Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Pfarrweisach: Unterschriftsliste beim Vortrag zur Zukunft der Haßberg-Klinik Ebern


In Pfarrweisach rückt die Zukunft des Krankenhauses Ebern in den Mittelpunkt: Beim Seniorentreff am 14.10.25 wird nicht nur über die drohende Schließung der Haßberg-Klinik diskutiert – auch eine Unterschriftsliste zur Unterstützung einer Petition liegt bereit.

Der Seniorentreff lädt am Dienstag, den 14.10.25, zu einem thematisch hochaktuellen Nachmittag ein. Im Mittelpunkt steht die Zukunft des Krankenhauses Ebern, das unter dem Namen „Haßberg-Klinik“ firmiert und nach derzeitigen Planungen zum Jahresende 2025 geschlossen werden soll.

Der Treffpunkt ist der Gasthof „Zum Goldenen Adler“ [➚] in der Lohrer Straße 2. Zuvor sind die Seniorinnen und Senioren bereits ab 14:00 Uhr in die Pfarrkirche eingeladen, wo ein Gottesdienst mit Krankensalbung stattfindet. Anschließend geht es ab 15:00 Uhr im Saal des Gasthofes mit Kaffee, Kuchen und vor allem mit einem Vortrag weiter. Unter dem Titel „Zukunft der Haßberg-Klinik Ebern – das Aus wohnortnaher Krankenhäuser?“ wird Klaus Emmerich, Klinikvorstand im Ruhestand und aktives Mitglied der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“, die aktuelle Situation darstellen.

Nach Angaben der Organisatoren soll das Referat die schwierigen Rahmenbedingungen beleuchten, unter denen die Haßberg-Klinik Ebern derzeit arbeitet. Emmerich will insbesondere auf die angekündigte Schließung eingehen und verdeutlichen, warum das Krankenhaus in Ebern dringend gebraucht wird. Betont werden soll vor allem die Bedeutung für schnelle, lebensrettende Eingriffe in Notfällen. Daneben werden auch die Folgen einer möglichen Schließung sowie Chancen und Ansätze für den Erhalt diskutiert.

Die geplante Veranstaltung richtet sich nicht nur an die ältere Generation, sondern ausdrücklich an alle Bürgerinnen und Bürger. Eine rege Beteiligung sei erwünscht, betonen die Pfarrweisacher Seniorenleiter, die das Treffen organisiert haben. Sie verweisen darauf, dass parallel zur Diskussion eine Unterschriftenliste ausliegt, mit der die Petition „Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern und Wiedereröffnung der stationären Chirurgie“ [➚] unterstützt werden kann.

Die Debatte um die Zukunft des Krankenhauses bewegt die Region seit Monaten. Der Standort in Ebern gilt als ein zentraler Bestandteil der medizinischen Grundversorgung im Altlandkreis Ebern und darüber hinaus. Mit dem drohenden Aus wäre ein weiterer Baustein wohnortnaher Klinikversorgung in Bayern gefährdet. Die Aktionsgruppe, in der auch Klaus Emmerich aktiv ist, warnt seit Langem davor, dass kleinere Häuser in ländlichen Gebieten durch wirtschaftlichen Druck und politische Entscheidungen ins Abseits geraten.

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