Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Internationaler Museumstag in Frensdorf: Malereien als Spiegel der Geschichte


Am Sonntag, 18.5.25, wird es für Kulturliebhaber und Geschichtsinteressierte wieder besonders spannend: Der „Internationale Museumstag“ steht vor der Tür – ein Tag, der Museen in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rückt. Bundesweit, auch in Franken, öffnen zahlreiche Museen ihre Türen und präsentieren sich von ihrer lebendigsten und einladendsten Seite. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf exklusive Sonderführungen, kreative Mitmachangebote und Blicke hinter die Kulissen freuen.

Der Internationale Museumstag findet jedes Jahr am dritten Sonntag im Mai statt. Ziel ist es, die Bedeutung der Museen als kulturelle Gedächtnisse unserer Gesellschaft zu unterstreichen und einem breiten Publikum näherzubringen. Das Programm reicht von lokalem Handwerk bis hin zu internationalem Kunsthandwerk, von traditionellen Maltechniken bis zur Auseinandersetzung mit weltweiten Netzwerken. Ob kleine Heimatstube oder renommiertes Museum mit internationalem Ruf – überall entstehen an diesem Tag Räume für Begegnung und Erkenntnis. Viele Einrichtungen ermöglichen freien Eintritt oder bieten eigens konzipierte Führungen und Veranstaltungen an.

Ein ganz besonderes Highlight wartet im „Bauernmuseum Bamberger Land“ [➚] in Frensdorf. Hier dreht sich alles um die beeindruckenden Schablonen- und Wandmalereien, die einst viele Bauernhäuser im Bamberger Land zierten. Diese kunstvollen Verzierungen, oft voller symbolischer Bedeutung, spiegeln nicht nur ästhetische Vorlieben wider, sondern erzählen auch Geschichten über Glauben, Gesellschaft und ländliches Leben. Kostenlose Führungen – lediglich der Eintritt von 3,50 Euro ist zu zahlen – bieten jeweils um 14:00 und 15:00 Uhr spannende Einblicke in diese Kunstform.

In Nürnberg wiederum lädt das Germanische Nationalmuseum (GNM) [➚] zum Erkunden seiner beeindruckenden Sammlungen ein. Mit 1,3 Millionen Objekten ist es das größte kulturhistorische Museum im deutschsprachigen Raum. Hier wird der Internationale Museumstag besonders eindrucksvoll gefeiert: Besucher erwartet dort zum Beispiel eine Führung durch die Ausstellung Vernetzte Welten, die sich mit der Geschichte der Globalisierung auseinandersetzt. Die Schau zeigt, wie komplexe Netzwerke zwischen Menschen, Ländern und Kulturen über Jahrhunderte hinweg entstanden und bis heute wirken. Digitale Angebote ergänzen die Präsentation und schaffen zusätzliche Zugänge zur Thematik.

Das GNM beeindruckt mit einer thematischen Bandbreite, die ihresgleichen sucht: Von steinzeitlichen Werkzeugen über wissenschaftliche Instrumente bis hin zu Kunstwerken von Dürer, Altdorfer oder Rembrandt. Auch seltene Exponate wie der „Goldkegel von Ezelsdorf“, historische Musikinstrumente, Spielzeuge, textile Alltagsgegenstände oder Objekte aus der Apotheken- und Medizingeschichte gehören zum Repertoire. So entsteht ein umfassendes Bild vom kulturellen Erbe Mitteleuropas – anschaulich, greifbar und faszinierend.

Die Vielfalt der Angebote am 18.5.25 zeigt, wie unterschiedlich die Herangehensweisen in den einzelnen Einrichtungen sein können. Während im Eberner Heimatmuseum das alltägliche Leben vergangener Zeiten im Vordergrund steht, widmet man sich in Frensdorf der ländlichen Gestaltungskunst. In Nürnberg hingegen bietet das Germanische Nationalmuseum einen global-historischen Zugang und beleuchtet die Mechanismen kultureller Verflechtung und Entwicklung. Der Internationale Museumstag 2025 ist eine Einladung an alle: zum Staunen, zum Lernen und zur aktiven Auseinandersetzung mit dem, was unsere Gesellschaft geprägt hat und weiterhin prägt.

Kommentare