Von Ebern bis Coburg: Regionale Tageszeitungen verlieren weiter Leser/innen

Die hiesigen Tageszeitungen haben im 1. Quartal 2026 erneut an verkaufter Auflage verloren. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen IVW-Zahlen [➚] mit dem 1. Quartal des Vorjahres. Betroffen sind alle untersuchten Titel. Wie stark die Rückgänge ausfallen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Aus regionaler Sicht lohnt sich dabei vor allem der Blick auf die drei Zeitungen, die im Landkreis Haßberge vertreten sind. Der Fränkische Tag erscheint im Landkreis mit seiner Ausgabe E, u.a. für Ebern, Eltmann und Zeil am Main. Hinzu kommt die Neue Presse, die seit 2024 nicht mehr mit einer eigenen Haßberge-Ausgabe auf dem Markt ist. Stattdessen erscheint eine gemeinsame Ausgabe „Coburg/Haßberge“. Erweitert wird das Angebot durch die „Main-Post Haßberge“. Deren gedruckte Ausgabe trägt je nach Verbreitungsgebiet die Kopftitel „Haßfurter Tagblatt“ oder „Bote vom Haßgau“ (Bereich Hofheim i.Ufr.). Inhaltlich unterscheiden sich beide Ausgaben jedoch nicht. Im Internet wird das Angebot ausschließlich...

Unterfranken wird 2025 trauriger Spitzenreiter beim Kliniksterben in Bayern


Pressemitteilung: Unterfranken wird 2025 Spitzenreiter bei bayerischen Klinikschließungen! Darauf macht die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ aufmerksam. Bis zum 31.12.25 wird es in Bayern 5 Komplettschließungen und 3 Teilschließungen im Jahr 2025 geben. Damit trägt Unterfranken 60 % der bayerischen Klinikschließungen 2025.

Die Entwicklung ist dramatisch und steht für eine Gefährdung der wohnortnahen stationären klinischen Versorgung. Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R.: „Nehmen wir das Beispiel Ebern! Mit der Komplettschließung dieses Klinikstandorts zum 31.12.25 werden 7.995 Einwohnerinnen und Einwohner kein Allgemeinkrankenhaus mit stationärer Notfallversorgung binnen 30 Fahrzeitminuten mehr erreichen. Das kann bei lebensbedrohlichen Erkrankungen lebensentscheidend sein. Leider ist vom Bayerischen Ministerium für Gesundheit, Prävention und Pflege keine oder nur begrenzte Unterstützung zum Erhalt bayerischer Krankenhäuser zu erwarten. Die Entscheidung des Klinikträgers wird ggf. akzeptiert und gestützt.“

Die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ ruft die Bevölkerung auf, sich aktiv gegen die Schließung wohnortnaher Krankenhäuser einzusetzen.

Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R.: „Das Bürgerspital Wertheim nahe der bayerischen Grenze und das Krankenhaus St. Josef (Schweinfurt) sind lobende Beispiele, dafür, dass Widerstand sich lohnt. Beide Krankenhäuser waren akut bedroht bzw. bereits geschlossen. Wir danken allen Aktiven, die zum Erhalt bzw. zur Wiedereröffnung dieser Krankenhäuser beigetragen haben.“

Für eine flächendeckende wohnortnahe klinische Versorgung in Unterfranken!

Himmelkron, 28.12.25, „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“

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