Eine Luftnummer, die Eltmann retten könnte?

Symbolbild KI Das Hallenbad in Zeil ist seit 2019 dicht, der Schwimmunterricht im Landkreis eine logistische Mammutaufgabe. Während über ein 30-Millionen-Euro-Ganzjahresbad debattiert wird, schrumpfen die Schwimmfähigkeiten der Grundschüler. Dabei liegt die Lösung möglicherweise direkt vor der Haustür – genauer gesagt: im Main. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, wie die kommenden Winter für die Grundschulen in und um Eltmann aussehen werden: Statt Seepferdchen und Bronze-Abzeichen steht für die Kinder vor allem eines auf dem Lehrplan: Busfahren. Seit der Schließung des Hallenbads im benachbarten Zeil am Main herrscht im Landkreis akuter Notstand an winterlichen Wasserflächen. Die Kinder werden zu „Trockenschwimmern“. Natürlich gibt es da diesen Traum vom großen „Allianzbad“. Ein modernes Ganzjahresbad, das irgendwann am Eltmanner Freibadgelände entstehen soll. Kostenpunkt: rund 30 Millionen Euro. In Zeiten klammer kommunaler Kassen und ohne feste Zusage über staatliche Millionen...

Altweibermühle und Gaudiwurm in den Film-News: beste Momente aus Reckendorf

Toy balloons 2011 G1
Symbolbild (Ausschnitt, verändert): „Toy balloons 2011 G1“, George Chernilevsky, Lizenz: CC0 1.0 Universell (gemeinfrei), eingebettet via Wikimedia Commons


Videos: Mainfranken News


Am Sonntag, 3.3.25, zog der große Reckendorfer Faschingsumzug Tausende von Menschen an und sorgte für ausgelassene Stimmung. Trotz der kurzfristigen Absage des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder platzte der Ort aus allen Nähten – die Hauptattraktion war die legendäre Altweibermühle.

Bereits Stunden vor dem Start strömten Besucher aus allen Richtungen nach Reckendorf. Wer einen guten Platz am Straßenrand ergattern wollte, musste früh aufstehen. Die Parkplätze reichten nicht aus, so dass sich Autos bis kurz vor Baunach stauten. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, um den Verkehr zu regeln und für Sicherheit zu sorgen.

Um Punkt 14:00 Uhr setzte sich der farbenfrohe Gaudiwurm in Bewegung. Angeführt von Prinz Dufdy I. und Prinzessin Tina bahnten sich 78 Wagen und Gruppen ihren Weg durch die engen Gassen. Besonders beliebt bei den kleinen Besuchern waren die unzähligen Bonbons, die von den Teilnehmern in die Menge geworfen wurden, während die Erwachsenen mit Hochprozentigem und fränkischem Bier versorgt wurden.

Ein absolutes Highlight war die Altweibermühle, die nur alle zehn Jahre stattfindet. Dieser uralte Brauch sieht vor, dass junge Männer in Hexenkostümen von Müllersburschen eingefangen werden. Mit viel Lärm und Geschrei verschwinden sie im Mahltrichter der Mühle – und tauchen anschließend als junge Mädchen wieder auf, die mit wartenden Bräutigamen tanzen.

Auch aus der Umgebung kamen zahlreiche Gruppen angereist, darunter der Stammtisch „Gipsy Wibs“ aus Ebern. Die Reckendorfer Dorfgemeinschaft hatte ein Event auf die Beine gestellt, das Menschen aus der ganzen Region anzog. Der Andrang war so groß, dass der Bahnhof von Reckendorf kurzerhand zum Partytreffpunkt wurde, während die Abschlussparty auf dem Gelände einer Schreinerei von der Band „Florinos“ musikalisch begleitet wurde.

Wer nach dem Umzug direkt nach Hause wollte, brauchte Geduld: Bis in die Abendstunden dauerte es, bis sich der Verkehr auflöste. Doch die meisten Besucher störte das wenig – sie feierten bis in die Nacht und machten den Faschingssonntag in Reckendorf zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Kommentare