Bürgermeisterwahl: Wer soll Ebern aus der Krise führen?

Am 8.3.26 wählen die Bürgerinnen und Bürger in Ebern einen neuen Bürgermeister. Zur Wahl stehen mit Jürgen Hennemann (SPD), Harald Pascher (FDP) und Isabell Zimmer (CSU) zwei Männer und eine Frau. Der Wahlkampf verläuft bislang vergleichsweise ruhig. Inhaltlich setzen die drei Kandidaten unterschiedliche Akzente, zugleich gibt es thematische Überschneidungen. Jürgen Hennemann (SPD) Jürgen Hennemann steht seit 2014 an der Spitze der Stadt und bewirbt sich erneut um das Amt. Sein Wahlkampfmotto lautet „Sozial. Fair. Kompetent.“ Auf der Internetseite der SPD erklärt er, er wolle weiterhin eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Politik im Sinne sozialdemokratischer Grundwerte gestalten. Inhaltlich spricht Hennemann unter anderem über Maßnahmen zur Klimaanpassung, etwa Regenmulden am Straßenrand, die Bäume gratis mit Wasser versorgen sollen. Zudem bringt er eine Umgestaltung der Windrad-Ruine auf dem Bretzenstein zu einem Aussichtsturm ins Gespräch. Ein Teil seiner Aussagen betrifft die kü...

Pfarrweisach: Unterschriftsliste beim Vortrag zur Zukunft der Haßberg-Klinik Ebern


In Pfarrweisach rückt die Zukunft des Krankenhauses Ebern in den Mittelpunkt: Beim Seniorentreff am 14.10.25 wird nicht nur über die drohende Schließung der Haßberg-Klinik diskutiert – auch eine Unterschriftsliste zur Unterstützung einer Petition liegt bereit.

Der Seniorentreff lädt am Dienstag, den 14.10.25, zu einem thematisch hochaktuellen Nachmittag ein. Im Mittelpunkt steht die Zukunft des Krankenhauses Ebern, das unter dem Namen „Haßberg-Klinik“ firmiert und nach derzeitigen Planungen zum Jahresende 2025 geschlossen werden soll.

Der Treffpunkt ist der Gasthof „Zum Goldenen Adler“ [➚] in der Lohrer Straße 2. Zuvor sind die Seniorinnen und Senioren bereits ab 14:00 Uhr in die Pfarrkirche eingeladen, wo ein Gottesdienst mit Krankensalbung stattfindet. Anschließend geht es ab 15:00 Uhr im Saal des Gasthofes mit Kaffee, Kuchen und vor allem mit einem Vortrag weiter. Unter dem Titel „Zukunft der Haßberg-Klinik Ebern – das Aus wohnortnaher Krankenhäuser?“ wird Klaus Emmerich, Klinikvorstand im Ruhestand und aktives Mitglied der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“, die aktuelle Situation darstellen.

Nach Angaben der Organisatoren soll das Referat die schwierigen Rahmenbedingungen beleuchten, unter denen die Haßberg-Klinik Ebern derzeit arbeitet. Emmerich will insbesondere auf die angekündigte Schließung eingehen und verdeutlichen, warum das Krankenhaus in Ebern dringend gebraucht wird. Betont werden soll vor allem die Bedeutung für schnelle, lebensrettende Eingriffe in Notfällen. Daneben werden auch die Folgen einer möglichen Schließung sowie Chancen und Ansätze für den Erhalt diskutiert.

Die geplante Veranstaltung richtet sich nicht nur an die ältere Generation, sondern ausdrücklich an alle Bürgerinnen und Bürger. Eine rege Beteiligung sei erwünscht, betonen die Pfarrweisacher Seniorenleiter, die das Treffen organisiert haben. Sie verweisen darauf, dass parallel zur Diskussion eine Unterschriftenliste ausliegt, mit der die Petition „Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern und Wiedereröffnung der stationären Chirurgie“ [➚] unterstützt werden kann.

Die Debatte um die Zukunft des Krankenhauses bewegt die Region seit Monaten. Der Standort in Ebern gilt als ein zentraler Bestandteil der medizinischen Grundversorgung im Altlandkreis Ebern und darüber hinaus. Mit dem drohenden Aus wäre ein weiterer Baustein wohnortnaher Klinikversorgung in Bayern gefährdet. Die Aktionsgruppe, in der auch Klaus Emmerich aktiv ist, warnt seit Langem davor, dass kleinere Häuser in ländlichen Gebieten durch wirtschaftlichen Druck und politische Entscheidungen ins Abseits geraten.

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