Der neue KlinikScanner zeigt Kliniksterben auf der Karte

Pressemitteilung: Berlin / Himmelkron, 8.9.26 – Wie verändert sich die Krankenhauslandschaft in Deutschland tatsächlich? Wo sinken Bettenzahlen, verschwinden Fachabteilungen oder verändert sich die Notfallversorgung? Welche Klinikstandorte sind von Teil- oder Komplettschließungen bedroht – und welche Krankenhäuser sind bereits verschwunden? Antworten auf diese Fragen soll der grundlegend neu entwickelte KlinikScanner unter klinikscanner.de geben. Die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ präsentiert damit die Weiterentwicklung ihres seit 2020 bestehenden Informationsangebots. Aus einer ursprünglich weitgehend manuell gepflegten Karte ist ein dynamisches Recherchewerkzeug entstanden, das aktuelle Entwicklungen mit historischen Krankenhausdaten verbindet. „Wir wollen nicht nur zeigen, welche Krankenhäuser heute vorhanden sind. Entscheidend ist für uns, sichtbar zu machen, wie sich ein Krankenhaus und die gesamte Krankenhauslandschaft über die Jahre verändert haben...

Klinikschließung in Ebern: Betroffene können ihre Erfahrungen schildern


Nach der Schließung der Haßberg-Klinik Ebern zum 31.12.25 ruft die „Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ die Bevölkerung zur Teilnahme an einer Online-Umfrage [➚] auf. Ziel der Befragung ist es, die Auswirkungen der Klinikschließung auf die medizinische Versorgung in der Region sowie auf die Erreichbarkeit des nächstgelegenen Krankenhauses zu erfassen.

Die Teilnahme erfolgt anonym über ein Online-Formular. Nach Angaben der Aktionsgruppe sollen die eingehenden Rückmeldungen dabei helfen, die Veränderungen im Alltag der Menschen nach dem Wegfall des Krankenhausstandorts zu dokumentieren. Die Ergebnisse der Umfrage sollen in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.

Die Initiative hatte sich bereits im Vorfeld der Schließung gegen das Aus des Krankenhauses engagiert. Im August 2025 hatte sie in einer Pressemitteilung deutliche Bedenken gegen die damals geplante Aufgabe des Standorts geäußert und mit einer abermaligen Petition den Erhalt der Haßberg-Klinik Ebern sowie die Wiedereröffnung der stationären Chirurgie gefordert. In der Petition wurde unter anderem verlangt, den Standort wieder zu einem langfristig gesicherten Allgemeinkrankenhaus mit Innerer Medizin, Chirurgie und stationärer Basisnotfallversorgung entsprechend den Vorgaben der Krankenhausreform (KHVVG) auszubauen.

Der ehemalige Klinikvorstand Klaus Emmerich hatte damals erklärt, die Petition gehe bewusst über den bisherigen Zustand des Krankenhauses hinaus. Ziel sei es gewesen, den Einwohnerinnen und Einwohnern der Region dauerhaft den Zugang zu einem Allgemeinkrankenhaus mit akutstationärer Notfallversorgung innerhalb einer Fahrzeit von 30 Minuten zu ermöglichen. Dies könne im Ernstfall von entscheidender Bedeutung sein, so seine Einschätzung.

Trotz mehrerer Petitionen wurde die Haßberg-Klinik Ebern zum Jahresende 2025 geschlossen. Mit der jetzt gestarteten Umfrage [➚] möchte die Aktionsgruppe Erfahrungen aus der Bevölkerung sammeln und die konkreten Folgen dieser Entscheidung sichtbar machen.


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