Eine Luftnummer, die Eltmann retten könnte?

Symbolbild KI Das Hallenbad in Zeil ist seit 2019 dicht, der Schwimmunterricht im Landkreis eine logistische Mammutaufgabe. Während über ein 30-Millionen-Euro-Ganzjahresbad debattiert wird, schrumpfen die Schwimmfähigkeiten der Grundschüler. Dabei liegt die Lösung möglicherweise direkt vor der Haustür – genauer gesagt: im Main. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, wie die kommenden Winter für die Grundschulen in und um Eltmann aussehen werden: Statt Seepferdchen und Bronze-Abzeichen steht für die Kinder vor allem eines auf dem Lehrplan: Busfahren. Seit der Schließung des Hallenbads im benachbarten Zeil am Main herrscht im Landkreis akuter Notstand an winterlichen Wasserflächen. Die Kinder werden zu „Trockenschwimmern“. Natürlich gibt es da diesen Traum vom großen „Allianzbad“. Ein modernes Ganzjahresbad, das irgendwann am Eltmanner Freibadgelände entstehen soll. Kostenpunkt: rund 30 Millionen Euro. In Zeiten klammer kommunaler Kassen und ohne feste Zusage über staatliche Millionen...

Blockiert Würzburg den Verkehrsverbund Mainfranken? – Chance für den VGN?


Die Stadt Würzburg hat überraschend bekannt gegeben, dass sie dem geplanten erweiterten Verkehrsverbund Mainfranken (NVM) möglicherweise nicht beitreten wird. Diese Entscheidung sorgt bei den Partnern des Verkehrsverbundes für Irritation und stellt die geplante Erweiterung des Verkehrsverbundes zum 1.1.25 infrage. Positiver Aspekt: Es könnten sich dadurch neue Chancen für eine weitere Ausdehnung des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN) nach Unterfranken eröffnen.

Mit der Ankündigung hat die Stadt Würzburg die Verantwortlichen der Region überrascht. Die Stadt Würzburg, bisher ein zentraler Akteur im Verkehrsverbund Mainfranken (VVM), hat damit die Umsetzung des neuen Verbundes, der den Namen „Nahverkehr Mainfranken“ (NVM) tragen sollte, ins Wanken gebracht.

Bereits 2017 wurde mit der Gründung der Nahverkehr Mainfranken (NVM) GmbH der Grundstein für die Erweiterung des bestehenden Verkehrsverbundes gelegt. Diese Erweiterung sollte neben der Stadt und dem Landkreis Würzburg auch die Landkreise Kitzingen, Main-Spessart sowie neu die Stadt und den Landkreis Schweinfurt, die Landkreise Haßberge, Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen umfassen. Die aktuelle Entwicklung stellt nun den Verbundstart zum Jahresbeginn 2025 infrage.

Die Verbunderweiterung sollte unter anderem dafür sorgen, dass die Fahrpläne besser aufeinander abgestimmt und die Tarife vereinheitlicht werden. Die Vorbereitungen für die Erweiterung liefen bereits. So wurden zum Beispiel umfassende Verkehrserhebungen durchgeführt, Verträge wie der Kooperations- und Einnahme-Aufteilungsvertrag ausgehandelt und ein neuer Verbundtarif festgelegt.

Der Oberbürgermeister von Schweinfurt betonte, dass alle finanziellen Beiträge im Rahmen der Möglichkeiten der jeweiligen Partner geleistet wurden. Er zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung der Stadt Würzburg und unterstrich, dass die Verhandlungspartner bis zuletzt davon ausgegangen waren, dass alle Kompromisse gefunden und akzeptiert wurden. Insbesondere in Anbetracht der bereits in der Bevölkerung kommunizierten Absicht, den erweiterten Verbund zum 1.1.25 zu starten.

Die Stadt Würzburg begründet ihren Rückzug mit den finanziellen Mehrbelastungen, die mit der Verbunderweiterung einhergehen würden. Diese Belastungen ließen sich nicht auf die neuen Strukturen übertragen, was zu einem Rückzug der Stadt führt.

Diese Entwicklung könnte nun eine Erweiterung des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN) nach Unterfranken in ein neues Licht rücken. Der VGN, der derzeit bereits ein großes Gebiet in Franken und der Oberpfalz abdeckt, könnte somit seine Reichweite weiter ausdehnen und die Lücke füllen, die durch den möglichen Ausstieg der Stadt Würzburg aus dem NVM entsteht.

Dessen ungeachtet appellierte der Schweinfurter Oberbürgermeister an die Stadt Würzburg, den eingeschlagenen Weg Richtung NVM weiter zu beschreiten. Das Schicksal des geplanten erweiterten Verkehrsverbundes Mainfranken bleibt somit vorerst ungewiss.

UPDATE: Nach einer Hängepartie hat der Würzburger Stadtrat dem Beitritt zum NVM doch noch zugestimmt.

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