Bürgermeisterwahl: Wer soll Ebern aus der Krise führen?

Am 8.3.26 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Ebern einen neuen Bürgermeister. Zur Wahl stehen mit Jürgen Hennemann (SPD), Harald Pascher (FDP) und Isabell Zimmer (CSU) zwei Männer und eine Frau. Der Wahlkampf verläuft bislang vergleichsweise ruhig. Inhaltlich setzen die drei Kandidaten unterschiedliche Akzente, zugleich gibt es thematische Überschneidungen. Jürgen Hennemann (SPD) Jürgen Hennemann steht seit 2014 an der Spitze der Stadt und bewirbt sich erneut um das Amt. Sein Wahlkampfmotto lautet „Sozial. Fair. Kompetent.“ Auf der Internetseite der SPD erklärt er, er wolle weiterhin eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Politik im Sinne sozialdemokratischer Grundwerte gestalten. Inhaltlich spricht Hennemann unter anderem über Maßnahmen zur Klimaanpassung, etwa Regenmulden am Straßenrand, die Bäume gratis mit Wasser versorgen sollen. Zudem bringt er eine Umgestaltung der Windrad-Ruine auf dem Bretzenstein zu einem Aussichtsturm ins Gespräch. Ein Teil seiner Aussagen betrifft die kü...

Die faszinierende Sprachlandschaft des „Eberner Trichters“


Im Osten Unterfrankens, zwischen Itz und dem Flachland des Haßgaus, liegt der Dialektraum „Eberner Trichter“. 24 Orte hat die Sprachforschung für diese einzigartige Sprachlandschaft mit ihren vielfältigen Dialektformen bislang dokumentiert, darunter Ebelsbach, Eichelsdorf, Eltmann und Zeil am Main.

Für den Reichtum der unterfränkischen Dialekte ist der „Eberner Trichter“ nur ein Beispiel. In unserer Region fließen verschiedene Sprachformen zusammen und bilden im Übergangsgebiet zwischen dem Unterostfränkischen und dem Oberostfränkischen einen einzigartigen Schmelztiegel der Dialekte. Wortbeispiele wie „braad“ für „breit“, „Daich“ für „Teig“ und „Büerchemaisder“ für „Bürgermeister“ verdeutlichen die Lebendigkeit und den Facettenreichtum des Dialekts im „Eberner Trichter“.

Das Unterfränkische Dialektinstitut (UDI) an der Universität Würzburg widmet sich der Erforschung und Förderung der unterfränkischen Dialekte und leistet wichtige Arbeit, um diese einzigartige Sprachlandschaft zu erhalten und für zukünftige Generationen zu bewahren. In Zusammenarbeit mit Schulen und Fachleuten setzt sich das Institut dafür ein, das Wissen über die Mundart in der Region zu erhalten und zu verbreiten.

Die Richtlinien des Bayerischen Unterrichtsministeriums sehen zum Beispiel vor, dass Grundschulkinder die Ausdrucksmöglichkeiten des Dialekts kennenlernen und Unterschiede zur Standardsprache verstehen. Das Dialektquiz „Wässd du dos?“ [➚] auf der Homepage des UDI lädt zum Rätseln ein und fördert spielerisch den Umgang mit der Mundart.

Das UDI bietet auch die Lehrerhandreichung „Dialekt und ...“ an, die kostenloses Material für den Dialektunterricht in Schulen bereitstellt. Darüber hinaus dokumentiert der „SUF“ – der Sprachatlas von Unterfranken – die Vielfalt der Dialekte in der Region und trägt so zum Erhalt der sprachlichen Identität Unterfrankens bei.

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