Von der Kläranlage bis zur Freibadgaststätte: Umfangreiches Programm für den Stadtrat

Der Stadtrat Ebern kommt am Donnerstag, 11.6.26, um 18:00 Uhr zu seiner nächsten öffentlichen Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen Infrastrukturmaßnahmen, Auftragsvergaben für kommunale Einrichtungen, ein Bauantrag sowie eine Ehrung im Bereich Heimatpflege und Gästeführung. Zu Beginn befassen sich die Ratsmitglieder mit formalen Angelegenheiten. Vorgesehen ist die Genehmigung der Niederschriften aus den öffentlichen Teilen der Sitzungen vom 29.4. und 12.5.26. Einen Schwerpunkt bilden Vorhaben an der Kläranlage Ebern. Die Stadt will die Sanierung und Verbesserung der Anlage voranbringen und dazu zwei Nachträge zur Betonsanierung behandeln. Einer betrifft Arbeiten am Mittelbauwerk, ein weiterer die Beckenfliesen. Auch das Kanalnetz steht im Fokus. Für die Abwasseranlage Ebern sollen Aufträge zur Kanalreinigung und optischen Inspektion im siebten Abschnitt vergeben werden. Betroffen sind die Ortsteile Höchstädten, Frickendorf und Brünn. Ziel ist die Erstellung eines qualifizierte...

Falsch befüllte Biotonnen sollen künftig stehen bleiben


Im Landkreis sollen falsch befüllte Biotonnen künftig nicht mehr automatisch geleert werden. Stattdessen plant der Landkreis Haßberge strengere Kontrollen direkt bei der Abholung, basierend auf einer Empfehlung des Umwelt- und Werkausschusses an den Kreistag. Hintergrund ist, dass Bioabfälle einen großen Anteil am Müllaufkommen ausmachen und in Mariaburghausen zu Kompost verarbeitet werden, der in Landwirtschaft und privaten Gärten genutzt wird. Voraussetzung dafür ist jedoch eine möglichst geringe Verunreinigung der Abfälle.

In der Praxis kommt es immer wieder zu Fehlbefüllungen, etwa durch Kunststoffe, Glas, Metalle oder Verpackungen. Besonders problematisch ist Plastik, da es sich im Verarbeitungsprozess zersetzen und als Mikroplastik im Kompost verbleiben kann. Gleichzeitig verschärfen gesetzliche Vorgaben die Anforderungen: Überschreitet der Anteil an Fremdstoffen bestimmte Grenzwerte, kann die Annahme der Bioabfälle verweigert werden.

Ab dem 1.7.26 soll deshalb das Kontrollsystem „Deep Scan“ eingesetzt werden, das den Tonneninhalt in Echtzeit überprüft und bei Verunreinigungen die Leerung stoppt. Die erfassten Daten ermöglichen zudem eine Zuordnung zu einzelnen Grundstücken. Für Bürger bedeutet dies, dass sie falsch befüllte Tonnen nachsortieren oder den Inhalt kostenpflichtig über den Restmüll entsorgen müssen. Parallel setzt der Landkreis auf verstärkte Information, um die Mülltrennung zu verbessern und die Qualität der Bioabfälle langfristig zu sichern.


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