Bürgermeisterwahl: Wer soll Ebern aus der Krise führen?

Am 8.3.26 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Ebern einen neuen Bürgermeister. Zur Wahl stehen mit Jürgen Hennemann (SPD), Harald Pascher (FDP) und Isabell Zimmer (CSU) zwei Männer und eine Frau. Der Wahlkampf verläuft bislang vergleichsweise ruhig. Inhaltlich setzen die drei Kandidaten unterschiedliche Akzente, zugleich gibt es thematische Überschneidungen. Jürgen Hennemann (SPD) Jürgen Hennemann steht seit 2014 an der Spitze der Stadt und bewirbt sich erneut um das Amt. Sein Wahlkampfmotto lautet „Sozial. Fair. Kompetent.“ Auf der Internetseite der SPD erklärt er, er wolle weiterhin eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Politik im Sinne sozialdemokratischer Grundwerte gestalten. Inhaltlich spricht Hennemann unter anderem über Maßnahmen zur Klimaanpassung, etwa Regenmulden am Straßenrand, die Bäume gratis mit Wasser versorgen sollen. Zudem bringt er eine Umgestaltung der Windrad-Ruine auf dem Bretzenstein zu einem Aussichtsturm ins Gespräch. Ein Teil seiner Aussagen betrifft die kü...

Stadtrat Ebern berät über Fortführung des Quartiersmanagements


In der kommenden Sitzung des Stadtrats Ebern am 26.9.24 steht die Fortführung des Quartiersmanagements über das Jahr 2024 hinaus auf der Tagesordnung. Ziel ist es, die freiberuflichen Leistungen, die seit dem 1.3.21 erbracht werden, neu auszuschreiben. Dies erfolgt im Rahmen einer anstehenden Ausschreibung, die die weitere Entwicklung und Belebung der Altstadt zum Ziel hat.

Das Quartiersmanagement mit Sitz im Schumacherhaus in der Ritter-von-Schmitt-Straße hat seit seiner Gründung etliche Aktionen und Veranstaltungen initiiert bzw. begleitet. Zu den wichtigsten Handlungsfeldern, die bei der Einrichtung des Quartiersmanagements definiert wurden, zählen die Wirtschaft, die Quartiersentwicklung sowie Veranstaltungen und Märkte. Hierbei ging es vor allem darum, die Angebotsqualität im Handel und der Gastronomie zu steigern, die Stadtbildqualität zu verbessern und den Freizeitwert durch diverse Events zu erhöhen.

Die ersten Jahre des Quartiersmanagements waren geprägt von Veranstaltungen. Unter anderem wurden der Eberner Bauernmarkt, der Food- und Flohmarkt sowie die Eberner Filmtage organisiert. Diese Events sorgten zwar für lebendige Momente in der Stadt, jedoch bleibt fraglich, inwieweit sie zu einer nachhaltigen Belebung der Altstadt beigetragen haben. Kritiker bemängeln, dass diese Festivitäten eher temporäre Höhepunkte darstellen und die Stadtverwaltung möglicherweise Organisationsaufgaben an das Quartiersmanagement delegiert hat.

Ein Aspekt der Diskussion im Stadtrat könnte möglicherweise auch die Informationspolitik sein. Denn die Jahresberichte des Quartiersmanagements waren bislang nicht online einsehbar, obwohl die Ergebnisse des Quartiersmanagements laut damaliger Eigenankündigung eigentlich transparent und nachvollziehbar dargestellt werden wollten.

Die aktuellen Herausforderungen werden voraussichtlich ein Umdenken in den Handlungsfeldern des zukünftigen Quartiersmanagements erfordern. Eine verstärkte Fokussierung auf nachhaltige Maßnahmen könnte dazu beitragen, die Altstadt nicht nur temporär zu beleben, sondern langfristig attraktiv zu gestalten. Die Stadt Ebern könnte hierbei durch gezielte Maßnahmen die Wirtschaft ankurbeln und die Lebensqualität für Anwohner und Besucher erhöhen.

Die bevorstehende Ausschreibung wird entscheidend sein, um neue Impulse für das Quartiersmanagement zu gewinnen. Der Stadtrat wird in der Sitzung prüfen, welche Schwerpunkte gesetzt werden sollen, um die Aufgaben des Quartiersmanagements effektiv zu gestalten. Die Notwendigkeit, die Gestaltung der Altstadt als einen lebendigen und einladenden Raum für alle Bürgerinnen und Bürger zu fördern, steht dabei im Vordergrund.

Eberns Stadtrat steht somit vor der Aufgabe, die Weichen für die Zukunft des Quartiersmanagements zu stellen. Die Diskussion um die Fortführung und Neuausschreibung der Leistungen bietet eine Chance, die bisherigen Aktivitäten zu reflektieren und strategisch neu auszurichten. Angesichts der Bedeutung des Quartiersmanagements für die Stadtentwicklung ist es unerlässlich, dass die Bürgerinnen und Bürger in den Prozess einbezogen werden und über die Fortschritte informiert bleiben.

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