Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Klinische Zukunft in Ebern verlangt Erklärungen: dringender Appell an die Kreisräte des Landkreises Haßberge


Pressemitteilung der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“: Die Aktionsgruppe ist bestürzt über die mangelnde Bereitschaft der Kreisräte des Landkreises Haßberge, zur angestrebten Schließung der Haßberg-Klinik Ebern Stellung zu beziehen.

Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R.:

„Drei Antworten von 48 angeschriebenen Kreisräten zeigen ein offensichtliches Desinteresse der Kreisräte gegenüber den berechtigten Sorgen ihrer anvertrauten Bürgerinnen und Bürger. Wirtschaftliche Defizite, wie im Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern erläutert, dürfen nicht über die Schließung wohnortnaher lebensrettender klinischer Strukturen entscheiden. Vorrang hat Art. 51 der bayerischen Landkreisordnung, der den Landkreis zum Betrieb wohnortnaher Krankenhäuser verpflichtet …“

Die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ erklärt eindringlich:

1. Kein MVZ ersetzt bei lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Verletzungen ein wohnortnahes Allgemeinkrankenhaus einschließlich klinischer Notfallversorgung binnen 30 Fahrzeitminuten. Im Zweifelsfall entscheidet dies über Leben und Tod.

2. Die ergänzende Kurzzeitpflege ist offenbar noch nicht vertraglich gesichert. Als externe BRK-Einrichtung entzieht sie sich jeglicher Verfügungsgewalt des Landkreis Haßberge und kann im Fall wirtschaftlicher Defizite jederzeit wieder geschlossen werden. Dann aber stehen die Klinikstationen leer.

3. Es wurde offenbar nie versucht, einen alternativen Klinikträger zu finden, der den bedarfsnotwendigen Klinikstandort weiter betreibt. Wir verweisen hier auf das erfolgreiche Klinikmodell des Bürgerspitals Wertheim. Das insolvente und kurzzeitig geschlossene BRK-Krankenhaus wurde nach großartigem Engagement der Stadt Wertheim unter neuer Trägerschaft wieder eröffnet. Wer 7.995 Einwohnern/-innen die wohnortnahe klinische Versorgung einschließlich Notfallversorgung binnen 30 Fahrzeitminuten verweigert, der muss erklären, warum diese Alternative nie in Erwägung gezogen wurde.

4. Wer die wohnortnahe klinische Versorgung einschließlich Notfallversorgung binnen 30 Fahrzeitminuten verweigert, der muss auch erklären, auf welche Weise lebensrettende klinische Behandlungen alternativ gewährleistet werden können – und zwar zeitnah.

Wir fordern alle Kreisräte auf, zur Petition „Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern und Wiedereröffnung der stationären Chirurgie“ [➚] ihre Zustimmung oder Ablehnung schriftlich zu erklären und auch zu begründen.

Himmelkron, 9.9.25, Pressemitteilung [➚] der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“

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