Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Schließung der Haßberg-Klinik Ebern kommunalpolitisch beschlossen – Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach gefordert


Pressemitteilung der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“:

Mit der zweiten Begründung für die Schließung der Haßberg-Klinik Ebern haben Landrat Wilhelm Schneider und der Kreistag Haßberge am 27.10.25 Fakten geschaffen. Die Schließung der Haßberg-Klinik in Ebern zum 31.12.2025 scheint aus Sicht der Kommunalpolitiker unumkehrbar!

Die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ erklärt hierzu:

Die Schließung der Haßberg-Klinik Ebern wurde mit der Schließung der stationären Chirurgie im Jahr 2021 offensichtlich aktiv vorbereitet. Alle Warnungen vor unumkehrbarer Verringerung klinisch notwendiger Strukturen wurden in den Wind geschlagen: „Würde man, wie geplant, das Eberner Haus zu einem Zentrum für Altersmedizin umgestalten, wäre das mittelfristige Aus der Klinik vorprogrammiert.“

Die ausschließliche Begründung der Klinikschließung in Ebern im Rahmen von Kreistagssitzungen ohne Rücksprache der Besucher zeigt, wie wenig der Kreis Haßberge an einem offenen Dialog mit der Bevölkerung interessiert ist – das ist ein Schlag ins Gesicht vieler besorgter Einwohner/innen der Region Ebern.

Mit der Schließung und dem Umzug der Palliativstation in dieser Woche werden weitere Fakten geschaffen.

Wir bedauern dieses einseitige Verfahren.

Jetzt ist die Bayerische Gesundheitsministerin für Gesundheit, Prävention und Pflege, Judith Gerlach, gefordert, die wir per Einreichung unserer Petition [➚] „Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern und Wiedereröffnung der stationären Chirurgie“ über den Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags angerufen haben.

Lassen Sie die Bürger der Region Ebern nicht allein. Retten Sie den Klinikstandort Ebern in Gesprächen mit Landrat Wilhelm Schneider, dem Kreistag Haßberge und der Klinikleitung.

Hintergrund:

Im Jahr 2021 hat auch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Prävention und Pflege unter der Leitung von Klaus Holetschek die strukturgefährdende Schließung der stationären Chirurgie in Ebern trotz des damit verbundenen Ausschlusses von 7.995 Einwohner/innen von einer wohnortnahen chirurgischen Versorgung binnen 30 Fahrzeitminuten gutgeheißen.

Wir zitieren aus einem Schreiben vom 26.7.21 an unsere „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“:

„Ganz in diesem Sinne ist es für die Krankenhausträger unentbehrlich, die Standorte kontinuierlich weiterzuentwickeln und die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen.

Nach unserem Kenntnisstand plant der Krankenhausträger, im Krankenhaus Ebern eine Akutgeriatrie mit internistischem Schwerpunkt zu installieren, wohingegen in Haßfurt die Akutgeriatrie mit traumatologischem Schwerpunkt ausgebaut werden soll. Im Rahmen der Umstrukturierung soll schließlich die Fachrichtung Chirurgie am Standort Ebern aufgegeben werden, um die Operationen am Standort Haßfurt zu konzentrieren. Aus krankenhausplanerischer Sicht sind diese Schritte im Sinne einer nachhaltigen Stärkung der örtlichen Krankenhausstruktur zu begrüßen.“


Himmelkron, 31.10.25, Pressemitteilung [➚] der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“

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