Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Nachhaltigkeit für den Baunachgrund: umweltschonende Umstellung auf Akkuzüge bis 2035



Die Zukunft des „Dieselnetzes Oberfranken“ nimmt Gestalt an. Ab Dezember 2035 werden die zehn Linien, die heute noch mit Diesel betrieben werden, auf akkubetriebene Züge umgestellt. Dies bedeutet, dass auch die beliebten Verbindungen wie die RB 26 von Bamberg nach Ebern und die RB 18 von Coburg nach Bad Rodach künftig elektrisch fahren werden, ohne dass dafür durchgehend Oberleitungen erforderlich sind. Diese Maßnahme stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung umweltfreundlicher Mobilität dar und könnte einen großen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen leisten.

Der aktuelle Vertrag mit dem Verkehrsunternehmen agilis über den Betrieb der Dieselzüge endet im Dezember 2035. Zu diesem Zeitpunkt sollen die neuen Akkuzüge ihre ersten Fahrgäste begrüßen. Diese Züge bieten den Vorteil, dass sie sowohl über elektrifizierte Strecken als auch über nicht elektrifizierte Abschnitte fahren können, indem sie ihre Akkus an elektrischen Oberleitungen aufladen. Besonders im Baunachgrund, wo eine Elektrifizierung nicht gegeben ist, stellt der Einsatz von Akkuzügen eine kosteneffiziente und praktikable Lösung dar.

Die erste erfolgreiche Implementierung von Akkuzügen fand bereits im Februar 2024 in Schleswig-Holstein statt. Dort sind die neuen Züge zwischen Neumünster und Bad Oldesloe im Einsatz und haben sich als geräuscharm und umweltschonend erwiesen. Diese Züge sind zudem in anderen Städten wie Kiel, Lübeck und Lüneburg aktiv, was zeigt, dass der Trend zur Elektrifizierung in der deutschen Bahninfrastruktur bereits begonnen hat.

Die Entscheidung für den Umstieg auf Akkuzüge in Ober- und Ostunterfranken ist nicht nur eine Reaktion auf das steigende Umweltbewusstsein der Bevölkerung, sondern auch eine strategische Antwort auf die Herausforderungen des bestehenden Dieselbetriebs. Dieselzüge sind nicht nur klimaschädlich, sie verursachen auch höhere Lärmemissionen, was besonders in ländlichen Regionen problematisch sein kann. Hier ist der akkubetriebene Zug die optimale Lösung, da er die Lebensqualität der Anwohner nicht beeinträchtigt und gleichzeitig den CO2-Ausstoß reduziert.

Ein weiteres wichtiges Argument für die Einführung der Akkuzüge ist die geringere Notwendigkeit eines umfangreichen Infrastrukturausbaus. Während Wasserstoffzüge ebenfalls eine alternative Technologie darstellen, ist der Aufbau der erforderlichen Wasserstofftankstellen und -leitungen oft mit hohen Kosten verbunden. Akkuzüge hingegen benötigen vor allem die bestehenden Oberleitungsabschnitte, die bereits auf einigen Strecken in Oberfranken vorhanden sind. So kann beispielsweise der Teil der Strecke zwischen Bamberg und Breitengüßbach, der bereits elektrifiziert ist, genutzt werden, um die Akkus der Züge aufzuladen.

Die Umstellung des Dieselnetzes Oberfranken auf Akku-Züge wird einen bedeutenden Fortschritt in der umweltfreundlichen Mobilität darstellen. Die zukünftigen Fahrgäste dürfen sich auf eine leise und emissionsfreie Reise freuen, während gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.

Kommentare