Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Stadt Ebern startet Online-Umfrage – letzte Ruhe am Losberg – warum die hohen Kosten?

Merzhausen, Naturfriedhof Usingen
Symbolbild (Ausschnitt, verändert): „Merzhausen, Naturfriedhof Usingen“, Karsten Ratzke , Lizenz: CC0 1.0 Universell, eingebettet via Wikimedia Commons


Die Stadt Ebern plant, am Losberg einen Naturfriedhof einzurichten und bittet ihre Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung. Mithilfe einer Online-Umfrage [➚] sollen die Meinungen und Bedürfnisse der Bevölkerung erfasst werden, um die Planungen entsprechend anzupassen.

Ein Arbeitskreis des Stadtrats hat ein Konzept für den „Waldfriedhof“ in einem ruhigen Waldgebiet am Losberg entwickelt. Das geplante Areal befindet sich etwa 500 Meter vom städtischen Freibad und in der Nähe des neuen Waldkindergartens. Auf rund 1,3 Hektar sind zunächst etwa 30 Grabbäume vorgesehen, die jeweils Platz für bis zu zwölf Urnengrabstellen bieten. Zusätzlich ist die Errichtung eines Aussegnungstreffpunktes sowie einiger Pkw-Stellplätze geplant. Ein Bereich für eine mögliche spätere Erweiterung des Friedhofs wird ebenfalls freigehalten.

Die Stadt betont die Bedeutung der Bürgerbeteiligung: „Ihre Teilnahme an dieser Umfrage hilft uns, den Bedarf und die Unterstützung in der Bevölkerung besser zu verstehen. Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um die Fragen zu beantworten.“ Auf Basis der Umfrageergebnisse wird der Stadtrat eine Entscheidung treffen.

Die Gebühr für einen Urnengrabplatz wird voraussichtlich rund 1.600 Euro für eine Liegezeit von zehn Jahren betragen. Für eine Reservierung vor der eigentlichen Nutzung wird eine separate Gebühr erhoben. In der Umfrage werden die Bürgerinnen und Bürger unter anderem gefragt, ob sie Interesse daran haben, einen Urnengrabplatz im geplanten Naturfriedhof zu erwerben, und ob sie bereit wären, sich ehrenamtlich an der Pflege des Friedhofs zu beteiligen.

Der Begriff „Waldfriedhof“ wird im Zusammenhang mit dem Projekt nicht ganz korrekt verwendet. Es handelt sich um einen „Naturfriedhof“, auf dem ausschließlich Urnenbestattungen möglich sind, während Waldfriedhöfe auch Sargbestattungen erlauben. Ein besonderer Punkt ist, dass der Naturfriedhof separat kalkuliert wird, während für die anderen städtischen Friedhöfe eine gemeinsame Kostenberechnung erfolgt. Die Gründe für diese Abweichung sind bislang nicht ganz klar, ebenso wie die Höhe der Gebühr von etwa 1.600 Euro. Da in einem Naturfriedhof Urnen in einem Waldstück beigesetzt werden und aufwendige Pflege wie in herkömmlichen Friedhöfen entfällt, erscheint der Preis aus einer gewissen Perspektive fraglich.

Zudem wird die Umfrage vermutlich nicht auf den Servern der Stadt Ebern, sondern wohl auf denen des Landkreises Haßberge gehostet (vgl. URL), was Fragen hinsichtlich des Datenschutzes aufwerfen könnte. In Bezug auf die ehrenamtliche Mitarbeit stellt sich die Frage, ob städtische Aufgaben wirklich von Freiwilligen übernommen werden sollten, wie es in der Vergangenheit beim Bauhof gewünscht war.

Die Stadt Ebern ermutigt die Bevölkerung, an der Umfrage teilzunehmen, um den Bedarf und die Unterstützung für den Naturfriedhof zu ermitteln. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die Entscheidungen des Stadtrats dienen.

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