Gesundheitsreform sorgt für wachsende Unruhe in unseren Regionen

Der Finanzdruck auf Kliniken nimmt weiter zu: In der jüngsten Sitzung des Kreistags im Landkreis Haßberge ist intensiv über die schwierige finanzielle Lage des Kreishaushalts gesprochen worden. Ein zentrales Thema ist dabei die wirtschaftliche Situation der Haßberg-Kliniken gewesen, die nach wie vor auf umfangreiche Unterstützung angewiesen sind. Den vorgelegten Zahlen zufolge werde zur Abdeckung des aktuellen Defizits ein Betriebskostenzuschuss von etwa 5,1 Millionen Euro erforderlich. Bereits seit mehreren Jahren arbeiten die Kliniken defizitär, weshalb der Landkreis seit 2016 regelmäßig finanzielle Hilfen leiste, die sich inzwischen auf über 30 Millionen Euro summiert hätten. Mit der Schließung des Klinikstandorts Ebern Ende 2025 hätte man versucht, die Verluste zu verringern. Ob dieser Schritt den gewünschten Effekt gebracht habe, lasse sich derzeit jedoch noch nicht abschließend beurteilen. Dass die angespannte Lage im Gesundheitswesen kein Einzelfall ist, wird auch durch die jün...

Petition zur Rettung der Haßberg-Klinik Ebern


Die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben“ in Bayern hat in einer Pressemitteilung die geplante Schließung des Krankenhauses Ebern zum Jahresende 2025 heftig kritisiert.

Mit einer neuen Petition [➚]

„Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern und Wiedereröffnung der stationären Chirurgie“

verleiht die Aktionsgruppe ihren Forderungen jetzt Nachdruck:

Schließen Sie nicht die Haßberg-Klinik Ebern. Machen Sie die Region Ebern nicht zu einer Gesundheitsregion 3. Klasse. Entwickeln Sie die Haßberg-Klinik Ebern wieder zu einem standortsicheren Allgemeinkrankenhaus mit Innerer Medizin, Chirurgie und stationärer Basisnotfallversorgung nach den Vorgaben der Krankenhausreform (KHVVG).

Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R.: „Mit dieser Petition gehen wir über den Status quo der Haßberg-Klinik Ebern deutlich hinaus. 7.995 Einwohner/innen sollen wieder langfristigen Zugang zu einem Allgemeinkrankenhaus einschließlich akutstationärer klinischer Notfallversorgung binnen 30 Fahrzeitminuten haben. Das kann im Ernstfall lebensentscheidend sein.“

Die Petition richtet sich an die kommunalen Entscheidungsträger. Sie richtet sich aber auch an die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach. Die Petition wird deshalb parallel beim Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags eingereicht.

Die Bürger im Landkreis Haßberge werden dringend gebeten:

Unterstützen Sie die Petition. Sichern Sie die langfristige stationäre klinische Versorgung in Ihrer Region!

„Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“, Pressemitteilung 4.8.25 [➚], Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R., Himmelkron, sowie sechs weitere Unterzeichner/innen

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