Jugendbeteiligung in Ebern: Warum nicht nach Baunacher Vorbild?

Symbolbild KI Ein Jugendrat soll junge Menschen stärker in die Kommunalpolitik einbinden. Doch während in Ebern zunächst ein Konzept mit benannten und von Schulen entsandten Jugendlichen vorgesehen ist, setzt die Nachbarstadt Baunach bereits seit Jahren auf ein gewähltes Jugendparlament. Ebern möchte jungen Menschen mehr Möglichkeiten geben, sich in die kommunale Politik einzubringen. Wie aus dem Mitteilungsblatt [➚] der Verwaltungsgemeinschaft Ebern vom 16.10.26 hervorgeht, ist im Rahmen des Projekts „Jugend entscheidet“ der Hertie-Stiftung ein Konzept für die Beteiligung Jugendlicher an kommunalen Prozessen entstanden. Rund 400 Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren sollen demnach eingeladen werden, ihre Vorstellungen für die Zukunft der Stadt einzubringen. Geplant ist eine Zukunftswerkstatt, aus der ein Jugend- und Zukunftsrat hervorgehen könnte. Doch bei der konkreten Ausgestaltung stellt sich eine grundlegende Frage: Warum setzt Ebern nicht auf ein demokratisch gewähltes Gremi...

Die Veste Heldburg feiert ihren prägenden Herzog


Auf der Veste Heldburg steht ein Jubiläum im Mittelpunkt: Zum 200. Geburtstag von Georg II. von Sachsen-Meiningen widmet das Deutsche Burgenmuseum dem sogenannten „Theaterherzog“ eine umfangreiche Sonderausstellung. Unter dem Titel „Herzog – Bauherr – Künstler. Georg II. von Sachsen-Meiningen und die Veste Heldburg“ wird seit dem 1.3.26 das Leben und Wirken des Herzogs beleuchtet. Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung noch bis zum 3.1.27 erleben.

Im Zentrum steht die besondere Verbindung zwischen dem Herzog und der Veste Heldburg. Ab dem Jahr 1874 ließ Georg II. die Anlage umfassend instand setzen und umbauen. Diese Maßnahmen prägten das Erscheinungsbild der Burg bis heute. Nach Darstellung der Ausstellung seien nicht nur die äußere Gestalt der Veste, sondern auch die Innenräume sowie die umgebenden Gartenanlagen nach den sehr detaillierten Vorstellungen des Herzogs gestaltet worden.

Die Präsentation zeichnet nach, wie stark sich Georg II. persönlich in das Bauprojekt einbrachte. Anhand von Architektur, erhaltenen Ausstattungsstücken, historischen Dokumenten und interaktiven Stationen wird deutlich, wie eng der Herzog die Planungen begleitete. Auch seine Frau Helene Freifrau von Heldburg – bekannt als die frühere Schauspielerin Ellen Franz – spielte dabei eine wichtige Rolle. Die Ausstellung ordnet das Bauprojekt zugleich in die kulturellen und gesellschaftlichen Strömungen der Zeit ein und zeigt, welche Künstler, Baumeister, Theoretiker und Firmen an der Umsetzung beteiligt waren.

Dabei rückt auch eine weniger bekannte Seite des Herzogs in den Blick: Georg II. galt nicht nur als Förderer der Künste, sondern war selbst künstlerisch tätig und ein talentierter Zeichner. An diese kreative Ader knüpft das Deutsche Burgenmuseum mit einer besonderen Aktion an. Parallel zur Ausstellung ruft das Museum zu einem Kunstwettbewerb unter dem Motto „Kunst für den Herzog!“ auf.

Teilnehmen können Hobbykünstlerinnen und Hobbykünstler aller Altersgruppen. Inhaltlich sollen sich die eingereichten Werke mit Georg II. oder der Veste Heldburg beschäftigen. Die Form bleibt den Teilnehmern überlassen – von Zeichnungen und Malereien über Collagen und Fotografien bis hin zu anderen kreativen Ausdrucksformen ist vieles möglich. Inspiration könnten etwa die Architektur der Burg, historische Persönlichkeiten oder persönliche Eindrücke von der Anlage liefern.

Die eingesandten Arbeiten werden – nach einer möglichen Vorauswahl – ebenfalls in den Räumen der Veste Heldburg präsentiert. Museumsbesucherinnen und -besucher können dort ihre Favoriten wählen. Der Abstimmungszeitraum läuft vom 30.5.26 bis zum 30.8.26. Anschließend werden die drei beliebtesten Werke ermittelt.

Für die Gewinnerinnen und Gewinner ist eine besondere Auszeichnung vorgesehen: Ihre Motive sollen als Postkarten im Burgshop erhältlich sein. Darüber hinaus erhalten sie jeweils ein frei wählbares Geschenk aus dem Museumsshop im Wert von 25 Euro.

Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 23.5.26. Die Beiträge sollen möglichst im Original per Post an das Deutsche Burgenmuseum auf der Veste Heldburg geschickt oder persönlich abgegeben werden. Die Werke dürfen das Format DIN A2 nicht überschreiten und sollten so gestaltet sein, dass sie sich in gängigen Bilderrahmen präsentieren lassen.

Die Ausstellung der eingereichten Arbeiten beginnt am 30.5.26 und läuft – wie auch die Sonderausstellung über Georg II. – bis zum 3.1.27. In der ersten Septemberwoche sollen schließlich die Gewinnerinnen und Gewinner bekanntgegeben werden. Weitere Informationen zum Wettbewerb stellt das Deutsche Burgenmuseum auf seiner Website [➚] bereit.

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