dem Schloss.

Die Pläne stießen bei der Gemeinde Untermerzbach auf Zustimmung, so dass die Bauvoranfrage einstimmig befürwortet wurde. Allerdings müssen noch weitere Aspekte, zum Beispiel der Denkmalschutz, geprüft werden.

Eine frühere Bauvoranfrage war abgelehnt worden, worauf der Investor beim Verwaltungsgericht in Würzburg geklagt hatte. Daraufhin wurden die Pläne überarbeitet und abgespeckt. Nun ist das Landratsamt Haßberge am Zug. Die endgültige Entscheidung über die Bauvoranfrage steht damit noch aus.

Der Bürgermeister von Untermerzbach sieht das Projekt schon positiv und erhofft sich eine Nachnutzung des Schlossareals. Schloss Gleusdorf soll dann nicht nur ein historisches Gebäude sein, sondern auch ein Ort, an dem Senioren eine betreute Wohnmöglichkeit finden.

Betreutes Wohnen: Was ist das?

Die Bezeichnung „betreutes Wohnen“ (oder vielleicht besser: „Service-Wohnen“) ist nicht gesetzlich geschützt. Es gibt keine rechtlich verbindlichen Vorgaben für solche Angebote, wohl auch nicht im Baurecht – letzteres spielt für die zukünftige Nutzung von Schloss Gleusdorf eine wichtige Rolle.

Im Allgemeinen wohnen Mieter in den sogenannten betreuten Wohnungen, aber auch Eigentumserwerb ist bei dieser Wohnform – je nach Anbieter – möglich. Dabei können – abhängig vom jeweiligen Anbieter – unterschiedliche Unterstützungsangebote in Anspruch genommen werden, beispielsweise die Vermittlung von Pflegeleistungen, Essens- und Wäscheservice usw.

Die Verbraucherzentrale [➚] rät Interessierten, verschiedene Einrichtungen zu besichtigen und Kosten sowie Leistungen genau zu vergleichen. Die Bezeichnung „betreutes Wohnen“ kann laut Verbraucherzentrale nämlich missverständlich sein, weil die Angebote der verschiedenen Anbieter sehr unterschiedlich ausfallen und eventuell falsche Erwartungshaltungen auslösen können.

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