Bürgermeisterwahl: Wer soll Ebern aus der Krise führen?

Am 8.3.26 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Ebern einen neuen Bürgermeister. Zur Wahl stehen mit Jürgen Hennemann (SPD), Harald Pascher (FDP) und Isabell Zimmer (CSU) zwei Männer und eine Frau. Der Wahlkampf verläuft bislang vergleichsweise ruhig. Inhaltlich setzen die drei Kandidaten unterschiedliche Akzente, zugleich gibt es thematische Überschneidungen. Jürgen Hennemann (SPD) Jürgen Hennemann steht seit 2014 an der Spitze der Stadt und bewirbt sich erneut um das Amt. Sein Wahlkampfmotto lautet „Sozial. Fair. Kompetent.“ Auf der Internetseite der SPD erklärt er, er wolle weiterhin eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Politik im Sinne sozialdemokratischer Grundwerte gestalten. Inhaltlich spricht Hennemann unter anderem über Maßnahmen zur Klimaanpassung, etwa Regenmulden am Straßenrand, die Bäume gratis mit Wasser versorgen sollen. Zudem bringt er eine Umgestaltung der Windrad-Ruine auf dem Bretzenstein zu einem Aussichtsturm ins Gespräch. Ein Teil seiner Aussagen betrifft die kü...

Modernes Altenheim am Stadtrand: Eberns Senioren brauchen asphaltierte Wege


Am letzten Wochenende im Juli 2024 fand in Ebern ein bemerkenswerter Umzug statt: 64 Seniorinnen und Senioren des Altenheims der Diakonie wechselten von der Kapellenstraße in einen modernen Neubau im Neubaugebiet „Mannlehen“. Der Wechsel vom Altbau in der zentral gelegenen Altstadt an den äußeren Stadtrand war nicht nur eine logistische Herausforderung, sondern bringt auch einige Veränderungen und Herausforderungen für die Bewohner/innen mit sich.

Die Planungen und Vorbereitungen für den Umzug liefen über mehrere Monate. Zahlreiche Helfer, darunter Angehörige und die Eberner Feuerwehr, unterstützten den reibungslosen Ablauf. Der neue Standort bietet moderne Einrichtungen und mehr Platz, doch die Lage am Stadtrand hat auch ihre Nachteile. Der bisherige zentrale Standort ermöglichte es den rüstigeren Senioren, problemlos die Innenstadt mit all ihren Annehmlichkeiten zu Fuß zu erreichen. Dies ist nun kaum mehr der Fall.

So ist der Fußweg vom neuen Altenheim in die Stadtmitte lang und momentan nicht vollständig asphaltiert, was besonders für Rollstuhlfahrer und Nutzer von Rollatoren eine erhebliche Einschränkung darstellt. Zwar wurde ein Teil des Weges bereits asphaltiert, doch das letzte Stück bleibt geschottert, da die Stadt Ebern plant, die Asphaltierung erst dann abzuschließen, wenn die Erschließung der Baugrundstücke hinter der Mittelschule abgeschlossen ist – ein Prozess, der noch Jahre dauern könnte.

Das alte Altenheim in der Kapellenstraße war nicht nur ein Wohnort, sondern bot auch eine soziale Anbindung zur Eberner Stadtmitte. Etliche der Bewohner/innen konnten eigenständig die Eisdiele oder den „Markt der Generationen“ in der Bahnhofstraße besuchen und so am städtischen Leben teilhaben. Mit dem Umzug ins Neubaugebiet „Mannlehen“ erschwert sich dies.

Ein weiteres Beschwernis für die Bewohner ist die Entfernung zur Kirche. Im alten Altenheim war die Spitalkirche Teil des Gebäude-Ensembles und über einen Gang direkt zugänglich. Dies erleichterte den Kirchgang erheblich. Zwar soll im neuen Altenheim ein Andachtsraum eingerichtet werden, doch dieser kann das Gefühl der Abgeschiedenheit, das Bewohner vielleicht nun empfinden mögen, wohl nicht vollständig kompensieren.

Es bleibt zu hoffen, dass die Stadt Ebern bald eine Lösung für die vollständige Asphaltierung des Fußwegs findet, um den Senioren des neuen Altenheims den Zugang zur Stadtmitte und damit ein Stück Lebensqualität zu erhalten.

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