Ende kleiner Kliniken: Buch erklärt Entwicklungen wie in Ebern

Symbolbild Ebern steht beispielhaft für eine Entwicklung im Gesundheitswesen, die viele Regionen betrifft: das Verschwinden kleiner Kliniken wie dem Krankenhaus Ebern, das Ende 2025 geschlossen wurde. Der Arzt und Autor Dr. med. Thomas Strohschneider [➚] setzt sich in seinem Buch „Krankenhaus im Ausverkauf“ mit den tiefgreifenden Veränderungen im Gesundheitswesen auseinander und nimmt dabei insbesondere die Situation der Krankenhäuser in den Blick. Die Lektüre liefert damit nicht nur eine allgemeine Analyse, sondern gewinnt vor Ort eine besondere Relevanz. Strohschneider, langjährig als Chefarzt in einer privatwirtschaftlich geführten Klinik tätig, schildert in seinem Buch eindrücklich, wie sich das Gesundheitswesen in den vergangenen Jahren gewandelt hat. Seine Ausführungen lassen erkennen, dass wirtschaftliche Überlegungen zunehmend an Einfluss gewinnen. Krankenhäuser seien längst nicht mehr ausschließlich Orte der medizinischen Versorgung, sondern würden immer häufiger auch als wir...

Stadtrat Ebern berät über Fortführung des Quartiersmanagements


In der kommenden Sitzung des Stadtrats Ebern am 26.9.24 steht die Fortführung des Quartiersmanagements über das Jahr 2024 hinaus auf der Tagesordnung. Ziel ist es, die freiberuflichen Leistungen, die seit dem 1.3.21 erbracht werden, neu auszuschreiben. Dies erfolgt im Rahmen einer anstehenden Ausschreibung, die die weitere Entwicklung und Belebung der Altstadt zum Ziel hat.

Das Quartiersmanagement mit Sitz im Schumacherhaus in der Ritter-von-Schmitt-Straße hat seit seiner Gründung etliche Aktionen und Veranstaltungen initiiert bzw. begleitet. Zu den wichtigsten Handlungsfeldern, die bei der Einrichtung des Quartiersmanagements definiert wurden, zählen die Wirtschaft, die Quartiersentwicklung sowie Veranstaltungen und Märkte. Hierbei ging es vor allem darum, die Angebotsqualität im Handel und der Gastronomie zu steigern, die Stadtbildqualität zu verbessern und den Freizeitwert durch diverse Events zu erhöhen.

Die ersten Jahre des Quartiersmanagements waren geprägt von Veranstaltungen. Unter anderem wurden der Eberner Bauernmarkt, der Food- und Flohmarkt sowie die Eberner Filmtage organisiert. Diese Events sorgten zwar für lebendige Momente in der Stadt, jedoch bleibt fraglich, inwieweit sie zu einer nachhaltigen Belebung der Altstadt beigetragen haben. Kritiker bemängeln, dass diese Festivitäten eher temporäre Höhepunkte darstellen und die Stadtverwaltung möglicherweise Organisationsaufgaben an das Quartiersmanagement delegiert hat.

Ein Aspekt der Diskussion im Stadtrat könnte möglicherweise auch die Informationspolitik sein. Denn die Jahresberichte des Quartiersmanagements waren bislang nicht online einsehbar, obwohl die Ergebnisse des Quartiersmanagements laut damaliger Eigenankündigung eigentlich transparent und nachvollziehbar dargestellt werden wollten.

Die aktuellen Herausforderungen werden voraussichtlich ein Umdenken in den Handlungsfeldern des zukünftigen Quartiersmanagements erfordern. Eine verstärkte Fokussierung auf nachhaltige Maßnahmen könnte dazu beitragen, die Altstadt nicht nur temporär zu beleben, sondern langfristig attraktiv zu gestalten. Die Stadt Ebern könnte hierbei durch gezielte Maßnahmen die Wirtschaft ankurbeln und die Lebensqualität für Anwohner und Besucher erhöhen.

Die bevorstehende Ausschreibung wird entscheidend sein, um neue Impulse für das Quartiersmanagement zu gewinnen. Der Stadtrat wird in der Sitzung prüfen, welche Schwerpunkte gesetzt werden sollen, um die Aufgaben des Quartiersmanagements effektiv zu gestalten. Die Notwendigkeit, die Gestaltung der Altstadt als einen lebendigen und einladenden Raum für alle Bürgerinnen und Bürger zu fördern, steht dabei im Vordergrund.

Eberns Stadtrat steht somit vor der Aufgabe, die Weichen für die Zukunft des Quartiersmanagements zu stellen. Die Diskussion um die Fortführung und Neuausschreibung der Leistungen bietet eine Chance, die bisherigen Aktivitäten zu reflektieren und strategisch neu auszurichten. Angesichts der Bedeutung des Quartiersmanagements für die Stadtentwicklung ist es unerlässlich, dass die Bürgerinnen und Bürger in den Prozess einbezogen werden und über die Fortschritte informiert bleiben.

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