Bürgermeisterwahl: Wer soll Ebern aus der Krise führen?

Am 8.3.26 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Ebern einen neuen Bürgermeister. Zur Wahl stehen mit Jürgen Hennemann (SPD), Harald Pascher (FDP) und Isabell Zimmer (CSU) zwei Männer und eine Frau. Der Wahlkampf verläuft bislang vergleichsweise ruhig. Inhaltlich setzen die drei Kandidaten unterschiedliche Akzente, zugleich gibt es thematische Überschneidungen. Jürgen Hennemann (SPD) Jürgen Hennemann steht seit 2014 an der Spitze der Stadt und bewirbt sich erneut um das Amt. Sein Wahlkampfmotto lautet „Sozial. Fair. Kompetent.“ Auf der Internetseite der SPD erklärt er, er wolle weiterhin eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Politik im Sinne sozialdemokratischer Grundwerte gestalten. Inhaltlich spricht Hennemann unter anderem über Maßnahmen zur Klimaanpassung, etwa Regenmulden am Straßenrand, die Bäume gratis mit Wasser versorgen sollen. Zudem bringt er eine Umgestaltung der Windrad-Ruine auf dem Bretzenstein zu einem Aussichtsturm ins Gespräch. Ein Teil seiner Aussagen betrifft die kü...

Glockenklang aus Rentweinsdorf: Traditionelles Zwölf-Uhr-Läuten des BR


Rückblick: Am 1.4.24 wurde das traditionelle „Zwölf-Uhr-Läuten“ des Bayerischen Rundfunks (BR) aus Rentweinsdorf übertragen. Diese Radiosendung ist nicht nur eine Würdigung der lokalen Kirchengeschichte, sondern auch ein Beispiel für die kulturelle Vielfalt im Lande. Der BR nahm seine Hörer/innen mit auf eine Reise durch die Zeit und dokumentierte den Glockenklang der Dreieinigkeitskirche in Rentweinsdorf.

Die Dreieinigkeitskirche in Rentweinsdorf blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück. Fünf Mitglieder der adligen Familie von Rotenhan stifteten diese Kirche, die von 1587 bis 1600 im spätgotischen Stil errichtet wurde. Die Einweihung der Kirche fand am 9.1.1601 statt, als der erste Gottesdienst zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit gefeiert wurde.

Beeindruckend ist die Innenausstattung der Kirche, die größtenteils aus der Barockzeit stammt. Neben der Kanzel zieht ein steinernes Epitaph die Blicke auf sich, das drei Brüder der Familie von Rotenhan zeigt: Sebastian I., Hans IV. und Martin von Rotenhan. Hans IV. war ein bekennender Anhänger Martin Luthers und setzte sich vehement für den Austritt des Gebietes aus der katholischen Kirche ein. Die Orgel der Kirche stammt aus Säkularisationsgut und wurde hier wiederverwendet.

Der ortsbildprägende, quadratische Turm der Dreieinigkeitskirche beherbergt insgesamt vier Glocken. Die drei großen Glocken wurden im Jahr 1600 vom Erfurter Glockengießer Melchior Möring geschaffen. Die vierte, kleinere Glocke befindet sich in der Laternenhaube des Turms und soll nur in Katastrophenfällen geläutet werden.

Die Radiosendung „Zwölf-Uhr-Läuten“ gibt es seit Pfingsten 1949 und zählt zu den ältesten Hörfunksendungen des BR und hat seitdem einen festen Platz im sonntäglichen Programm. Das Konzept ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Die Glocken einer Kirche läuten und ein Sprecher erzählt Wissenswertes über die Kirche und ihre Glocken.

Das „Zwölf-Uhr-Läuten“ wird jeden Sonntag um 12:00 Uhr im Radioprogramm „Bayern 1“ und aufgeschaltet im Nischensender „BR Heimat“ ausgestrahlt. Darüber hinaus sind die Sendungen auch im Podcast-Angebot des Bayerischen Rundfunks abrufbar. Die Sendung ist sowohl ein Stück lebendiger Geschichte als auch ein akustisches Denkmal. Sie trägt als Verbindungsstück zwischen Vergangenheit und Gegenwart dazu bei, Traditionen zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben.


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