Das „Sozialportal Haßberge“ – was Senioren davon haben sollen

Symbolbild KI Mit dem Slogan „Willkommen auf dem Sozialportal Landkreis Haßberge!“ wirbt die Plattform „Sozialportal-Mainfranken.de“ um Nutzerinnen und Nutzer. Sie kündigt an, Informationen, passgenaue Hilfsangebote und Dienstleistungen aus der Region bereitzustellen. Der Anspruch ist hoch: Die Suche nach Unterstützung im Alltag solle einfach, schnell und effizient möglich sein, heißt es in der Projektbeschreibung. Ende November 2025 wurde das Angebot per Bezahlartikel in einer Haßfurter Lokalzeitung als digitaler Helfer angepriesen, der einen umfassenden Überblick über soziale und gewerbliche Dienstleister bieten könne. Die Plattform richte sich demnach an alle Generationen und wolle Orientierung im Alltag geben. Ein Blick auf die tatsächlichen Inhalte der Website wirft jedoch Fragen auf. Unter der Rubrik „Aktuelles“ [➚] findet sich als jüngster Eintrag eine Information zur Asiatischen Tigermücke – datiert auf den 8.12.25. Andere Bereiche wirken noch weniger aktuell: So führt etwa ei...

Nicht alle kommunalpolitischen Möglichkeiten zur Rettung der Haßberg-Klinik Ebern ausgeschöpft



Pressemitteilung der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“:

Die Aktionsgruppe ist verwundert über die Argumentation von Landrat Wilhelm Schneider und dem Verwaltungsrat der Haßberg-Kliniken zur geplanten Schließung der Klinik in Ebern: „Statt auf Kritik einzugehen, verweisen die Verantwortlichen auf übergeordnete Ebenen, nach Berlin, auf Reformen des Gesundheitssystems, die angeblich keine andere Wahl lassen.“ Blicken wir auf unsere von Verwaltungsrat und Landrat ignorierten Prognosen im Jahr 2021, und sehen wir uns Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbachs Krankenhaus-Versorgungs-Verbesserungsgesetz an, dann ist diese Aussage scheinbar stimmig.

Nun jedoch haben wir eine neue Situation:

Das von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken initiierte Krankenhaus-Anpassungsgesetz lockert das ursprüngliche Reform-Maßnahmengerüst, indem es mehr Zeit gewährt, finanzielle Hilfen bereitstellt, ländliche Kliniken schützt, größere Flexibilität bei Leistungsanforderungen bietet und Übergangsregelungen erleichtert. Insbesondere stehen den Klinikträgern Möglichkeiten offen, Ausnahmen für die Genehmigung von Leistungsgruppen zu beantragen. Das bayerische Gesundheitsministerium kann auf Antrag entsprechende Ausnahmegenehmigungen erteilen. Außerdem wurde eine einmalige finanzielle Unterstützung von Krankenhäusern im Umfang von vier Mrd. Euro genehmigt.

Die Haßberg-Klinik Ebern ist zur Versorgung von 105.349 Einwohnern/-innen insgesamt und für 7.995 Einwohner/innen binnen 30 Fahrzeitminuten bedarfsnotwendig. Wir fordern Landrat Wilhelm Schneider, den Verwaltungsrat und die Kreisräte auf:

• Beantragen Sie vorsorglich die Leistungsgruppen Allgemeine Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie und Intensivbehandlung nach Maßgabe einer Ausnahmegenehmigung.

• Sichern Sie auf diese Weise eine wohnortnahe klinische Versorgung. Wir erwarten hierzu eine Stellungnahme in der Kreistagssitzung am 27.10.25 in Ebern.

Himmelkron, 30.8.25, Pressemitteilung [➚] der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“

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