Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Licht aus, Wirkung unklar – Ebern macht wieder bei der „Earth Hour“ mit

Earth's City Lights by DMSP, 1994-1995 (large)
Symbolbild (Ausschnitt, verändert): „Earth's City Lights by DMSP, 1994-1995 (large)“, Data: Marc Imhoff/NASA GSFC, Christopher Elvidge/NOAA NGDC; Image: Craig Mayhew and Robert Simmon/NASA GSFC, Lizenz: CC0 1.0 Universell (gemeinfrei), eingebettet via Wikimedia Commons


Am 22.3.25 ist es wieder soweit: Weltweit werden in zahlreichen Städten für eine Stunde die Lichter ausgeschaltet. Auch Ebern beteiligt sich an der sogenannten „Earth Hour“, einer Umweltkampagne, die unter dem Motto „Licht aus. Stimme an. Für einen lebendigen Planeten“ steht. Ab 20:30 Uhr wird die Beleuchtung an markanten Gebäuden der Stadt abgeschaltet – darunter das Rathaus, die Stadtpfarrkirche, das Ämtergebäude und der Grauturm. Doch was steckt nun hinter dieser Aktion, und welche Auswirkungen hat sie?

Die „Earth Hour“ wurde erstmals 2007 vom „World Wide Fund for Nature“ (WWF) ins Leben gerufen. Seither hat sich die Aktion zu einem weltweiten Ereignis entwickelt, an dem Millionen Menschen und Tausende Städte teilnehmen. Das Ziel: ein Zeichen für den Klimaschutz setzen und Bewusstsein für den Energieverbrauch schaffen.

Für viele Befürworter ist die Abschaltung eine wichtige symbolische Geste, doch Zweifler an der Aktion halten die Maßnahme für Aktionismus ohne echte Wirkung auf den Klimaschutz. Die Beleuchtung öffentlicher Gebäude in den Abendstunden ist ohnehin meist nicht von großer Bedeutung. Tatsächlich bleibt der Stromverbrauch in privaten Haushalten oder Industrieanlagen während der „Earth Hour“ nahezu unverändert.

Vielmehr werde durch die „Earth Hour“ ein negatives Bild von Elektrizität vermittelt – obwohl diese eine der bedeutendsten Errungenschaften der Menschheitsgeschichte darstellt. Die Einführung des elektrischen Lichts hat das Leben der Menschen revolutioniert. Kinder können auch nach Sonnenuntergang lernen, Menschen sind nicht mehr an das Tageslicht gebunden, und die allgemeine Lebensqualität hat sich erheblich verbessert. In Deutschland ist die Stromversorgung seit vielen Jahrzehnten flächendeckend gewährleistet, doch in vielen Teilen der Welt gibt es immer noch Regionen ohne zuverlässige Elektrizität.

Das Problem für das Klima ist nicht das elektrische Licht, sondern die Art der Stromerzeugung. CO₂-Emissionen entstehen nicht durch das Einschalten einer Lampe, sondern durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle und Öl. Wird Strom hingegen aus erneuerbaren Energien oder CO₂-speichernden Kraftwerken erzeugt, ist der Einfluss auf das Klima minimal. In diesem Zusammenhang erscheint es fragwürdig, warum eine Kampagne, die suggeriert, dass weniger Stromverbrauch automatisch besser für den Planeten sei, überhaupt notwendig ist.

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