Seit 20 Jahren unterwegs zum Verkehrskonzept

Symbolbild KI Es gibt Themen in Ebern, die haben mittlerweile den Status eines kommunalpolitischen Langzeitprojekts erreicht. Sie sind immer da, wechseln gelegentlich die Überschrift, bekommen neue Arbeitskreise, Projektgruppen oder Beteiligungsformate – und kehren dennoch erstaunlich unverändert zurück. Das Verkehrsthema gehört dazu. Vielleicht sogar an die Spitze dieser besonderen Disziplin. Wer wissen möchte, wie lange man über ein Thema sprechen kann, ohne es abzuschließen, muss nicht nach Berlin oder Brüssel schauen. Ein Blick in die Eberner Stadtpolitik genügt. Dort wird seit mehr als 20 Jahren über den Verkehr diskutiert. Und zwar mit einer bemerkenswerten Ausdauer. Fast könnte man meinen, die Debatte selbst sei inzwischen Teil des Stadtbildes geworden – gleich neben Grauturm, Neptunbrunnen und Marktplatz. Nur der Naturfriedhof kommt bei der Dauer ungefähr mit Dabei ist die Idee eines Verkehrskonzepts keineswegs neu. Im Gegenteil. Wer alte Websites [➚] durchsieht, stößt schnell...

Unfälle am Bahnübergang Reckendorf: Wie lange noch ohne Schranken?

 

Am Nachmittag des 7.2.24 gegen 16:25 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert: Erneut hat sich am unbeschrankten Bahnübergang in Reckendorf ein Unfall ereignet. Ein Pkw kollidierte mit einem Zug der Agilis-Bahnlinie zwischen Bamberg und Ebern. Glücklicherweise konnte alsbald wieder Entwarnung gegeben und der Einsatz beendet werden, aber der Schock sitzt tief. Wie lange muss die Bevölkerung noch auf eine sichere Querung der Bahnstrecke warten?

In der Vergangenheit kam es am Bahnübergang Reckendorf bereits zu mehreren Unfällen, einige davon mit tragischen Folgen. Die Forderung nach einer besseren Sicherung der Strecke ist daher mehr als berechtigt. Nur wenige Kilometer entfernt, in Lind bei Rentweinsdorf, wird der dortige Bahnübergang gerade mit Schranken und Signalanlagen ausgestattet.

Unnötiges Risiko: Der unbeschrankte Bahnübergang in Reckendorf stellt eine unzumutbare Gefahr für alle dar, die die Strecke queren müssen. Die Frage nach dem „Warum“ liegt auf der Hand: Warum muss immer wieder ein Unglück geschehen, bevor gehandelt wird?

Zeit zum Handeln: Die Politik und die Bahn sind in der Verantwortung, die Sicherheit am Bahnübergang Reckendorf endlich zu gewährleisten. Die Installation von Schranken und Signalanlagen ist längst überfällig.


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