Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Stirnrunzeln: skurrile Werbestrategien im Wahlkampf

Fuß- und Radweg, kurz
Symbolbild (Ausschnitt, verändert): „Fuß- und Radweg, kurz“, YxdLe9Z4, Lizenz: CC0 1.0 Universell, eingebettet via Wikimedia Commons


Nicht nur in Zeiten zunehmender Wahlmüdigkeit greifen politische Parteien zu unkonventionellen Mitteln, um die Wählerschaft zu mobilisieren. Doch was ursprünglich als kreative Kampagne gedacht war, sorgt mitunter für Kopfschütteln. Manchmal scheint Wahlwerbung ein Schaulaufen der Skurrilitäten zu werden.

Beispiele liefert u.a. die „vegane“ Partei „V hoch 3“, die in einer Kampagne mit einem Pferdebild wirbt. Angeprangert wird damit der „Freispruch für den Chef der Pferdemetzgerei“. Auf einem anderen Plakat taucht der CDU-Vorsitzende auf: „Ein Merz im Februar wäre eine Beschleunigung des Klimawandels“, prangt es über dem Foto. Die Partei will „Tierversuche, Tiere im Zirkus und Jagd beenden“. Außerdem tritt sie für das bedingungslose Grundeinkommen ein, ist ihrer Website zu entnehmen.

Auch die Partei „die Basis“ sorgt für Erstaunen: In einem Social-Media-Beitrag sitzen drei affenartige, von künstlicher Intelligenz kreierte Geschöpfe in einem Auto. „Verbrennerverbot ist Rückschritt unseres Fortschritts“, steht da, etwas hölzern formuliert.

Nicht weniger bizarr geht die „CDU“ vor, die mit einem neu gewählten städtischen „Waldbeirat“ mittels eines KI-generierten Bildes wirbt. Würde man nachfragen, warum auf dem Plakat keine echte Menschen zu sehen seien, könnte es vielleicht lapidar heißen: „Wir wollten einfach mal schauen, ob es jemand merkt.“

„Verpacksmüll besteuern!“ – so fordert es die Partei „Die Grünen“. Na endlich, die unnötige Verpackung wird zur Rechenschaft gezogen. Moment – heißt es nicht „Verpackungsmüll“? Oder geht es hier nur darum, mit einer schlechten Wortkonstruktion Aufmerksamkeit zu erregen? Falls ja, dann bitte eine Sondersteuer auf dieses Plakat – wegen sprachlicher Umweltverschmutzung!

„Unterstütze meinen Wahlkampf mit einer Spende“, damit möchte ein „SPD“-Kandidat um die Gunst der Wählerschaft buhlen: „Ihr wisst, ich will in Berlin für Euch Politik machen“, teilt er mit. Das wirkt fast so, als würde man ein bisschen Pfand sammeln gehen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Politiker nicht noch mit einem Hut durch die Fußgängerzone zieht – wobei, das wäre wenigstens mal ein direkter Bürgerdialog.

Dieser Wahlkampf bleibt wohl in Erinnerung – wenn auch nicht unbedingt aus den richtigen Gründen. Ob skurrile Wahlwerbung ausreicht, um an der Wahlurne zu überzeugen, darf bezweifelt werden.













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