Das „Sozialportal Haßberge“ – was Senioren davon haben sollen

Symbolbild KI Mit dem Slogan „Willkommen auf dem Sozialportal Landkreis Haßberge!“ wirbt die Plattform „Sozialportal-Mainfranken.de“ um Nutzerinnen und Nutzer. Sie kündigt an, Informationen, passgenaue Hilfsangebote und Dienstleistungen aus der Region bereitzustellen. Der Anspruch ist hoch: Die Suche nach Unterstützung im Alltag solle einfach, schnell und effizient möglich sein, heißt es in der Projektbeschreibung. Ende November 2025 wurde das Angebot per Bezahlartikel in einer Haßfurter Lokalzeitung als digitaler Helfer angepriesen, der einen umfassenden Überblick über soziale und gewerbliche Dienstleister bieten könne. Die Plattform richte sich demnach an alle Generationen und wolle Orientierung im Alltag geben. Ein Blick auf die tatsächlichen Inhalte der Website wirft jedoch Fragen auf. Unter der Rubrik „Aktuelles“ [➚] findet sich als jüngster Eintrag eine Information zur Asiatischen Tigermücke – datiert auf den 8.12.25. Andere Bereiche wirken noch weniger aktuell: So führt etwa ei...

Stadtrat Ebern berät über Fortführung des Quartiersmanagements


In der kommenden Sitzung des Stadtrats Ebern am 26.9.24 steht die Fortführung des Quartiersmanagements über das Jahr 2024 hinaus auf der Tagesordnung. Ziel ist es, die freiberuflichen Leistungen, die seit dem 1.3.21 erbracht werden, neu auszuschreiben. Dies erfolgt im Rahmen einer anstehenden Ausschreibung, die die weitere Entwicklung und Belebung der Altstadt zum Ziel hat.

Das Quartiersmanagement mit Sitz im Schumacherhaus in der Ritter-von-Schmitt-Straße hat seit seiner Gründung etliche Aktionen und Veranstaltungen initiiert bzw. begleitet. Zu den wichtigsten Handlungsfeldern, die bei der Einrichtung des Quartiersmanagements definiert wurden, zählen die Wirtschaft, die Quartiersentwicklung sowie Veranstaltungen und Märkte. Hierbei ging es vor allem darum, die Angebotsqualität im Handel und der Gastronomie zu steigern, die Stadtbildqualität zu verbessern und den Freizeitwert durch diverse Events zu erhöhen.

Die ersten Jahre des Quartiersmanagements waren geprägt von Veranstaltungen. Unter anderem wurden der Eberner Bauernmarkt, der Food- und Flohmarkt sowie die Eberner Filmtage organisiert. Diese Events sorgten zwar für lebendige Momente in der Stadt, jedoch bleibt fraglich, inwieweit sie zu einer nachhaltigen Belebung der Altstadt beigetragen haben. Kritiker bemängeln, dass diese Festivitäten eher temporäre Höhepunkte darstellen und die Stadtverwaltung möglicherweise Organisationsaufgaben an das Quartiersmanagement delegiert hat.

Ein Aspekt der Diskussion im Stadtrat könnte möglicherweise auch die Informationspolitik sein. Denn die Jahresberichte des Quartiersmanagements waren bislang nicht online einsehbar, obwohl die Ergebnisse des Quartiersmanagements laut damaliger Eigenankündigung eigentlich transparent und nachvollziehbar dargestellt werden wollten.

Die aktuellen Herausforderungen werden voraussichtlich ein Umdenken in den Handlungsfeldern des zukünftigen Quartiersmanagements erfordern. Eine verstärkte Fokussierung auf nachhaltige Maßnahmen könnte dazu beitragen, die Altstadt nicht nur temporär zu beleben, sondern langfristig attraktiv zu gestalten. Die Stadt Ebern könnte hierbei durch gezielte Maßnahmen die Wirtschaft ankurbeln und die Lebensqualität für Anwohner und Besucher erhöhen.

Die bevorstehende Ausschreibung wird entscheidend sein, um neue Impulse für das Quartiersmanagement zu gewinnen. Der Stadtrat wird in der Sitzung prüfen, welche Schwerpunkte gesetzt werden sollen, um die Aufgaben des Quartiersmanagements effektiv zu gestalten. Die Notwendigkeit, die Gestaltung der Altstadt als einen lebendigen und einladenden Raum für alle Bürgerinnen und Bürger zu fördern, steht dabei im Vordergrund.

Eberns Stadtrat steht somit vor der Aufgabe, die Weichen für die Zukunft des Quartiersmanagements zu stellen. Die Diskussion um die Fortführung und Neuausschreibung der Leistungen bietet eine Chance, die bisherigen Aktivitäten zu reflektieren und strategisch neu auszurichten. Angesichts der Bedeutung des Quartiersmanagements für die Stadtentwicklung ist es unerlässlich, dass die Bürgerinnen und Bürger in den Prozess einbezogen werden und über die Fortschritte informiert bleiben.

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