Ende kleiner Kliniken: Buch erklärt Entwicklungen wie in Ebern

Symbolbild Ebern steht beispielhaft für eine Entwicklung im Gesundheitswesen, die viele Regionen betrifft: das Verschwinden kleiner Kliniken wie dem Krankenhaus Ebern, das Ende 2025 geschlossen wurde. Der Arzt und Autor Dr. med. Thomas Strohschneider [➚] setzt sich in seinem Buch „Krankenhaus im Ausverkauf“ mit den tiefgreifenden Veränderungen im Gesundheitswesen auseinander und nimmt dabei insbesondere die Situation der Krankenhäuser in den Blick. Die Lektüre liefert damit nicht nur eine allgemeine Analyse, sondern gewinnt vor Ort eine besondere Relevanz. Strohschneider, langjährig als Chefarzt in einer privatwirtschaftlich geführten Klinik tätig, schildert in seinem Buch eindrücklich, wie sich das Gesundheitswesen in den vergangenen Jahren gewandelt hat. Seine Ausführungen lassen erkennen, dass wirtschaftliche Überlegungen zunehmend an Einfluss gewinnen. Krankenhäuser seien längst nicht mehr ausschließlich Orte der medizinischen Versorgung, sondern würden immer häufiger auch als wir...

Glosse: Weihnachtsferien – die Kunst der Langeweile

Miriam Guterland, CC0, via Wikimedia Commons
Bild (Ausschnitt, verändert): „Frohe Weihnacht Berlin S Friedrich“, Miriam Guterland , Lizenz: CC0 1.0 Universell, eingebettet via Wikimedia Commons


Weihnachten – das Fest der Freude, der Besinnung … und der unvermeidlichen Langeweile ab dem zweiten Feiertag, zumindest für Kinder. Die Geschenke sind ausgepackt, der Schokoladenvorrat geplündert, und spätestens nach dem fünften Spiel „Mensch ärgere dich nicht“ kommt der Ruf: „Mama, mir ist langweilig!“ Ein Glück, dass es in Ebern vielleicht Abhilfe gibt.

Doch halt! Die Stadtbücherei ist – wie es sich für einen Ort der Besinnlichkeit gehört – vom 23.12.24 bis zum Neujahrstag geschlossen. Wer also in letzter Minute Lesestoff für die Feiertage holen wollte, muss sich mit alten Beständen begnügen. Einziger Trost: Ab dem 2.1.25 darf wieder geschmökert werden.

Und das Hallenbad? Auch dort steht zwischen Chlorgeruch und Wasserfontänen alles still. Geschlossen an Heiligabend, Weihnachten, Silvester und Neujahr. Immerhin, an den anderen Ferientagen kann man sich ins kühle Nass stürzen – vorausgesetzt, die Schwimmflügel aus dem Christkindlpaket passen.

Was bleibt also für die geplagten Eltern? Kreativität! Oder man greift zu dem bewährten Satz: „Früher haben wir uns einfach selbst beschäftigt.“ Aber vielleicht, nur vielleicht, sind die Eberner Öffnungszeiten auch ein stiller Appell an die Kunst, Langeweile auszuhalten. Schließlich gehört das auch ein bisschen zu Weihnachten dazu.

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