Das Rätsel des Ritterkantons Baunach: ein Staat ohne Grenzen

Symbolbild KI Schade eigentlich, dass der historische Begriff „Ritterkanton Baunach“ heute kaum eine Rolle in der touristischen Darstellung spielt. An seine Stelle ist quasi der „Deutsche Burgenwinkel“ getreten – eine Bezeichnung, die zwar klangvoll wirkt, aber die historische Wirklichkeit nur unzureichend widerspiegelt. Gerade in einer Landschaft, in der vielfach nur noch Ruinen von einstigen Höhenburgen erhalten sind, erscheint der alte Name ehrlicher und präziser. Er verweist nicht auf eine romantisierte Kulisse, sondern auf ein konkretes historisches Gefüge, das die Eigenheiten des Baunach- und Itzgrundes weitaus treffender beschreibt. Wer heute durch die Region rund um Baunach, Ebern oder Rügheim reist, erlebt eine ruhige, beinahe unspektakuläre Kulturlandschaft. Sanfte Hügel, kleine Ortschaften, vereinzelte Schlösser – nichts deutet unmittelbar darauf hin, dass sich hier über Jahrhunderte hinweg ein politisches Konstrukt entwickelte, das se...

Region Ebern im Blick: Hier wird – nicht nur – am 15. April geblitzt


Am 15.4.26 rückt die Geschwindigkeit im Straßenverkehr gezielt in den Fokus: Im Rahmen des bayernweiten Blitzer-Marathons intensiviert die Polizei ihre Kontrollen im gesamten Freistaat. Wie das bayerische Innenministerium mitteilt, beginnen die Maßnahmen bereits in den Morgenstunden und laufen rund um die Uhr. Eingebettet ist der Aktionstag in eine Kontrollwoche vom 13. bis 19.4.26, in der verstärkt Tempomessungen stattfinden.

Nach Angaben der Behörden sind bayernweit rund 2000 Einsatzkräfte beteiligt, darunter Polizeibeamte sowie Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung. Ziel der Aktion sei es demnach, Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeiten zu bewegen. Die Behörden betonen, dass nicht die Ahndung von Verstößen im Vordergrund stehe, sondern die Prävention. Um diesen Ansatz zu unterstreichen, wurde die vollständige Messstellen-Liste [➚] bereits im Vorfeld veröffentlicht und ist online einsehbar.

Hintergrund der verstärkten Kontrollen sind aktuelle Unfallzahlen: Im Jahr 2025 wurden laut Statistik weit über 387.000 Verkehrsunfälle registriert, bei denen 507 Menschen ums Leben kamen. Überhöhte Geschwindigkeit gilt weiterhin als eine der Hauptursachen für schwere Unfälle. Entsprechend liegt ein Schwerpunkt der Kontrollen auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften, auch wenn ebenso innerorts und auf Autobahnen gemessen wird.

In Oberfranken sind am Aktionstag insgesamt 90 Kontrollstellen vorgesehen. Auch in der Region Ebern und in Unterfranken müssen sich Autofahrerinnen und Autofahrer auf verstärkte Überprüfungen einstellen. Zu den bekannten Messpunkten zählen unter anderem die Gleusdorfer Straße in Ebern im innerörtlichen Bereich sowie mehrere außerörtliche Strecken wie die Staatsstraße 2278 bei Untermerzbach im Abschnitt Hambach oder die Staatsstraße 2274 bei Rentweinsdorf. Ebenso stehen Abschnitte der Bundesstraße 303 bei Burgpreppach, der Bundesstraße 279 bei Sulzdorf an der Lederhecke sowie die Bundesstraße 4 bei Rattelsdorf und im Itzgrund auf der Liste.

Auch im Raum Bamberg und Umgebung wird intensiv kontrolliert. Genannt werden unter anderem Abschnitte der Autobahnen A 73 und A 70 sowie innerstädtische Bereiche wie die Memmelsdorfer Straße. Darüber hinaus soll insbesondere im Umfeld von Schulen verstärkt gemessen werden. In Hallstadt ist die Lichtenfelser Straße als innerörtlicher Kontrollpunkt vorgesehen.

Die Veröffentlichung der Messstellen-Liste folgt einem klaren Konzept: Verkehrsteilnehmer sollen frühzeitig informiert werden, so dass sie ihre Fahrweise entsprechend anpassen können. Die Polizei erhofft sich dadurch eine nachhaltige Wirkung auf das Geschwindigkeitsverhalten im Straßenverkehr.

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