Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Glosse: Weihnachtsferien – die Kunst der Langeweile

Miriam Guterland, CC0, via Wikimedia Commons
Bild (Ausschnitt, verändert): „Frohe Weihnacht Berlin S Friedrich“, Miriam Guterland , Lizenz: CC0 1.0 Universell, eingebettet via Wikimedia Commons


Weihnachten – das Fest der Freude, der Besinnung … und der unvermeidlichen Langeweile ab dem zweiten Feiertag, zumindest für Kinder. Die Geschenke sind ausgepackt, der Schokoladenvorrat geplündert, und spätestens nach dem fünften Spiel „Mensch ärgere dich nicht“ kommt der Ruf: „Mama, mir ist langweilig!“ Ein Glück, dass es in Ebern vielleicht Abhilfe gibt.

Doch halt! Die Stadtbücherei ist – wie es sich für einen Ort der Besinnlichkeit gehört – vom 23.12.24 bis zum Neujahrstag geschlossen. Wer also in letzter Minute Lesestoff für die Feiertage holen wollte, muss sich mit alten Beständen begnügen. Einziger Trost: Ab dem 2.1.25 darf wieder geschmökert werden.

Und das Hallenbad? Auch dort steht zwischen Chlorgeruch und Wasserfontänen alles still. Geschlossen an Heiligabend, Weihnachten, Silvester und Neujahr. Immerhin, an den anderen Ferientagen kann man sich ins kühle Nass stürzen – vorausgesetzt, die Schwimmflügel aus dem Christkindlpaket passen.

Was bleibt also für die geplagten Eltern? Kreativität! Oder man greift zu dem bewährten Satz: „Früher haben wir uns einfach selbst beschäftigt.“ Aber vielleicht, nur vielleicht, sind die Eberner Öffnungszeiten auch ein stiller Appell an die Kunst, Langeweile auszuhalten. Schließlich gehört das auch ein bisschen zu Weihnachten dazu.

Kommentare