Noch ein Einbruch

Symbolbild KI Am Sonntagabend, 28.12.25, ist ein bislang unbekannter Täter in ein Einfamilienhaus im Untermerzbacher Erkelring, nahe Ebern, eingebrochen. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause. Zwischen 17:40 Uhr und 22:30 Uhr verschaffte sich der Einbrecher über die Gartenseite Zutritt zu dem Anwesen, wobei mehrere Räume durchsucht wurden. Nach bisherigen Erkenntnissen verließ er das Haus jedoch ohne Beute und flüchtete in unbekannte Richtung. Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung in der Umgebung blieb ohne Erfolg. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die weiteren Ermittlungen übernommen und am Tatort Spuren gesichert. Die Beamten hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. Insbesondere Anwohner werden gebeten, sich zu melden, falls ihnen im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Hauses aufgefallen sind. Im Zusammenhang mit dem Einbruch weist die unterfränkische Polizei erneut auf grundlegende Vorsichtsmaßnahmen hin. Fenster sowie Balkon...

Windkraft und Solar im Naturpark Haßberge zwischen Ausbau und Protest



Im Naturpark Haßberge tut sich derzeit viel. Am Bretzenstein bei Ebern wächst ein neues, großes Windrad in die Höhe. Die Bauarbeiten schreiten zügig voran, und der Fortschritt wird von Bürgern in den sozialen Medien aufmerksam verfolgt und dokumentiert. Dieses neue Windrad ersetzt im Rahmen des sogenannten „Repowerings“ zwei bestehende, kleinere Windkraftanlagen. Diese Maßnahme soll die Effizienz der Energieerzeugung steigern, indem veraltete Technik durch leistungsstärkere Anlagen ersetzt wird.

Unklar ist jedoch, ob die beiden alten Windräder komplett abgebaut werden. Ein Vorschlag des Eberner Bürgermeisters sieht vor, eines der Windräder auf eine Höhe von etwa 30 Metern zu verkürzen und als Aussichtsturm zu nutzen. Eine Idee, die auf gemischte Reaktionen stößt, zumal sich bislang kein Träger für den Betrieb und den Unterhalt des Aussichtsturms gefunden hat. Trotz der möglichen touristischen Attraktion durch den Turm, ist die Finanzierung und Organisation ungeklärt.

Während die Bauarbeiten am neuen Windrad zügig voranschreiten, wächst auch die Kritik. Einige Bürger sehen die Anlage kritisch. Ein Argument gegen den Ausbau der Windkraftanlagen ist, dass viele dieser Anlagen oft stillstehen. Diese sogenannte „Abregelung“ ist in der Regel notwendig, wenn das Stromnetz die erzeugte Energie nicht aufnehmen kann. Ursache dafür ist der mangelnde Ausbau des Stromnetzes, das noch nicht auf die schwankenden Einspeisungen durch erneuerbare Energien wie Wind- und Sonnenkraft vorbereitet ist. Wenn das Netz überlastet ist, werden Windkraft- und Photovoltaikanlagen als erstes abgeschaltet. Diese verlorengegangene Energie wird als „Ausfallarbeit“ bezeichnet, und die Betreiber der Anlagen erhalten dafür eine Entschädigung, obwohl kein Strom ins Netz eingespeist wird. Es fließt also Geld, obwohl keine Energie bereitgestellt wird – ein Umstand, der bei vielen für Unverständnis sorgt.

Doch nicht nur die Windkraft sorgt in der Region für Diskussionen. In der Nähe von Altenstein, ebenfalls im Naturpark Haßberge, ist der Bau einer neuen Freiflächen-Photovoltaikanlage geplant. Dieses Vorhaben stößt auf Widerstand bei den Anwohnern. Erst kürzlich wurden 314 Unterschriften gesammelt, um ein Bürgerbegehren gegen das Projekt anzustoßen. Die Unterzeichner fordern einen Bürgerentscheid, der darüber bestimmen soll, ob die geplante Photovoltaikanlage gebaut wird oder nicht. Besonders kritisiert wird, dass das Vorhaben das Landschaftsbild des Naturparks Haßberge beeinträchtigen könnte. Der Naturpark ist bekannt für seine Landschaften von hoher Eigenart, und die beabsichtigte Solaranlage würde nach Ansicht der Kritiker diese natürliche Ästhetik stören.

Die Bürgerinitiative betont außerdem, dass in der Region bereits ausreichend viele Photovoltaikanlagen vorhanden seien und keine weitere notwendig wäre. Der Gemeinderat von Maroldsweisach, zu dem Altenstein und Gückelhirn gehören, wird im Oktober 2024 über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens entscheiden. Das Ergebnis wird darüber bestimmen, ob es tatsächlich zu einem Bürgerentscheid kommt.

Ein weiterer kritischer Punkt bei der Planung neuer Photovoltaikanlagen im Naturpark Haßberge ist die Art und Weise, wie mit den Flächen umgegangen wird. Immer wieder kommt es vor, dass Gebiete, die eigentlich im Naturpark liegen, behördlich aus dem Naturpark herausgenommen und dafür andere, weniger wertvolle Flächen hineingenommen werden. Kritiker sprechen hier von einem „Kuhhandel“ und sehen darin eine Aushöhlung der Naturpark-Idee, die den Schutz und Erhalt der Landschaft zur Aufgabe hat.

Die Entwicklungen am Bretzenstein und bei Altenstein werfen viele Fragen auf, insbesondere zur Balance zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Erhalt der Landschaften im Naturpark Haßberge. Befürworter der Projekte verweisen auf die Dringlichkeit der Energiewende und die Bedeutung von Wind- und Solarenergie für eine nachhaltige Energiezukunft. Gegner hingegen argumentieren, dass diese Vorhaben auf Kosten der Natur und des Landschaftsbildes realisiert werden und fordern eine verantwortungsvollere Planung.

Während die Bauarbeiten am Windrad bei Ebern weiterhin zügig voranschreiten, bleibt abzuwarten, wie sich die Situation um die geplante Photovoltaikanlage bei Altenstein entwickeln wird. Windkraft- als auch Solarprojekte werden unsere Region wohl noch länger beschäftigen.

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