Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Sind die Kirchen in Albersdorf und Gereuth Zwillingsschwestern?


Im ländlichen Bereich um Ebern, unweit voneinander entfernt, stehen zwei Kirchen, die auf den ersten Blick wie Zwillinge wirken: die Kirche St. Michael in Albersdorf und die Schlosskirche St. Philippus in Gereuth. Fast zu gleicher Zeit erbaut in den Jahren 1713/17 unter dem als weise und friedfertig geltenden Fürstbischof Johann Philipp II. von Greiffenclau, teilen sie den gleichen Architekten, Joseph Greissing, und weisen eine frappierende Ähnlichkeit in ihrer Erscheinung auf. Sind sie wirklich „Zwillingsschwestern“?

Vergleicht man die beiden Gotteshäuser, so fällt zunächst die Übereinstimmung in ihrem spätbarocken Stil auf. Beide Kirchen zeichnen sich durch ihre wohlproportionierten Fassaden, schmucke Türme und elegante Kuppeln aus. Auch der Grundriss ähnelt sich: ein Saalbau mit Chor und Einturmfassade.

Beim Betreten der Innenräume zeigt sich die enge Verwandtschaft der beiden Kirchen noch deutlicher. Die Altäre stammen aus der Werkstatt des Würzburger Hofbildhauers Jacob van der Auwera und sind sowohl in Albersdorf als auch in Gereuth durch vergoldete Säulen und aufwändige Schnitzereien charakterisiert. Die Stuckaturen tragen ebenfalls die gleiche Handschrift und zeugen von der hohen Qualität der handwerklichen Ausführung.

Trotz dieser offensichtlichen Gemeinsamkeiten gibt es auch einige Unterschiede zwischen den beiden Kirchen. So ist die Kirche in Gereuth etwas aufwendiger als die in Albersdorf gestaltet. Auch die Altarbilder unterscheiden sich in ihrer Thematik: In Albersdorf steht Mariä Himmelfahrt im Zentrum, während in Gereuth die Madonna mit Kind über der Weltkugel dargestellt ist. Der Gereuther Altar ist ein kleines Modell des im Zweiten Weltkrieg verbrannten Hochaltars im Würzburger Dom. An die Kirche in Albersdorf wurde 1968 eine Sakristei angebaut. Albersdorf gehört heute zur katholischen Pfarreiengemeinschaft Pfarrweisach und St. Philippus in Gereuth zu Baunach.

Zweifellos sind die Kirchen in Albersdorf und Gereuth „enge Verwandte“. Sie teilen viele Gemeinsamkeiten in ihrer Architektur und Ausstattung, die auf den gleichen Bauherrn, Architekten und Künstler zurückzuführen sind. Dennoch gibt es auch einige Unterschiede, die ihnen jeweils einen eigenen Charakter verleihen. Man könnte sie daher als „Zwillingsschwestern mit individuellen Merkmalen“ bezeichnen.

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