Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Wie Privatisierung die Krankenhauslandschaft verändert

Mercedes ambulance, Rettungswache Pluwig, bild 1
Bild (Ausschnitt, verändert): „Mercedes ambulance, Rettungswache Pluwig, bild 1“, Alf van Beem , Lizenz: CC0 1.0 Universell, eingebettet via Wikimedia Commons

Infografik: Privatisierung der Krankenhäuser schreitet voran | Statista
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In Deutschland nimmt die Privatisierung der Krankenhäuser immer weiter zu, was Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung hat. Im Jahr 2023 wurden rund 17,2 Millionen Patienten in 1.874 Krankenhäusern stationär versorgt, was einen Anstieg der Behandlungsfälle um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Allerdings sank die Zahl der Krankenhäuser gleichzeitig um 19 Einrichtungen.

Besonders die freigemeinnützigen und öffentlichen Krankenhäuser sind von diesem Rückgang betroffen. Die öffentlichen Kliniken stellen mit 47 Prozent noch den größten Anteil der Krankenhausbetten, jedoch ist die Zahl der Betten in öffentlichen Einrichtungen in den letzten 20 Jahren um etwa 70.000 gesunken. Im gleichen Zeitraum haben private Krankenhäuser etwa 45.000 zusätzliche Betten bereitgestellt. Heute dominieren in Deutschland private Träger, während öffentliche Einrichtungen die geringste Rolle spielen.

Diese Entwicklung geht mit einem kontinuierlichen Rückgang der Gesamtzahl der Krankenhäuser einher. 2000 gab es noch 2.242 Einrichtungen, überwiegend freigemeinnützig oder öffentlich, während mittlerweile private Krankenhäuser den größten Teil ausmachen.

Die zunehmende Privatisierung könnte jedoch zu Schwierigkeiten führen, indem die verfassungsrechtlich garantierte Daseinsvorsorge in Frage gestellt werden könnte, die eine flächendeckende und gerechte Gesundheitsversorgung sicherstellen soll.

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