Jugendbeteiligung in Ebern: Warum nicht nach Baunacher Vorbild?

Symbolbild KI Ein Jugendrat soll junge Menschen stärker in die Kommunalpolitik einbinden. Doch während in Ebern zunächst ein Konzept mit benannten und von Schulen entsandten Jugendlichen vorgesehen ist, setzt die Nachbarstadt Baunach bereits seit Jahren auf ein gewähltes Jugendparlament. Ebern möchte jungen Menschen mehr Möglichkeiten geben, sich in die kommunale Politik einzubringen. Wie aus dem Mitteilungsblatt [➚] der Verwaltungsgemeinschaft Ebern vom 16.10.26 hervorgeht, ist im Rahmen des Projekts „Jugend entscheidet“ der Hertie-Stiftung ein Konzept für die Beteiligung Jugendlicher an kommunalen Prozessen entstanden. Rund 400 Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren sollen demnach eingeladen werden, ihre Vorstellungen für die Zukunft der Stadt einzubringen. Geplant ist eine Zukunftswerkstatt, aus der ein Jugend- und Zukunftsrat hervorgehen könnte. Doch bei der konkreten Ausgestaltung stellt sich eine grundlegende Frage: Warum setzt Ebern nicht auf ein demokratisch gewähltes Gremi...

Falsch befüllte Biotonnen sollen künftig stehen bleiben


Im Landkreis sollen falsch befüllte Biotonnen künftig nicht mehr automatisch geleert werden. Stattdessen plant der Landkreis Haßberge strengere Kontrollen direkt bei der Abholung, basierend auf einer Empfehlung des Umwelt- und Werkausschusses an den Kreistag. Hintergrund ist, dass Bioabfälle einen großen Anteil am Müllaufkommen ausmachen und in Mariaburghausen zu Kompost verarbeitet werden, der in Landwirtschaft und privaten Gärten genutzt wird. Voraussetzung dafür ist jedoch eine möglichst geringe Verunreinigung der Abfälle.

In der Praxis kommt es immer wieder zu Fehlbefüllungen, etwa durch Kunststoffe, Glas, Metalle oder Verpackungen. Besonders problematisch ist Plastik, da es sich im Verarbeitungsprozess zersetzen und als Mikroplastik im Kompost verbleiben kann. Gleichzeitig verschärfen gesetzliche Vorgaben die Anforderungen: Überschreitet der Anteil an Fremdstoffen bestimmte Grenzwerte, kann die Annahme der Bioabfälle verweigert werden.

Ab dem 1.7.26 soll deshalb das Kontrollsystem „Deep Scan“ eingesetzt werden, das den Tonneninhalt in Echtzeit überprüft und bei Verunreinigungen die Leerung stoppt. Die erfassten Daten ermöglichen zudem eine Zuordnung zu einzelnen Grundstücken. Für Bürger bedeutet dies, dass sie falsch befüllte Tonnen nachsortieren oder den Inhalt kostenpflichtig über den Restmüll entsorgen müssen. Parallel setzt der Landkreis auf verstärkte Information, um die Mülltrennung zu verbessern und die Qualität der Bioabfälle langfristig zu sichern.


Kommentare