Bürgermeisterwahl: Wer soll Ebern aus der Krise führen?

Am 8.3.26 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Ebern einen neuen Bürgermeister. Zur Wahl stehen mit Jürgen Hennemann (SPD), Harald Pascher (FDP) und Isabell Zimmer (CSU) zwei Männer und eine Frau. Der Wahlkampf verläuft bislang vergleichsweise ruhig. Inhaltlich setzen die drei Kandidaten unterschiedliche Akzente, zugleich gibt es thematische Überschneidungen. Jürgen Hennemann (SPD) Jürgen Hennemann steht seit 2014 an der Spitze der Stadt und bewirbt sich erneut um das Amt. Sein Wahlkampfmotto lautet „Sozial. Fair. Kompetent.“ Auf der Internetseite der SPD erklärt er, er wolle weiterhin eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Politik im Sinne sozialdemokratischer Grundwerte gestalten. Inhaltlich spricht Hennemann unter anderem über Maßnahmen zur Klimaanpassung, etwa Regenmulden am Straßenrand, die Bäume gratis mit Wasser versorgen sollen. Zudem bringt er eine Umgestaltung der Windrad-Ruine auf dem Bretzenstein zu einem Aussichtsturm ins Gespräch. Ein Teil seiner Aussagen betrifft die kü...

Stellenabbau in Ebern: Appell an Politik und Wirtschaft zur aktiven Unterstützung


Die Stadt Ebern sieht sich in jüngster Zeit mit erheblichen Veränderungen und Herausforderungen im Bereich der lokalen Wirtschaft konfrontiert. Insbesondere die Ankündigung von Stellenabbau bei bedeutenden Arbeitgebern wie dem Unternehmen Valeo (vormals FTE Ebern) sowie die Verlagerung von Arbeitsplätzen vom örtlichen Krankenhaus nach Haßfurt haben beträchtliche Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation und die wirtschaftliche Dynamik der Region.

Der Stellenabbau bei Valeo hat viele Menschen in Ebern und der umliegenden Region betroffen gemacht. Das Unternehmen, das einst als Eckpfeiler der Metallindustrie in Ebern galt und zu Glanzzeiten über 2.600 Beschäftigte hatte, kündigte den Abbau von rund 280 Arbeitsplätzen an. Zuvor wurde schon bekannt, dass das Krankenhaus Ebern Arbeitsplätze nach Haßfurt verlagert. Obwohl hier die genauen Zahlen des Stellenabbaus nicht öffentlich kommuniziert wurden, ist unter der Hand von rund 60 verlorenen Arbeitsplätzen die Rede.

Die Reaktionen der lokalen Politik auf diese Entwicklungen waren bisher verhalten. Der Bürgermeister von Ebern erwähnte, einen Brief an die Führungskräfte von Valeo geschrieben zu haben, doch konkrete Maßnahmen oder Lösungsansätze sind bisher nicht bekannt geworden. Auch die Schließung des BayWa-Standorts und die reduzierten Öffnungszeiten der Poststelle in Ebern tragen zu einer angespannten wirtschaftlichen Situation bei.

Doch die Verantwortung liegt nicht nur allein bei den Unternehmen, sondern auch bei der lokalen Politik. Sowohl der Bürgermeister von Ebern als auch der Landrat des Landkreises Haßberge sind gefordert, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Arbeitsplätze in der Region zu erhalten und die Wirtschaft anzukurbeln. Ein koordiniertes Vorgehen zwischen den politischen Entscheidungsträgern und den Unternehmensleitungen ist unerlässlich, um langfristige Lösungen für die wirtschaftlichen Herausforderungen in Ebern zu finden.

Die IG Metall und die Betriebsräte von Valeo Ebern haben angesichts vieler Herausforderungen die Politik und die Unternehmen aufgerufen, ihrer Verantwortung für die Region gerecht zu werden. Sie fordern Maßnahmen, um den industriellen Kern von Ebern zu erhalten und die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken. Insbesondere in Zeiten der Transformation, wie der Übergang der Automobilindustrie zur Elektromobilität, sind Investitionen in innovative Technologien und nachhaltige Mobilitätslösungen von entscheidender Bedeutung.

Für die Einwohner von Ebern bedeuten diese Veränderungen eine unmittelbare Bedrohung ihrer Lebensgrundlage. Die Angst vor einem massiven Verlust von Arbeitsplätzen und einem wirtschaftlichen Niedergang ist spürbar. Es bleibt abzuwarten, wie Ebern und die regionale Wirtschaft mit diesen Herausforderungen umgehen werden und welche konkreten Schritte seitens der Politik und der Unternehmen ergriffen werden, um die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts zu sichern.

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