Ehemaliges Krankenhaus Ebern: BRK sucht Personal für Kurzzeitpflege vor dem Start

Nun ist das Rote Kreuz am Zug: Nachdem Haßberge-Landrat Wilhelm Schneider (CSU) über Jahre hinweg immer wieder die Einrichtung einer Kurzzeitpflege im Gebäude des inzwischen geschlossenen Krankenhauses Ebern angekündigt hatte, ohne dass diese tatsächlich umgesetzt wurde, übernimmt aktuell der BRK-Kreisverband Haßberge die praktische Umsetzung. Bereits vor Jahren registrierten die örtlichen Medien, dass sich die ursprünglich angekündigte Realisierung immer weiter verzögerte. Im September 2022 war an die Haßberg-Kliniken ein Förderscheck in Höhe von 1,96 Millionen Euro für die Errichtung einer Kurzzeitpflege öffentlich übergeben worden. Der Scheck wurde jedoch später wohl still zurückgegeben – ein Vorgang, der für Verwunderung sorgte. In der öffentlichen Diskussion war von einem abgetauchten Förderbescheid die Rede. Parallel dazu wurde immer wieder der Gedanke laut, die Versprechen rund um die Kurzzeitpflege seien vor allem dazu gedacht gewesen, den Widerstand gegen die Klinikschließun...

Sind die Kirchen in Albersdorf und Gereuth Zwillingsschwestern?


Im ländlichen Bereich um Ebern, unweit voneinander entfernt, stehen zwei Kirchen, die auf den ersten Blick wie Zwillinge wirken: die Kirche St. Michael in Albersdorf und die Schlosskirche St. Philippus in Gereuth. Fast zu gleicher Zeit erbaut in den Jahren 1713/17 unter dem als weise und friedfertig geltenden Fürstbischof Johann Philipp II. von Greiffenclau, teilen sie den gleichen Architekten, Joseph Greissing, und weisen eine frappierende Ähnlichkeit in ihrer Erscheinung auf. Sind sie wirklich „Zwillingsschwestern“?

Vergleicht man die beiden Gotteshäuser, so fällt zunächst die Übereinstimmung in ihrem spätbarocken Stil auf. Beide Kirchen zeichnen sich durch ihre wohlproportionierten Fassaden, schmucke Türme und elegante Kuppeln aus. Auch der Grundriss ähnelt sich: ein Saalbau mit Chor und Einturmfassade.

Beim Betreten der Innenräume zeigt sich die enge Verwandtschaft der beiden Kirchen noch deutlicher. Die Altäre stammen aus der Werkstatt des Würzburger Hofbildhauers Jacob van der Auwera und sind sowohl in Albersdorf als auch in Gereuth durch vergoldete Säulen und aufwändige Schnitzereien charakterisiert. Die Stuckaturen tragen ebenfalls die gleiche Handschrift und zeugen von der hohen Qualität der handwerklichen Ausführung.

Trotz dieser offensichtlichen Gemeinsamkeiten gibt es auch einige Unterschiede zwischen den beiden Kirchen. So ist die Kirche in Gereuth etwas aufwendiger als die in Albersdorf gestaltet. Auch die Altarbilder unterscheiden sich in ihrer Thematik: In Albersdorf steht Mariä Himmelfahrt im Zentrum, während in Gereuth die Madonna mit Kind über der Weltkugel dargestellt ist. Der Gereuther Altar ist ein kleines Modell des im Zweiten Weltkrieg verbrannten Hochaltars im Würzburger Dom. An die Kirche in Albersdorf wurde 1968 eine Sakristei angebaut. Albersdorf gehört heute zur katholischen Pfarreiengemeinschaft Pfarrweisach und St. Philippus in Gereuth zu Baunach.

Zweifellos sind die Kirchen in Albersdorf und Gereuth „enge Verwandte“. Sie teilen viele Gemeinsamkeiten in ihrer Architektur und Ausstattung, die auf den gleichen Bauherrn, Architekten und Künstler zurückzuführen sind. Dennoch gibt es auch einige Unterschiede, die ihnen jeweils einen eigenen Charakter verleihen. Man könnte sie daher als „Zwillingsschwestern mit individuellen Merkmalen“ bezeichnen.

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