Seit 20 Jahren unterwegs zum Verkehrskonzept

Symbolbild KI Es gibt Themen in Ebern, die haben mittlerweile den Status eines kommunalpolitischen Langzeitprojekts erreicht. Sie sind immer da, wechseln gelegentlich die Überschrift, bekommen neue Arbeitskreise, Projektgruppen oder Beteiligungsformate – und kehren dennoch erstaunlich unverändert zurück. Das Verkehrsthema gehört dazu. Vielleicht sogar an die Spitze dieser besonderen Disziplin. Wer wissen möchte, wie lange man über ein Thema sprechen kann, ohne es abzuschließen, muss nicht nach Berlin oder Brüssel schauen. Ein Blick in die Eberner Stadtpolitik genügt. Dort wird seit mehr als 20 Jahren über den Verkehr diskutiert. Und zwar mit einer bemerkenswerten Ausdauer. Fast könnte man meinen, die Debatte selbst sei inzwischen Teil des Stadtbildes geworden – gleich neben Grauturm, Neptunbrunnen und Marktplatz. Nur der Naturfriedhof kommt bei der Dauer ungefähr mit Dabei ist die Idee eines Verkehrskonzepts keineswegs neu. Im Gegenteil. Wer alte Websites [➚] durchsieht, stößt schnell...

Ebern stöhnt: geballte Baustellen in der Kapellenstraße


Kaum neigt sich eine Baustelle dem Ende zu, droht bereits die nächste Vollsperrung in der Kapellenstraße. Die Händler in der Altstadt dürften erneut mit Umsatzeinbußen rechnen, denn die Sperrungen beeinträchtigen die Frequentierung dieser wichtigen Eberner Geschäftsstraße.

Seit dem 2.9.24 war das obere Stück der Kapellenstraße schon voll gesperrt, um einen privaten Hausbau im Denkmalensemble der Altstadt zu ermöglichen. Diese Maßnahme befindet sich nun auf der Zielgeraden, doch eine völlige Entspannung der Verkehrssituation bleibt aus. Am 27.3.25 verkündete Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) in der Stadtratssitzung, dass eine erneute Vollsperrung der Kapellenstraße unumgänglich sei.

Der Grund für die erneute Sperrung sei eine sanierungsbedürftige Kanalleitung auf Höhe des Trödelgeschäftes „Wühlkiste“. Die Leitung befindet sich in der Straßenmitte und macht eine Vollsperrung erforderlich. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 31.3.25, und sollen bis zum 17.4.25 andauern.

Parallel dazu wird am gleichen Tag in der oberen Kapellenstraße der Baukran vor dem Anwesen Nr. 32 abgebaut. Dadurch soll die Zufahrt über den Kreisverkehr zu den Geschäften zumindest halbseitig wieder möglich sein. Ursprünglich war geplant, die Straße an dieser Stelle ab dem 1.4.25 vollständig freizugeben. Nun bleibt wohl zumindest eine einseitige Befahrbarkeit gewährleistet. Die Sutte wird ab diesem Zeitpunkt wieder über die Bahnhofstraße zu erreichen sein.

Die aktuelle Baumaßnahme wird nicht die letzte sein: Zusätzlich zur Kanalsanierung stehen weitere Sperrungen bevor. Sowohl das Bayernwerk als auch Vodafone planen, an der Kapellenstraße zu arbeiten, es geht um die Erneuerung der Straßenbeleuchtung und um Glasfaserverlegung. Außerdem soll noch ein Gerüst vor einem Privatanwesen aufgebaut werden.

In einer Pressemitteilung weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass auch in anderen Teilen des Eberner Stadtgebietes in den kommenden Monaten mit umfangreichen Kanalsanierungsarbeiten zu rechnen ist. Diese könnten ebenfalls zu temporären oder gar vollständigen Sperrungen führen. Die Verwaltung bittet sowohl die Bevölkerung als auch die ansässigen Geschäfte um Verständnis für die notwendigen Arbeiten.

Für die Wirtschaftstreibenden in der Altstadt bedeuten die Sperrungen eine anhaltende Herausforderung. Bereits die bisherige Vollsperrung der Kapellenstraße soll für Umsatzeinbußen gesorgt haben. Nun steht ihnen eine weitere Phase der Einschränkungen bevor, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind.

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