Ebern im TUI-Freibad-Ranking: Solider Platz mit Luft nach oben


Wer in Ebern im Sommer gerne seine Bahnen zieht oder sich an heißen Tagen im kühlen Nass erfrischt, kann sich über eine Platzierung im bundesweiten Freibad-Ranking von TUI durchaus freuen. Platz 398 für das Eberner Freibad klingt zunächst nicht nach einem Spitzenwert, ist aber bei mehr als 1.000 bewerteten Schwimmbädern in ganz Deutschland keineswegs ein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Andererseits zeigt der Blick auf die Nachbarschaft auch: Nach oben ist durchaus noch Luft. Einige Freibäder der Region haben es deutlich weiter nach vorne geschafft und mischen in der deutschlandweiten Wertung überraschend weit oben mit.

Mit seinem aktuellen Freibad-Ranking [➚] für das Jahr 2026 hat der Reisekonzern TUI einen umfangreichen Vergleich der beliebtesten Freiluft-Badestätten Deutschlands veröffentlicht. Dafür wurden nach Unternehmensangaben mehr als 1.500 Freibäder und Naturbäder anhand ihrer Google-Bewertungen untersucht. In die endgültige Auswertung schafften es über 1.000 Anlagen. Die Platzierungen basieren auf einem eigens entwickelten Beliebtheits-Score. Berücksichtigt wurden dabei die durchschnittliche Sternebewertung, der Anteil an Fünf-Sterne-Bewertungen sowie die Anzahl der abgegebenen Bewertungen. Neben klassischen Freibädern flossen auch Naturbäder ohne Chlor in die Analyse ein. Nicht berücksichtigt wurden dagegen Kombibäder mit Hallen- und Außenbereich sowie Badestellen an Seen.

Für Franken hält das Ranking eine besondere Erfolgsgeschichte bereit. Das Waldbad in Neustadt an der Aisch setzte sich an die Spitze der bundesweiten Wertung und wurde von TUI als bestes Freibad Deutschlands ausgezeichnet. Damit landete ein fränkisches Bad nicht nur an der Spitze der Region, sondern sogar auf Rang eins im gesamten Bundesgebiet. Ebenfalls bemerkenswert schnitt das Felsenbad Pottenstein in der Fränkischen Schweiz ab, das deutschlandweit Platz 12 erreichte. Auf Rang 15 folgt mit dem Naturbad Großhabersdorf ein weiteres fränkisches Freibad, das sich in der Spitzengruppe behaupten konnte.

Auch zahlreiche Bäder aus der Umgebung von Ebern tauchen in der Auswertung auf. Das Freibad Altenstein erreichte Platz 231 und konnte sich damit deutlich vor dem Freibad Ebern positionieren. Während Ebern Rang 398 belegte, landete das Naturbad Ebrach auf Platz 304. Noch weiter vorne finden sich mehrere Freibäder aus Ober- und Mittelfranken. Besonders erfolgreich war das Freibad Hallstadt, das mit Platz 65 nur knapp den Sprung in die Top 50 verpasste. Das Freibad Ebermannstadt erreichte Rang 68 und das Freibad Zapfendorf folgte unmittelbar dahinter auf Platz 74. Ebenfalls unter den besten hundert Freibädern Deutschlands befindet sich das Wellenfreibad Höchstadt an der Aisch auf Rang 78.

Weiter hinten im Ranking finden sich einige Anlagen aus der Region. Das Freibad Eltmann kam auf Platz 695. Noch weiter abgeschlagen landete das Freibad Hofheim i.Ufr. auf Rang 808. Dieses Ergebnis dürfte manche überraschen, schließlich wurde die Anlage erst vor kurzer Zeit umfassend modernisiert. Offenbar spiegeln die im Internet abgegebenen Bewertungen nicht automatisch den Umfang der Investitionen wider.

Interessant ist auch der Blick auf die Freibäder, die in der Auswertung gar nicht auftauchen. So sind das Freibad Haßfurt, das Freibad Kraisdorf und das Freibad Autenhausen nicht im Ranking vertreten. Welche Gründe dafür im Einzelfall ausschlaggebend waren, geht aus der veröffentlichten Übersicht nicht hervor. Möglich wäre beispielsweise, dass die für die Berechnung erforderliche Datenbasis nicht ausreichte oder die Einrichtungen nicht in die Auswahl einbezogen wurden.

Die Untersuchung erlaubt darüber hinaus einen Blick auf die regionale Verteilung besonders beliebter Freibäder in Deutschland. Auffällig ist, dass sich ein großer Teil der Spitzenplätze auf bestimmte Bundesländer konzentriert. So befinden sich 14 der 25 bestbewerteten Freibäder Deutschlands in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die übrigen Plätze der Top-25-Liste verteilen sich auf Niedersachsen, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Hamburg.

Dass Bayern dabei besonders stark vertreten ist, überrascht kaum. Vom familienfreundlichen Naturbad über traditionsreiche Freibäder bis hin zu großzügigen Erlebnisanlagen bietet der Freistaat eine große Vielfalt an Möglichkeiten für Wasserratten und Sonnenanbeter. Die aktuellen Platzierungen zeigen jedoch auch, dass sich die Beliebtheit eines Freibads nicht allein an seiner Größe oder an aufwendigen Modernisierungen bemisst. Entscheidend sind vielmehr die Eindrücke der Gäste, die ihre Erfahrungen online teilen und damit das Bild einer Anlage prägen.


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