Am Dienstag, 12.5.26, gastiert das Theater Schloss Maßbach mit einer pointierten Komödie im Valeo-Saal in Ebern. Auf dem Spielplan steht „Nein zum Geld!“ der französischen Autorin Flavia Coste, eine zeitgenössische Konversationskomödie, die sich mit viel Wortwitz und Spielfreude einem Thema widmet, das angesichts wirtschaftlicher Entwicklungen besonders präsent ist: dem Wert des Geldes im Leben.
Im Zentrum der Handlung steht Richard, der bei einem gemeinsamen Abendessen eine überraschende Nachricht verkündet. Gegenüber seiner Frau, seiner Mutter und seinem besten Freund erklärt er, er habe mehrere Millionen im Lotto gewonnen. Die anfängliche Begeisterung schlägt jedoch rasch in Irritation um, als er mitteilt, den Gewinn bewusst nicht anzunehmen. Wie es heißt, vertrete er die Überzeugung, dass Geld nicht glücklich mache – eine Haltung, die bei seinen Gästen auf wenig Verständnis stößt.
Die Situation eskaliert zunehmend, so dass sich aus der geselligen Runde ein hitziger Schlagabtausch entwickelt. Unterschiedliche Vorstellungen, Wünsche und Erwartungen prallen aufeinander, während die Beteiligten versuchen, Richard umzustimmen. Dabei werden unausgesprochene Konflikte sichtbar, und die Diskussion über materielle Werte gewinnt an Schärfe. Die Handlung nimmt dabei immer wieder überraschende Wendungen.
Das Stück, aus dem Französischen von Michael Raab übertragen, verbindet klare Dramaturgie mit pointierten Dialogen und zugespitzten Szenen. Unter der Regie von Augustinus von Loë entfaltet sich eine Gesellschaftssatire, die humorvoll und zugleich kritisch beleuchtet, welchen Stellenwert Geld in zwischenmenschlichen Beziehungen einnimmt. Die Inszenierung setzt auf lebendige Figurenkonstellationen und intensive Streitgespräche, die sowohl unterhalten als auch zum Nachdenken anregen.
Beginn der Aufführung ist um 19:30 Uhr, Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Mit dieser Produktion bringt das Theater Schloss Maßbach eine ebenso unterhaltsame wie aktuelle Komödie auf die Bühne, die das Publikum mit einer ebenso einfachen wie provokanten Frage konfrontiert: Wie viel ist genug?

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