Ehemaliges Krankenhaus Ebern: BRK sucht Personal für Kurzzeitpflege vor dem Start

Nun ist das Rote Kreuz am Zug: Nachdem Haßberge-Landrat Wilhelm Schneider (CSU) über Jahre hinweg immer wieder die Einrichtung einer Kurzzeitpflege im Gebäude des inzwischen geschlossenen Krankenhauses Ebern angekündigt hatte, ohne dass diese tatsächlich umgesetzt wurde, übernimmt aktuell der BRK-Kreisverband Haßberge die praktische Umsetzung. Bereits vor Jahren registrierten die örtlichen Medien, dass sich die ursprünglich angekündigte Realisierung immer weiter verzögerte. Im September 2022 war an die Haßberg-Kliniken ein Förderscheck in Höhe von 1,96 Millionen Euro für die Errichtung einer Kurzzeitpflege öffentlich übergeben worden. Der Scheck wurde jedoch später wohl still zurückgegeben – ein Vorgang, der für Verwunderung sorgte. In der öffentlichen Diskussion war von einem abgetauchten Förderbescheid die Rede. Parallel dazu wurde immer wieder der Gedanke laut, die Versprechen rund um die Kurzzeitpflege seien vor allem dazu gedacht gewesen, den Widerstand gegen die Klinikschließun...

Unterfranken wird 2025 trauriger Spitzenreiter beim Kliniksterben in Bayern


Pressemitteilung: Unterfranken wird 2025 Spitzenreiter bei bayerischen Klinikschließungen! Darauf macht die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ aufmerksam. Bis zum 31.12.25 wird es in Bayern 5 Komplettschließungen und 3 Teilschließungen im Jahr 2025 geben. Damit trägt Unterfranken 60 % der bayerischen Klinikschließungen 2025.

Die Entwicklung ist dramatisch und steht für eine Gefährdung der wohnortnahen stationären klinischen Versorgung. Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R.: „Nehmen wir das Beispiel Ebern! Mit der Komplettschließung dieses Klinikstandorts zum 31.12.25 werden 7.995 Einwohnerinnen und Einwohner kein Allgemeinkrankenhaus mit stationärer Notfallversorgung binnen 30 Fahrzeitminuten mehr erreichen. Das kann bei lebensbedrohlichen Erkrankungen lebensentscheidend sein. Leider ist vom Bayerischen Ministerium für Gesundheit, Prävention und Pflege keine oder nur begrenzte Unterstützung zum Erhalt bayerischer Krankenhäuser zu erwarten. Die Entscheidung des Klinikträgers wird ggf. akzeptiert und gestützt.“

Die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ ruft die Bevölkerung auf, sich aktiv gegen die Schließung wohnortnaher Krankenhäuser einzusetzen.

Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R.: „Das Bürgerspital Wertheim nahe der bayerischen Grenze und das Krankenhaus St. Josef (Schweinfurt) sind lobende Beispiele, dafür, dass Widerstand sich lohnt. Beide Krankenhäuser waren akut bedroht bzw. bereits geschlossen. Wir danken allen Aktiven, die zum Erhalt bzw. zur Wiedereröffnung dieser Krankenhäuser beigetragen haben.“

Für eine flächendeckende wohnortnahe klinische Versorgung in Unterfranken!

Himmelkron, 28.12.25, „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“

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