Eine Luftnummer, die Eltmann retten könnte?

Symbolbild KI Das Hallenbad in Zeil ist seit 2019 dicht, der Schwimmunterricht im Landkreis eine logistische Mammutaufgabe. Während über ein 30-Millionen-Euro-Ganzjahresbad debattiert wird, schrumpfen die Schwimmfähigkeiten der Grundschüler. Dabei liegt die Lösung möglicherweise direkt vor der Haustür – genauer gesagt: im Main. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, wie die kommenden Winter für die Grundschulen in und um Eltmann aussehen werden: Statt Seepferdchen und Bronze-Abzeichen steht für die Kinder vor allem eines auf dem Lehrplan: Busfahren. Seit der Schließung des Hallenbads im benachbarten Zeil am Main herrscht im Landkreis akuter Notstand an winterlichen Wasserflächen. Die Kinder werden zu „Trockenschwimmern“. Natürlich gibt es da diesen Traum vom großen „Allianzbad“. Ein modernes Ganzjahresbad, das irgendwann am Eltmanner Freibadgelände entstehen soll. Kostenpunkt: rund 30 Millionen Euro. In Zeiten klammer kommunaler Kassen und ohne feste Zusage über staatliche Millionen...

Offener Brief zur Krankenhausreform: Amberger Klinikärzte fordern aktive Landespolitik in Bayern

Amberg - Busbahnhof
Symbolbild (Ausschnitt, verändert): „Amberg - Busbahnhof“, User:Mattes, Lizenz: CC0 1.0 Universell (gemeinfrei), eingebettet via Wikimedia Commons


Inmitten der aktuellen Diskussionen um die geplante Krankenhausreform haben sich die Chefärzte des Klinikums St. Marien Amberg mit einem dramatischen Appell an die politischen Entscheidungsträger in Bayern gewandt. In einem offenen Brief fordern sie eine aktive Rolle des Freistaats bei der Umsetzung der Reform, um die Krankenhausversorgung insbesondere in ländlichen Regionen langfristig zu sichern.

Die angespannte Lage der Gesundheitsversorgung ist für viele Kliniken, insbesondere in strukturschwächeren Gebieten, zunehmend existenzbedrohend. Vor dem Hintergrund steigender Betriebskosten, einer alternden Bevölkerung und des Fachkräftemangels sehen sich viele Krankenhäuser finanziell unter Druck. Die Amberger Ärzte weisen darauf hin, dass das kürzlich verabschiedete Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) auf Bundesebene erhebliche Auswirkungen auf die regionale Krankenhauslandschaft haben wird. Obwohl die Länder die Planungshoheit für die Kliniken innehaben, befürchten sie, dass ohne schnelle Unterstützung die medizinische Versorgung in der Fläche nicht aufrechterhalten werden kann.

Besonders problematisch sei die aktuelle Ausgestaltung des sogenannten „Leistungsgruppen-Groupers“. Die Zuordnung von Patienten zu den definierten Leistungsgruppen, die bestimmten Qualitätsanforderungen unterliegen, erfolge häufig nicht nach rein medizinischen Kriterien. Dies führe zu Unsicherheiten und einer zunehmenden Bürokratisierung, die den Fokus von der Patientenversorgung ablenke. Ärzte würden aus Angst vor Haftungsfragen streng nach den Vorgaben agieren, wodurch Flexibilität und individuelle Behandlungsmöglichkeiten eingeschränkt würden.

Die Amberger Klinikärzte fordern daher in ihrem Schreiben an den bayerischen Ministerpräsidenten und die Gesundheitsministerin Judith Gerlach ein Sofortprogramm in Höhe von vier Milliarden Euro. Dieses solle einen einmaligen Inflationsausgleich schaffen und die Kliniken finanziell entlasten. Darüber hinaus verlangen sie eine vollständige Kostenübernahme für notwendige bauliche Maßnahmen. Denn trotz der hohen staatlichen Förderquote von 70 bis 80 Prozent bleiben die kommunalen Träger oft auf Investitionskosten in zweistelliger Millionenhöhe sitzen – eine Belastung, die viele kleinere Träger kaum stemmen können.

Der offene Brief aus Amberg verdeutlicht, wie dringend Reformbedarf an der Krankenhausreform besteht und dass die Länder aktiv in die Umsetzung eingebunden werden müssen. Die Klinikärzte appellieren an Bund und Land, gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln, damit auch in Zukunft eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung gewährleistet bleibt.


Krankenhausreform: Dramatischer Appell der Chefärzte des Klinikums Amberg an den Freistaat

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