Ein neuer Weg durch die Vergangenheit: Wandern zwischen Autenhausen und Ebern

Symbolbild KI Zwischen Autenhausen und Ebern erstreckt sich mit dem sogenannten Paradiesweg [➚] ein neuer Wanderweg, der Naturerlebnis und regionale Geschichte eng miteinander verknüpft. Die Route folgt den Spuren jüdischen Lebens in der Region und verbindet insbesondere die historischen Friedhöfe beider Orte. Ihren Namen verdankt die Strecke einem Flurstück bei Ebern, auf dem sich der dortige jüdische Friedhof befindet. Dieser wurde bereits nach einem Stadtbrand im Jahr 1430 angelegt und später von der jüdischen Gemeinde erworben. Eingebettet in eine waldreiche Umgebung und umgeben von blühenden Pflanzen wie Akelei und Nadelkissenblumen entfaltet der Ort vor allem in den warmen Monaten eine eindrucksvolle Atmosphäre. Die Grabsteine auf dem Eberner Friedhof gelten als außergewöhnlich detailreich. Ihre Inschriften, die im Heimatmuseum in deutscher Übersetzung zugänglich sind, geben Einblicke in die Lebensgeschichten der Verstorbenen und spiegeln zugleich die kulturelle Prägung der Regi...

Kompakt aktuell vom 21.4.26


Kurz, knapp und aktuell – Wissenswertes aus der Region rund um Ebern




Kompakt aktuell
Landkreis Haßberge
Regionalwerk Haßberge tritt in hart umkämpften Markt ein
Das Regionalwerk Haßberge ist seit Kurzem mit einer eigenen Website präsent, bleibt aber hinter seinen ursprünglichen Ambitionen zurück. Statt wie geplant bereits 2025 einen eigenen Stromtarif anzubieten, fungiert die Plattform derzeit vor allem als Vermittlungsstelle: Interessenten werden an bestehende Anbieter wie das Stadtwerk Haßfurt, die Stadtwerke Zeil am Main oder die ÜZ Mainfranken weitergeleitet. Der Ansatz ist ausdrücklich kooperativ angelegt, ein eigenständiger operativer Auftritt als Energieversorger steht bislang nicht im Vordergrund. Parallel deutet sich jedoch eine strukturelle Weiterentwicklung an: Mit der neu gegründeten „rw Haßberge Vertriebs-GmbH“ könnte künftig der Vertrieb gebündelt werden, etwa durch die geplante Übernahme bestehender Lieferverträge ab 2027.

Für Verbraucher im Landkreis ändert sich kurzfristig wenig. Die Grundversorgung bleibt bei etablierten Anbietern wie der E.ON Energie Deutschland GmbH oder den lokalen Stadtwerken, das Regionalwerk tritt hier bislang nicht in Erscheinung. Gleichzeitig zeigt ein Preisvergleich deutliche Unterschiede: Regionale Tarife liegen aktuell spürbar über günstigeren Angeboten großer Versorger – in einem Beispiel um rund 200 bis 250 Euro jährlich. Zudem relativiert sich der Mehrwert regionaler oder „grüner“ Tarife teilweise: Physikalisch stammt der Strom stets aus dem gleichen Netz, und der Einfluss einzelner Tarifentscheidungen auf den Ausbau erneuerbarer Energien gilt als begrenzt, da politische Vorgaben den Rahmen bereits setzen.

Das Projekt selbst ist finanziell und politisch ambitioniert: Alle Kommunen im Landkreis beteiligen sich, insgesamt wurden rund 1,16 Millionen Euro eingebracht. Ziel ist eine stärkere regionale „Wertschöpfung“ und der Ausbau erneuerbarer Energien. In der Praxis zeigt sich jedoch eine Lücke zwischen Anspruch und Umsetzung. Der Strommarkt ist wettbewerbsintensiv, Investitionen sind hoch, und andere Regionen haben mit ähnlichen Modellen bereits Schwierigkeiten gemacht. Im Landkreis Haßberge hält man dennoch am Konzept fest. Ob aus der bisherigen Struktur – geprägt von Kooperationen und organisatorischem Aufbau – ein wirtschaftlich tragfähiger Energieversorger entsteht, bleibt eine offene Frage.
Landkreis Haßberge
Deutlicher Rückgang: Geburtenzahlen in Haßfurt rückläufig
Das Jahr 2023 markierte für die Geburtsstation in Haßfurt einen Höchststand: Insgesamt 480 Kinder wurden dort geboren. Die Zahl unterstreicht die Bedeutung der Einrichtung für die geburtshilfliche Versorgung im Landkreis Haßberge. Bereits im darauffolgenden Jahr zeigte sich jedoch ein deutlicher Rückgang. 2024 wurden noch 366 Neugeborene registriert – ein Minus, das sich in den aktuellen Zahlen weiter fortsetzt.

Im Jahr 2025 kamen in den Haßberg-Kliniken 347 Kinder zur Welt. Die Geschlechterverteilung im Jahr 2025 war dabei nahezu ausgeglichen: 167 Mädchen standen 180 Jungen gegenüber. Alle Geburten fanden im Krankenhaus Haßfurt statt. Die Entwicklung spiegelt damit einen übergeordneten Trend sinkender Geburtenzahlen wider, wie er auch in anderen Regionen zu beobachten ist.

Kommentare