Ehemaliges Krankenhaus Ebern: BRK sucht Personal für Kurzzeitpflege vor dem Start

Nun ist das Rote Kreuz am Zug: Nachdem Haßberge-Landrat Wilhelm Schneider (CSU) über Jahre hinweg immer wieder die Einrichtung einer Kurzzeitpflege im Gebäude des inzwischen geschlossenen Krankenhauses Ebern angekündigt hatte, ohne dass diese tatsächlich umgesetzt wurde, übernimmt aktuell der BRK-Kreisverband Haßberge die praktische Umsetzung. Bereits vor Jahren registrierten die örtlichen Medien, dass sich die ursprünglich angekündigte Realisierung immer weiter verzögerte. Im September 2022 war an die Haßberg-Kliniken ein Förderscheck in Höhe von 1,96 Millionen Euro für die Errichtung einer Kurzzeitpflege öffentlich übergeben worden. Der Scheck wurde jedoch später wohl still zurückgegeben – ein Vorgang, der für Verwunderung sorgte. In der öffentlichen Diskussion war von einem abgetauchten Förderbescheid die Rede. Parallel dazu wurde immer wieder der Gedanke laut, die Versprechen rund um die Kurzzeitpflege seien vor allem dazu gedacht gewesen, den Widerstand gegen die Klinikschließun...

Schweinfurt im Verkehrsverbund NVM: Kritik an der Nahverkehrsreform


Es war die Entscheidung unterfränkischer Kommunalpolitiker, einen eigenen Verkehrsverbund, den NVM, ins Leben zu rufen, anstatt dem bewährten Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) beizutreten. Der VGN hätte mit seiner erprobten Struktur und einer breiten, funktionierenden Tarifpalette punkten können. Nun knirscht es beim neuen Verkehrsverbund Mainfranken, dem NVM.

So erhebt die Initiative ZUKUNFT.ödp [➚] deutliche Kritik an der aktuellen Neustrukturierung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) in Schweinfurt im Zuge des Beitritts zum Verkehrsverbund NVM ab dem 1.1.25. Neben der Einführung des neuen digitalen Ticketsystems „SWeasy“ stehen vor allem gestiegene Kosten, eine problematische Kommunikation und eine unzureichende Berücksichtigung älterer sowie analog orientierter Fahrgäste im Fokus.

Die Anpassungen führten zu erheblichen finanziellen Belastungen für die Fahrgäste. Einzelfahrten seien um 40 % teurer, während Preisvorteile nur über digitale Kanäle erreichbar sind. Für Senioren und technikferne Nutzer bedeute das System einen klaren Nachteil, da Rabatte wie beim „6er-Ticket“ ohne App nur umständlich erhältlich sind. Schüler ohne Anspruch auf eine kostenfreie Beförderung seien ebenfalls betroffen, da sie nun für jede Fahrt den vollen Preis zahlen müssten.

Auch die Innenstadt leide unter der Reform: Geänderte Linienführungen und die Verlegung von Haltestellen erschwerten die Anbindung. Besonders betroffen sei der Schweinfurter Marktplatz, den wichtige Buslinien nicht mehr bedienen. Dies dürfte negative Auswirkungen auf Geschäfte und den Wochenmarkt haben.

Die Initiative fordert eine Sondersitzung des Stadtrates Schweinfurt, um wesentliche Nachbesserungen zu erreichen. Zentrale Anliegen sind eine fairere Preisgestaltung, eine verbesserte Kommunikation und ein durchdachteres Konzept, das soziale und ökologische Aspekte berücksichtige.

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