Die wundersame Gesundheitswelt der Statistik

Wenn Statistiker die Republik vermessen, entstehen bisweilen Karten, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Das „Institut der Deutschen Wirtschaft“ hat mit seinem „IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge“ [➚] nichts Geringeres versucht als die große Bestandsaufnahme der Lebensqualität in Deutschlands Städten und Gemeinden. Untersucht wurden 10.817 Kommunen, bewertet nach Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitalisierung und Freizeit. Die Datenbasis reicht von der Erreichbarkeit von Hausärzten und Schulen über Breitbandanschlüsse bis hin zu Schwimmbädern, Autobahnen und Theaterangeboten. Sogar eine repräsentative Befragung von mehr als 5.400 Menschen floss in die Berechnung ein. Herausgekommen ist ein Ranking, das auf den ersten Blick beeindruckend wirkt – und auf den zweiten Blick erstaunliche Brüche offenbart. Denn während Metropolen wie Berlin, Nürnberg oder Fürth erwartbar weit vorne landen, tauchen plötzlich kleine Orte im Spitzenfeld auf, die weder ein Krankenhaus noch eine ausgeprägt...

Tradition im Radio: „Zwölfuhrläuten“ sendet aus Ebern


Am Sonntag, 19.4.26, richtet sich die Aufmerksamkeit vieler Radiohörerinnen und -hörer nach Ostunterfranken: Das traditionsreiche „Zwölfuhrläuten“ wird diesmal aus Ebern gesendet. Punkt 12:00 Uhr erklingen in den beiden Radioprogrammen Bayern 1 und BR Heimat die Glocken der katholischen Stadtpfarrkirche St. Laurentius.

Mit den einleitenden Worten „Es ist zwölf Uhr. Das Mittagsläuten kommt heute von der katholischen Pfarrkirche St. Laurentius im unterfränkischen Ebern“ beginnt die kurze Sendung, die traditionell vom Klang der Glocken getragen wird. Die Aufnahme wurde bereits im Vorfeld produziert und wird nicht live übertragen.

Das „Zwölfuhrläuten“ zählt zu den ältesten Formaten im Hörfunkprogramm des Bayerischen Rundfunks. Seit seiner Einführung im Jahr 1949 verbindet es das charakteristische Läuten von Kirchen oder Kapellen mit einem knappen Porträt des jeweiligen Ortes. Die Premiere erfolgte damals am Pfingstsonntag mit den Glocken aus Sankt Englmar. Schon bald entwickelte sich die Sendung zu einem festen Bestandteil des Radioprogramms.

In den Anfangsjahren dauerte ein Beitrag rund fünf Minuten, ehe die Länge Mitte der 1990er-Jahre auf etwas mehr als drei Minuten reduziert wurde. Unverändert geblieben ist das Konzept, regionale Geschichte und Gegenwart hörbar zu machen – eingebettet in das markante Klangbild der Glocken. Neben der Ausstrahlung im Radio stehen die einzelnen Folgen mittlerweile auch im Podcastangebot des Senders bereit.


Kommentare