Das Osterwunder und die Glocken von St. Laurentius

Es war in den 1860er-Jahren. In der Karwoche herrschte in den engen Gassen von Ebern eine andächtige, fast unheimliche Stille. Für die kleine Lotte war der Karfreitag der traurigste Tag des Jahres. Denn pünktlich zum Gloria am Gründonnerstag waren die Glocken der Stadtpfarrkirche St. Laurentius verstummt. „Mutter, wo sind die Glocken hin?“, fragte Lotte jedes Jahr aufs Neue. Und die Mutter antwortete stets mit dem alten Glauben: „Sie sind nach Rom geflogen, Lotte, um dort den Ostersegen zu holen. Aber hab Geduld, in der Osternacht kehren sie zurück und bringen die Ostereier mit!“ Da die Glocken nicht läuten durften, um die Gläubigen zur Kirche zu rufen, zogen die Eberner Buben mit hölzernen Ratschen und Klappern durch die Straßen. Ihr lautes „Ratsch, ratsch, zum englischen Gruß!“ hallte vom Grauturm bis hinunter zur Spitalkirche. Am Karsamstag hielt es Lotte vor Aufregung kaum aus. Doch dieses Jahr war der Frühling streng. Ein eisiger Ostwind fegte durch den Baunachgrund, und die Erwac...

Haßberg-Klinik: Ausschuss des Bayerischen Landtags korrigiert Eberner Klinik-Aus nicht


Pressemitteilung der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“:

Wie die Aktionsgruppe aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, hat der bayerische Gesundheitsausschuss die Entscheidung des Kreistags Haßberge bestätigt, die Klinik in Ebern zum 31.12.25 zu schließen.

Mit großer Mehrheit stimmte der Ausschuss dem Argument zu, man dürfe dem Krankenhausträger in seiner Entscheidung nicht herein reden. Damit wurde die Petition „Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern und Wiedereröffnung der stationären Chirurgie“ [➚] sowohl im Kreistag des Landkreises Haßberge als auch im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags abgelehnt.

Wir erklären hierzu:

Dies ist ein Schlag ins Gesicht der Bevölkerung und insbesondere der ca. 2.400 Petitionsunterzeichnerinnen und -unterzeichner.

Die Entscheidung weniger Kommunal- und Landespolitiker führt dazu, dass 7.995 Einwohner/innen von einer wohnortnahen stationären Versorgung binnen 30 Fahrzeitminuten komplett ausgeschlossen werden.

Die Region Ebern wird zur Gesundheitsregion dritter Klasse.

Die Verantwortung hierfür tragen der Landkreis Haßberge und der Bayerische Landtag. Die Verlierer sind die Menschen der Region, mit denen nie ein gleichberechtigter Dialog zur geplanten Schließung des Krankenhauses geführt wurde. Wir bedauern dieses einseitige Verfahren.

Himmelkron, 11.11.25, Pressemitteilung [➚] der „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“

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